Was aus 2025 kann weg? Mit Felix Lobrecht

Shownotes

Ein Abriss von 2025: Ein neuer Kanzler in Deutschland, ein alter Krieg in der Ukraine, Haltelinie, Stadtbild, Wehrdienst, Frauenfeindlichkeit und Social-Media-Verbote. Was sagt das über dieses Jahr?

In dieser Folge schaut Anne Will gemeinsam mit dem erfolgreichen Comedian, Podcaster und Autor Felix Lobrecht gemeinsam zurück – nicht sortiert nach Koalitionsausschüssen, sondern nach dem, was hängen geblieben ist: emotional, sprachlich, gesellschaftlich. Ein persönlicher, politischer Rückblick auf das Jahr 2005.

War es in diesem Jahr leichter oder schwerer, politische Themen humorvoll zu verhandeln? Welche politischen Momente haben sich eingebrannt – und welche Debatten wirkten komplett an der Lebensrealität vorbei? Und was aus diesem Jahr werden wir vermutlich erst mit Abstand wirklich verstehen?

Redaktionsschluss für diese Folge war der 17.12.2025, 18:00 Uhr.

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Impressum: Redaktion: Teresa Sickert, Marie Schiller Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Lukas Hambach, Patrick Zahn Sounddesign: Hannes Husten Wenn ihr Werbung schalten wollt, wendet euch gerne an die: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH

Transkript anzeigen

00:00:00: Welches politische Thema hast du, zwanzig, fünfundzwanzig, wenn denn überhaupt privat so ernst genommen, dass du ein paar Mal drüber nach und vielleicht sogar immer wieder drüber nachgedacht hast?

00:00:10: Das ist jetzt nicht zwangsläufig politisch, sondern vielleicht eher, sagen wir mal, gesellschaftspolitisch.

00:00:17: Und zwar hat ein Kumpel von mir, der zufällig auch ein renommierter Professor der Soziologie ist, nämlich Aladdin Elma Falani, Der hat ein Buch geschrieben, das heißt Misstrauensgemeinschaft.

00:00:28: Das ist jetzt seit ein paar Monaten erst draußen.

00:00:31: Und im Wesentlichen, so wie ich das verstanden hab, also man hört da ganz viel von der polarisierten Gesellschaft immer alles in polarisiert, bla bla bla.

00:00:40: Und Aladin meinte, oder hat die These entwickelt, dass die Menschen gar nicht so sehr in Themen polarisiert sind, sondern eher darin, ob sie dem System, dem Staat, der Demokratie noch vertrauen, oder ob sie nicht mehr vertrauen.

00:00:53: Also quasi eine Polarisation im Vertrauen wird diesem ganzen Film hier noch oder nicht.

00:00:58: Und das fand ich irgendwie ein spannender Gedanken, da hab ich viel darüber nachgedacht.

00:01:01: Ist es auch ein supergespannender Gedanken, finde ich.

00:01:04: Kannst du dich entscheiden?

00:01:07: Entscheidend im Sinne von, ob ich der These zustimme?

00:01:10: Ja, oder er sagt, er macht ja zwei Varianten auf, so wie du es uns gerade entwickelt hast,

00:01:15: worin

00:01:15: Menschen vertrauen und worin eben nicht mehr.

00:01:20: Ich glaube nicht, dass ich das ausschließe.

00:01:21: Man kann sowohl in Themen als auch in diesem Meta-Ding vertrauen, misstrauen und polarisiert sein.

00:01:27: Aber ich finde, wenn man so Leute auf der Straße trifft und mit so normalen Leuten redet, dann ist diese ganze Hysterie, die man im Internet und so vorfindet, meistens gar nicht da, sodass ich schon glaube, dass es eher grundsätzlich ist, ob man überhaupt noch an Deutschland glaubt oder eher gar nicht.

00:01:46: Ich würde der TSR zustimmen.

00:01:48: Jetzt du beim ersten Hörn.

00:01:51: Also ich gab schon an Deutschland.

00:01:53: Ja, das sowieso.

00:01:54: Also ich erzähle mich auch noch zu Team Vertrauen.

00:01:57: Aber ich verstehe auch, warum das gechallenge wird regelmäßig.

00:02:03: Aber jetzt soweit, dass ich mich jetzt so abwende und sage, es ist ja alle Scheiße und alle Lügen und so, soweit ist es dann zum Glück noch nicht.

00:02:09: Aber ich kann schon verstehen, dass ... dass man immer mehr in Richtung Trennlinie geschoben wird.

00:02:16: Hier vertrauen und hier misstrauen ist, dass man immer weiter in die Richtung geschoben wird.

00:02:21: Wenn man Nachrichten verfolgen, sich für Politik interessiert und so.

00:02:44: Hallo und herzlich willkommen zu unserer letzten Folge im Jahr.

00:02:49: Ich freut mich total, dass ihr dabei seid, uns zuhört oder aber auch zuseht.

00:02:53: Das lohnt sich insbesondere bei unserem Gast.

00:02:57: Wir gucken zusammen zurück auf twenty-fünfundzwanzig.

00:03:00: Mir fällt auf, das will ich am Anfang gleich sagen.

00:03:02: Wir waren im zurückliegenden Jahr das erste Mal auf Tour mit unserem tollen Podcast.

00:03:07: Das ist uns in besonders schöner Erinnerung geblieben.

00:03:11: Wir haben Live-Podcasts gemacht und das war, muss ich sagen, so toll, hat so viel Spaß gemacht.

00:03:15: Das machen wir nochmal.

00:03:17: Vier Termine haben wir in zwanzig sechsundzwanzig vor.

00:03:20: Vier Städte haben wir uns dafür ausgeguckt und haben diesmal eure Wünsche berücksichtigt.

00:03:26: nach München, nach Hannover und nach Berlin, wann genau, wie ihr Tickets kaufen könnt, so weiter, findet ihr alles in den Show-Notes.

00:03:34: und ein bisschen peinlich ist, wenn Felix Lobrecht hier ist, über eine Tour zu sprechen und dann aber tolle vier Termine.

00:03:41: Vier Termine.

00:03:43: Wie viel hast du dieses Jahr gemacht?

00:03:46: Ich habe gleich noch eine Frage zu deiner Tour, aber ich beantworte erst mal deine.

00:03:49: Gut.

00:03:51: Also ich habe dieses Jahr ... Zweiundzwanzig kleine Try-Out-Shows gemacht, wo ich quasi das neue Material so am Stück vor wenig Publikum gespielt hab.

00:04:01: Und dann ... vierzig große, glaub ich.

00:04:03: Also insgesamt so ein bisschen über sechzig Solo-Shows dieses Jahr.

00:04:07: Wahnsinnig

00:04:08: viel, oder?

00:04:09: Ist wahnsinnig viel, war aber auch schon mal mehr.

00:04:11: Wir haben jetzt irgendwie ... Die Strategie ist grad eher so ein bisschen größere Shows, und da find ich mehr ganz so viele.

00:04:18: Früher haben wir echt so hundert, hundertfünfzig Shows im Jahr gemacht.

00:04:21: Aber da war ich auch noch ein bisschen jünger.

00:04:23: Ich weiß nicht, wie viele Shows ihr gemacht habt.

00:04:26: Vier?

00:04:28: Wir

00:04:29: haben jetzt die Strategie, wir machen nur vier große.

00:04:31: Ja, vier, die Vier-Strategie.

00:04:32: Aber das macht total Spaß, aber es ist auch eine komische Art von Anstrengung, wo es so festgestellt haben.

00:04:37: Klar, also das war ein bisschen anders als hier zu sitzen.

00:04:40: Das ist einfach ruhiger, stiller, irgendwie wenn du willst, intimer.

00:04:44: Und ich komme von zu Hause, schläge hier rein und boom, bin ich wieder da.

00:04:48: Ich finde, das Reisestress ist für mich sogar anstrengender als das eigentliche Tun.

00:04:54: Ja, total.

00:04:54: Das ist das, wo man das Geld kriegt.

00:04:56: Für das Reisen?

00:04:57: Also

00:04:58: das empfinde ich als das, wofür ich eine finanzielle Kompensation brauche.

00:05:02: Auftreten will ich umsonst, jederzeit.

00:05:04: Also das macht ja ... Das ist ja das, wofür man als Comedian lebt, ist ja quasi diese Momente auf der Bühne.

00:05:11: So, das ist auch das, was wirklich immer noch extrem viel Spaß macht.

00:05:14: Aber so dieses Auto sitzen und Stau und ... Also jede Nacht, woanders sein und so, ich finde, dafür kriegt man das Geld.

00:05:23: Das ist anstrengend.

00:05:24: Sell out heißt ein aktuelles Programm, ich nehme an, weil's immer ausverkauft ist.

00:05:30: Ja, Sell out.

00:05:30: Ich fand den Namen irgendwie cool, erst mal, weil er gut klingt.

00:05:34: Dann finde ich, je größer man als Künstler wird, desto lauter werden irgendwelche Sell-Out-Vorwürfe, also dass man irgendwie so Kommerz ist und alles noch fürs Geld macht.

00:05:43: Einerseits.

00:05:44: Und andererseits gibt es natürlich irgendwie auch eine große Erwartungshaltung, dass man alles ausverkaufen muss.

00:05:49: Wenn man irgendwie vorher alles ausverkauft hat, dann gibt es auch so einen Druck, alles out zu sellen.

00:05:53: Und irgendwie fand ich diese Doppeltreifach-Deutigkeit ganz... Ganz cool, aber ich achte ehrlich gesagt bei einem Namen primär darauf, dass sie irgendwie kühl klingen.

00:06:00: Ich wollte dir eine Frage stellen.

00:06:01: Gut, nur zu.

00:06:02: Ich höre ja dein Podcast regelmäßig.

00:06:05: Das freut mich.

00:06:07: Und oft ist es so, wenn so nachdenklichere oder ernstere Podcasts dann live Shows machen, dann verändert sich total die Tonalität.

00:06:19: Auch wenn dann ernste Gäste und so da sind oder so, sagen wir mal, so Leute aus dem ... Kopfmilieu, also die mit Denken und so arbeiten.

00:06:29: Selbst die probieren auf der Bühne meistens lustig zusammen.

00:06:32: Und das ist so für zwei Lacher okay, so zum Reinkommen in den Abend.

00:06:37: Aber oft bleibt's dann dabei.

00:06:41: Und man kommt nie so wirklich in die Tiefe, weil das mag ich ja gerade in deinem Format, dass man hier so mal tief in irgendwas reingehen kann und mal an komplexeren Gedanken irgendwie zuhören kann.

00:06:48: Und das ist bei Liveshows oft leider nicht so.

00:06:51: Und ich hab zum Beispiel die Folge mit Oh, wer

00:06:54: war denn das?

00:06:55: Die Grünpolitikerin, die ehemaliger.

00:06:57: Ah,

00:06:58: Ricardo Ang und Cornelius

00:06:59: Pohl, mein Leipzig.

00:07:00: Genau, und da habe ich so die ersten zehn Minuten gesehen und das war ja nur Lachen und Jokes.

00:07:05: Das ist ja auch super.

00:07:06: Ich verstehe das auch, wenn man auf die Bühne kommt, dass man irgendwie irgendeine Reaktion vom Publikum haben will und konzentriert zuhören, ist zwar eine gute Reaktion, aber die merkt man halt nicht.

00:07:17: Dann denkt man einfach nur, man redet so in die Stille, dann will man halt Lacher haben, damit man irgendwas hört.

00:07:21: Also finde ich da manchmal so ein bisschen auf Kosten der Themen.

00:07:24: Voll.

00:07:25: Also verstehe ich total, was du sagst.

00:07:27: Mir hat die Leipzig-Folge gerade mit Riccardo Lang und Cornelius Bollmer oder gerade die Leipzig-Folge hat mir total Spaß gemacht.

00:07:33: Da war einfach gute Laune, da war eine gute Stimmung.

00:07:36: Das finde ich auch sollte, habe ich glaube ich nicht zuletzt von dir gelernt, ein Podcast leisten, dass du eine gute Zeit

00:07:43: hast.

00:07:44: Ich habe auch eine gute Zeit, wenn ich mich in Themen vertiefe, wenn ich mich richtig da reingrabe und Dinge höre.

00:07:50: die, wo ich auch echt aufpassen muss, dass ich mitkomme.

00:07:56: Den Kopf so von innen so ein bisschen ausboxe.

00:07:58: Das mag ich gern, da habe ich auch eine gute Zeit.

00:08:00: Aber auf einer Bühne bin ich total bei dir.

00:08:04: Da kommen Leute hin, die kommen zum Teil von weit angereist, die sollen auch Spaß haben.

00:08:10: Und was ich auch früher in der Fernsehsendung gemerkt habe, wir hatten ja auch den längsten Teil der Zeit Publikum.

00:08:18: Dann reden alle, die da sind, eher auf Boahern.

00:08:21: Ja, die reden auf Klatscher.

00:08:22: Ja, voll.

00:08:23: Und das geht im Zweifel auf Kosten ... Das

00:08:26: Inhalts.

00:08:27: Ja.

00:08:28: Ja, weil du setzt einfach einen Kracher und bist damit im Zweifel allzu zugespitzt, zu unterwegs gewesen.

00:08:36: Ja, das ist das Zugeständnis, was man macht an Bühnenauftritte, weil ... Ich bleibe ja immer in meinem Sport, ich bin Journalistin.

00:08:44: Also mein Beruf ist nicht eigentlich dazu angetan, dass ich so eine Bühnenperformance hinlege.

00:08:49: Ich mag das aber gerne, ich gehe sogar gerne auf Bühnen und ich habe auch im Warm-up dazu eigentlich aufgefordert, alle eingeladen mindestens mal.

00:09:00: Echt Spaß

00:09:00: zu haben

00:09:01: und nicht jetzt extra konzentrierter zu sitzen.

00:09:06: Weil das irritiert mich auch, gebe ich zu.

00:09:08: Das meine ich, diese Stille kann auch sich komisch anführen.

00:09:10: Ja,

00:09:10: dass du denkst, seid ihr noch da oder sendest du jetzt gerade mit dem, was du damals komplett vorbei an dem, was Menschen da interessieren könnten, weil die Regieren halt gleich gar nicht.

00:09:22: Aber das kauft man sich ein, das muss ich echt sagen.

00:09:26: Ich hatte da, als ich ... Als mein Buch damals, also Sonnenbeton als das rauskam, das ja von der Tonalität, hat zwar hier und da auch ein paar Lacher, aber ist eher eine ernstere Geschichte.

00:09:37: Und als das damals rauskam, hab ich auch so paar Lesetermine damit gemacht.

00:09:41: Und das war auch total ungewohnt für mich, auf der Bühne zu sein, irgendwas dazu machen und einfach so stille, als positive Reaktionen zu bekommen.

00:09:50: Weil für mich ist Bühne total mit Lachen und Laut und Blah assoziiert.

00:09:54: Das war ganz ungewohnt.

00:09:55: Ähm, ich hab einen Hot-Take zu Riccarda Lang.

00:09:58: Sehr gut, ja.

00:09:59: Hau raus.

00:10:01: Ich find die mittlerweile ziemlich cool.

00:10:04: Und mein Hot-Take wär, dass wenn die ... Also, ihr Ding ist ja grade so, ich bin ... Ich bin nicht mehr in Verantwortung, ich kann jetzt endlich offen reden.

00:10:12: Und ich glaube, wenn die so ... selbst nur vierzig Prozent von der Attitude noch in Amt und Würden gehabt hätte, dann werde ich jetzt noch im Amt.

00:10:23: Ja.

00:10:24: Also damit wäre die so viel erfolgreicher gewesen.

00:10:27: Und das ist ganz komisch, weil sie hat das ja extra nicht gemacht, um irgendwie der Partei zu dienen.

00:10:32: Aber ich glaube, genau der gegenteilige Effekt wäre also genau umgekehrt.

00:10:36: Gut,

00:10:36: die kommt ja ganz sicherlich nochmal zurück, glaube ich.

00:10:39: Aber ich teile total, was du sagst.

00:10:42: Sie war ja hier auch ziemlich, nachdem sie vom Vorsitz zurückgetreten ist und hat dann gesagt, ja, ich kann jetzt viel freier aufspielen.

00:10:49: Ich konnte mich gar nicht mehr ertragen, wenn ich mich selber im Fernsehen gesehen habe, hab ich gedacht, so spricht doch kein Mensch, also jedenfalls nicht Riccarda Lang.

00:10:55: Oh, das bin ich ja selbst.

00:10:57: Und hat sich dann irgendwie da in den fünf, sechs, sieben Reflektionsschleifen nochmal abgemüht zu sagen, warum bin ich eigentlich da hingekommen, warum bin ich so, warum hat mich das so sehr verändert?

00:11:08: Ich hab damals übrigens eingehackt und hab gesagt, so hab ich sie gar nicht wahrgenommen.

00:11:14: Ich fand sie auch in Talkshow-Sendungen ausgesprochen witzig.

00:11:19: Oft auch freier als manche andere.

00:11:23: Woraus ich immer abgeleitet habe, dass die einfach mal retorisch irretalentiert ist.

00:11:29: Und als sehr, sehr junge Frau, die sie ja, glaube ich, mit neunundzwanziger was schon den Vorsitz bekommen hat, das ist so ungewöhnlich.

00:11:38: was sie einfach so erfolgreich hat auch performen lassen.

00:11:43: Und ich war dann gestaunt, gab auch, dass man so ein kleines bisschen aufpassen muss, dass dir das dann nicht zur Attitüde verrutscht, wenn du sagst und allzu oft sagst, ich kann jetzt aber endlich freier.

00:11:55: So, und ich glaub, das hat mich an der Stelle auch leicht provoziert, um dann einzuhaken, so sagen, echt?

00:12:00: Ja, hab ich gar nicht so wahrgenommen.

00:12:02: Aber bei ihr, glaub ich, dass sie hundert Prozent noch mal zurückkommen wird, auch in den Spitzenamt und sie macht ja weiterhin ihren Job im Bundestag, arbeitet da und so.

00:12:13: Aber ich will dazu sogar gleich noch mal kommen.

00:12:16: Da siehst ihr praktisch schon vorweg, was ich noch tolles vorhaben.

00:12:21: Ich

00:12:21: hätte sonst auch noch eine Sache zu dem Thema.

00:12:23: Ja, dann erhebst du ja auch für gleich.

00:12:25: Ich will nämlich erst mal sagen, dass ich mich total freue, dass du da bist.

00:12:28: Ich

00:12:28: freue mich auch.

00:12:29: Alle Jahre wieder.

00:12:30: Ganz

00:12:30: genau.

00:12:31: Das haben wir vor einem Jahr verabredet, dass wir eigentlich gerne, echt gerne zusammen auf Jahre zurück schauen.

00:12:38: Du hast es versprochen und dann machst du es auch.

00:12:41: Dann mache ich es auch.

00:12:41: Das freut mich.

00:12:42: Ich habe mich auch ein bisschen geärgert, weil ich wollte eigentlich unsere Folge nochmal hören oder zumindest nochmal durchskippen.

00:12:49: Weil ich meine, dass wir letztes Jahr auch eine Prognose gemacht haben, wie wir zu Thema XY in einem Jahr, also was bis dahin passiert sein wird.

00:12:56: Ich wollte diese Prognose nochmal nachhören, um zu gucken, ob wir recht hatten.

00:12:59: Habe ich jetzt nicht gemacht, müssen die Leute selber nochmal

00:13:02: nachhören.

00:13:03: Und dann müssen wir es wieder aufnehmen.

00:13:05: Damals und auch jetzt, also vor einem Jahr und auch jetzt ist es unser beider letztes Podcastgespräch.

00:13:11: Wir nehmen am siebzehnten zwölften auch, will ich auch sagen.

00:13:15: Und ich hab gestern auch schon eine Folge gemacht, auch ein Jahresrückblick mit der Politikchefin der Zeit, mit Tina Hildebrand.

00:13:22: Und dabei haben wir uns so als Leitfrage genommen, was aus zwanzig, fünfundzwanzig bleibt.

00:13:30: So mit dir würd ich es genau andersrum gerne machen.

00:13:32: Was aus zwanzig, fünfundzwanzig kann echt weg.

00:13:35: Also was brauchen wir nicht mehr?

00:13:37: Was wollen wir politisch so im Zweifel vielleicht auch nicht mehr?

00:13:41: Da finde ich gut, dass du gleich am Anfang mit Vertrauen und Misstrauen kamst und so, weil das ganz viel, glaube ich ... davon schon erzählt, wovon auch dieses Jahr nicht zuletzt handelt.

00:13:53: Wo wäre es wirklich an der Zeit, finde ich, und möchte ich auch mit dir gucken, umzudenken und Dinge ganz anders zu machen.

00:14:01: Als wir vor einem Jahr gesprochen haben, weiß nicht, ob das unsere Prognose war, keine Ahnung, weil wir gucken echt nah, wussten wir, es wird eine vorgezogene Bundestagswahl geben, die gab es dann im Februar auch.

00:14:11: Kannst du dich erinnern?

00:14:13: Ohne, dass du nachgeschaut hast, vielleicht weißt du so noch, was du dir politisch für das Jahr gewünscht hast, wenn du dir denn was gewünscht hast?

00:14:23: Ich weiß, dass ich mir mal vorgenommen hatte für meinen Podcast gemischtes Hack, so fünf Sachen aufzuschreiben, die ich glaube, die wichtig wären, dass man die als Politikerin oder Politiker in Charge jetzt so macht.

00:14:40: Aber jetzt nicht irgendwie so konkrete Sachen.

00:14:43: Wir müssen die Steuerhöhen, also eher was so was auf so einer abstrakteren Ebene, so was wie Vertrauen zurückgewinnen oder wir müssen irgendwie einen Maßstab entwickeln, den wir dann aber auch wirklich auf alles anwenden und nicht so, hier bei dem Problem geht es auf einmal um Wert und da bei dem Problem ist es auf einmal völlig egal.

00:15:00: Also so.

00:15:02: Ich habe das aber damals irgendwie dann nicht gut formuliert bekommen, aber ich glaube, Ich glaube, was ich mir gewünscht hab, und wo ich wahrscheinlich auch spoilern würde, was nicht erfüllt wurde, war so, dass die neue Regierung das irgendwie schafft, sich als handlungsfähig zu präsentieren.

00:15:30: Also, dass die Leute, die in Charge sind, irgendwie so über parteipolitische Spielchen oder irgendwelche persönlichen Eitelkeiten, dass sie da drüberstehen können und irgendwie für so ein übergeordnetes Ziel so gemeinsam an einem Strang ziehen können und auch wirklich Sachen irgendwie einleiten, die die Leute dann auch merken oder zumindest den glauben, dass sich gerade darum gekümmert wird.

00:15:55: Ich glaub, das war ja auch das, wo die haben ja auch die ganze Zeit selber gesagt, wir sind zum Erfolg verpflichtet, weil das war ja das Slogan von der neuen Regierung quasi.

00:16:04: Also die haben das irgendwie schon gecheckt auf eine Art.

00:16:07: Aber umgesetzt haben sie es dann ehrlicherweise nicht nur nicht, sondern gar nicht.

00:16:13: Gar nicht, sagst

00:16:14: du.

00:16:14: Also irgendwie, da weiß ich nicht.

00:16:16: Wir gehen ja schon noch an so ein paar Liter jede Sachen ab.

00:16:18: Genau.

00:16:19: Das habe ich mir gewünscht, hast du so was?

00:16:21: Ich habe mir auch gewünscht, wie übrigens ja auch die Mehrheit der Deutschen, da war ich überhaupt gar nicht alleine, dass es eine stabile Regierung geben möglich war, müde davon.

00:16:31: die ganze Zeit immer nur auch darüber zu reden, hier im Podcast, aber auch zu lesen und wahrzunehmen.

00:16:37: Das andere, das sagt, na ja, man sehen, wie lange die Ampel noch hält.

00:16:42: Irgendwie, ich fand es unernsthaft an bestimmten Punkten.

00:16:45: Das hat mich gestört, weil ich auch finde, dass wir in der Art schwierigen, auch weltpolitischen, krisenhaftetlen Lage sind.

00:16:56: Auch was die Klimakrise von der gar keine mehr spricht.

00:16:59: Niemand, niemand.

00:17:00: Dass ich mir gedacht habe, Leute, ja, ja.

00:17:02: Also das ganze Gerede, um wer hat jetzt was nicht bekommen, wessen Befindlichkeiten sind, wie gestört wer nimmt, Rücksicht auf die eigene Klientel, weil er gemerkt hat, dass so unsere viel Landtagswahlen krachen verloren ging und so, das will ich nicht mehr.

00:17:16: Und dann die Ampel platzen zu lassen an dem Tag, an dem Donald Trump zum zweiten Mal gewählt wird.

00:17:23: Und du sicher weißt, was das da ... dann bedeuten wird, auch für Deutschland.

00:17:27: Das fand ich echt krass.

00:17:29: Und dann habe ich gedacht, gut, also das möchte ich nicht mehr.

00:17:31: Ich wünsche mir jetzt eine stabile Region, auch eine Handlungsfähige wie du.

00:17:36: Das verbinde ich damit, dass die eine Idee hat, was sie mit diesem Land vorhat und wie sie das dann umsetzt.

00:17:43: So, und das habe ich, ich würde nicht sagen gar nicht bekommen, aber auch in Teilen nicht bekommen und staune über manches.

00:17:50: Guck sehr viel immer, haben wir auch in den zurückliegenden Folgen schon gemacht, auf die Sprache, die die nehmen, die natürlich was verrät.

00:17:57: Du bist Comedian, du machst diesen rasen, der erfolgreichen Podcast mit dem, wie du sagst.

00:18:03: Immer sagst, wunderbaren Tommy Schmidt, gemischtes Hack.

00:18:07: Ihr seid jetzt wieder der erfolgreichste, ganz Deutschlands Europas der Welt.

00:18:12: Ja, der zweitmeist gestreamte Nachzeit der Welt.

00:18:17: Wow.

00:18:17: Ja, das ist völlig absurd.

00:18:18: Aber also, ich glaub bei diesem Weltthema auch immer, dass das ein Measurementfehler ist oder so.

00:18:26: Oder dass da irgendwelche YouTube Playtimes von anderen Podcast nicht mit reinziehen.

00:18:29: Aber auf jeden Fall, ich glaub, das siebte oder achte Jahr in Folge von Deutschland.

00:18:33: Toll.

00:18:33: Glückwunsch.

00:18:35: Ja, vielen Dank.

00:18:36: Dann kann die Leute dies hören.

00:18:37: Ja, freut mich total für euch.

00:18:40: Genau, danke an alle, die ... Felix Lobrecht und Tommy Schmidt hören.

00:18:46: Und ich gönnste dir auch.

00:18:48: Ja, das ist lieb.

00:18:48: Danke.

00:18:48: Ich gönnste dir sehr.

00:18:49: Das freut mich.

00:18:50: So, deshalb, also da und natürlich in den Bühnenprogrammen, die wir schon angesprochen haben, bist du natürlich darin geübt, supersensibel mit Sprache umzugehen.

00:19:00: Du weißt, du warst von Timing, du verstehst das zu setzen.

00:19:04: Ich glaube, du kannst auch gut so Sätze so ein bisschen verschlammten, würde ich das nennen.

00:19:10: Also, dass du eben nicht so wie gedruckt sprichst, sondern dass du dann so eine Art von Schliff da zulässt.

00:19:21: So negativ Schliff, so

00:19:22: umgekehrt.

00:19:24: Ja, vielleicht auch insofern negativ, als dass es nicht so überbetont und überartikuliert und so

00:19:28: ist.

00:19:29: Genau, also ich probiere tatsächlich, wenn gerade so Newcomer negen oft dazu, dass sie sich ihre Jokes, ihre Sets wirklich noch so aufschreiben, die mehr oder weniger auswendig lernen, dann so vortragen.

00:19:40: Und selbst wenn man das perfekt auswendig vorträgt, hört man das.

00:19:44: Genau.

00:19:45: Und man kriegt da so eine... Werbalität und Natürlichkeit rein, indem man irgendwie kleine Fehler einbaut.

00:19:52: So muss jemand damals irgendwas doppelt sagen.

00:19:56: Das meine ich eher mit Negativschleifen.

00:19:57: Also das quasi wieder entperfektionieren, damit es dadurch wieder natürlich klingt.

00:20:01: Ja gut, dann meinen wir genau das gleiche.

00:20:03: Ich habe das manchmal in Fernsehsendungen gemacht, dass wenn jemand da war, der ungeübt war und der vielleicht auch Angst vor der Situation hatte, weil es einfach mal eine super unnatürliche Situation ist, wenn es gut läuft.

00:20:16: für den dann schlecht fünf Millionen Menschen sitzt oder so, was es manchmal gab.

00:20:21: Und jemand, der wirklich, wirklich ungeübt ist, da bin ich oft hingegangen und habe so meine Fragen auch so verschlammt, weiß ich, ich hätte die eigentlich präzise stellen können.

00:20:29: Ich wusste, was ich wissen wollte und ich konnte die... Aber ich habe dann

00:20:33: auch... Du bist ja an die Hand genommen.

00:20:34: Ja, ich habe Fehler eingebaut, damit derjenige nicht eingeschüchtert ist, noch zusätzlich durch den ganzen künstlichen Bums, der da sowieso ist.

00:20:44: Das... Kann ich total verstehen?

00:20:47: Du machst diese Relatability in deiner Art und Weise zu sprechen, weil du sprichst ja sehr, das könnte man meistens auch abdrucken.

00:20:53: Aber du holst das mir schon öfters aufgefallen, gerade jetzt, wenn ich dich nur höre.

00:20:58: Du holst deine Relatability über deine Intonation.

00:21:02: Also du hirbst deine Stimme, damit klingst du wie ein richtiger Mensch.

00:21:06: Nicht wie so ein Faktenroboter.

00:21:09: Man merkt, man hört Emotionen raus, wenn du redest.

00:21:12: Das macht's irgendwie greifbar, glaub ich.

00:21:16: Du musst

00:21:16: mal drauf achten.

00:21:18: Aber weil es dein Sport ist, glaubst du, dass du deshalb so genau darauf achtest, auch wie Politikerinnen kommunizieren?

00:21:26: Nee, ich denke mir immer nur, das sind ja Leute, die dafür da sind, ein ganzes Land irgendwie zu vertreten auf einer Art.

00:21:35: Und dann finde ich das immer blöd, wenn die sich für eine Art und Weise zu sprechen entscheiden, die von vornherein mal siebzig Prozent irgendwie nicht spricht.

00:21:45: Also

00:21:46: robotterhaft.

00:21:47: So robotterhaft, so viele Fachwörter, so viel so einfach.

00:21:51: so die meisten komplizierten, für die meisten komplizierten Wörter gibt's eigentlich auch ein richtiges normales Wort, was alle kennen.

00:21:59: Damit würde man das Ganze viel niedrigschwelliger halten und das Ganze irgendwie viel zugänglicher und viel weniger weit weg und abgehoben, glaube ich, wirken lassen, wenn die Leute irgendwie dem Ganzen einfach folgen können.

00:22:14: Und ich glaube, dass so ein, ich glaube wirklich leider, dass auch viel Erfolg von der, von der AfD einfach damit sich erklären lässt, dass die Leute das Gefühl haben, die verstehe wenigstens.

00:22:26: So, und ich glaube, wir hatten damals, ich weiß nicht, ob es in der letzten oder vorletzten Folge war, hat es zu mir diese... So eine grünen Politikerin aus Schleswig-Holstein, so eine ganz junge Ministerin.

00:22:36: War

00:22:36: die in der Vorletzung, in der ersten, die wir

00:22:38: zusammen

00:22:38: gemacht haben.

00:22:39: Genau, die irgendwie so ganz arm aufgewachsen ist und so.

00:22:42: Und dann ist es richtig weit gebracht, als Schwarzefrohne Landespolitik und Ministerposten auch bekommen hat und so eine richtige Erfolgsgeschichte.

00:22:49: Dann hast du mir einen Ausschnitt von der gezeigt und dann hat die auf einmal so geredet, wie so Politiker reden.

00:22:54: Und da hatte ich gesagt, krass, jetzt... Jetzt redet die so, dass keiner aus ihrer alten Siedlung sie mehr versteht.

00:23:00: Und das ist im Wesentlichen genau das.

00:23:02: Ich erwarte irgendwie von Politikerinnen und Politikern, dass sie zumindest diese Sprache auch beherrschen, die alle verstehen.

00:23:10: Die können ja dann immer noch gucken, was ist gerade das Publikum.

00:23:13: Hier kann ich mal ein bisschen schlaubergerischer sprechen, aber irgendwie auch so im Repertoire zu haben, dass nicht alle Leute Zeit haben, sich die ganze Zeit mit diesem Kram auseinanderzusetzen.

00:23:24: Und die trotzdem irgendwie wissen wollen, was Thema ist.

00:23:27: Und stellst du das fest an der neuen Bundesregierung, dass die das besser machen, als das die Alte gemacht hat?

00:23:32: Fällt dir da jemand auf?

00:23:34: Ach so, das ist mir auch aufgefallen.

00:23:36: Das fand ich super.

00:23:37: Tommy Schmidt und du, ihr habt ein zeitlang bei Gemisch des Hack euch seit so durchgegangen, ob ihr jetzt das ganze Kabinett inzwischen könnt.

00:23:44: Kannst du es?

00:23:45: Bist du durch?

00:23:46: Ich weiß nicht, ob ich das Ganze könnte, aber die meisten kriege ich, glaube ich hin.

00:23:50: Willst du eine Stichprobe machen?

00:23:51: Nee,

00:23:52: will ich überhaupt nicht.

00:23:53: Wo hagst du noch?

00:23:54: Das könnte ich nicht

00:23:56: zugeben.

00:23:56: Wo dich

00:23:57: hake?

00:23:57: Ja, es gibt so ein, zwei.

00:24:00: Also den Schnieder, den hätt ich mir niemals gemerkt, außer durch unsere Eselsbrücke.

00:24:04: Da hatten wir Schnieder, Schniedel, Verkehr.

00:24:07: Aha, ich kann mir

00:24:08: mit.

00:24:09: So habe ich mir das gemerkt.

00:24:10: Schnieder, ja, den hätt ich auch nicht gewusst.

00:24:12: Schnieder, Verkehrsmiss, da.

00:24:14: Dann gehst du in so ein paar Sober.

00:24:16: Ich stocke immer beim Landwirtschaftsminister im Radio gehört.

00:24:19: Der

00:24:19: heißt

00:24:20: Alois Reiner.

00:24:21: Genau, Alois hätte ich auch gehört.

00:24:23: Reiner und so und genau.

00:24:24: Also einfach ist es nicht.

00:24:26: Und kändlich geworden sind längst nicht alle von denen im Laufe der Zeit, muss ich sagen, auch nicht durch eine auffallende, präzise Gewinn.

00:24:33: Das ist dann gerade Wirtschaftsminister, die Reiche, oder?

00:24:36: Frau Reiche.

00:24:37: Da kriegt man nicht so viel mit.

00:24:39: Ja, da gibt nicht viele Interviews.

00:24:41: Die hatte Auftritte und ich finde auch, dass die eine der auffälligeren Erscheinungen im Kabinett ist, weil sie durchaus

00:24:48: ... Ein optisch oder vom ...

00:24:51: Nee, von dem,

00:24:51: was sie tut.

00:24:53: Also

00:24:53: vielleicht auch von der Art, wie sie redet, das fällt mir auch auf.

00:24:56: Das finde ich ein bisschen strange.

00:24:58: Ehrlich gesagt sehr angespannt, nämlich das war klemisch so mit Nachdruck.

00:25:03: Ja, genau.

00:25:03: Also da ist irgendwie gar kein, in meinem Empfinden bitte, ich will nicht unrecht tun, aber wenig Charme erkennbar so.

00:25:11: Das ist zum Beispiel was, was ich von mir, von einer Politikerin und einem Politiker erwarte, dass der auch eine Art von freundlicher Ausstrahlung hat, die mich ein bisschen... Krichte und so, was ich als vielleicht sympathischer empfinde, aber wichtiger noch, da bin ich auch bei dir, dass man präzise spricht.

00:25:28: Ich habe übrigens was nachgeguckt.

00:25:29: Ich dachte, welcher der Namen ist am häufigsten gegoogelt worden, dachte, finde ich noch was raus.

00:25:34: Aber wenn du guckst, welche Persönlichkeiten, deutsche Persönlichkeiten, zwanzig, fünfundzwanzig am häufigsten gegoogelt worden sind, dann ist auf eins.

00:25:44: Haftbefehl.

00:25:45: Und auf zwei, Friedrich Merz.

00:25:47: Okay, witzig.

00:25:48: Okay, ja, Merz.

00:25:49: Die meisten wahrscheinlich gekannt.

00:25:51: Haftbefehl, den Rapper, über den ich diese, wie ich fand, supergute Netflix-Doku gab.

00:25:58: Da gab es sicherlich viele, die erst mal geguckt haben, wer ist das überhaupt?

00:26:02: Alle über dreißig, ja.

00:26:03: Ja, bin ich auch.

00:26:04: Darf ich sagen, du auch.

00:26:05: Knapp drüber hier auch,

00:26:06: ja.

00:26:07: Ich werde sieben und dreißig in einer Woche.

00:26:09: Das ist krass.

00:26:10: Findest du nicht gut?

00:26:11: Ach, ich mach mir gar nicht so viel daraus, aber irgendwie, das klingt einfach.

00:26:15: Also, wenn man so aufwächst, dann ist man ja in seinem Selbstverständnis immer jung.

00:26:21: Ja.

00:26:22: So, und dann merkt man irgendwann, ja, okay, also, ich hab immer noch dieses Gefühl, ich bin ja immer der FBI, mein Leben lang immer ein junger Typ.

00:26:28: Aber jetzt bin ich aber langsam in die thirty.

00:26:29: Und da muss man das langsam wie so neu kalibrieren.

00:26:32: Aber ich kann dir sagen, ich werde im März.

00:26:34: Also freut mich, dass du dran denkst und dann sicherlich Schamant gratulierst.

00:26:39: Definitiv.

00:26:40: Ja, definitiv.

00:26:41: Also, achtzehnter März ist es.

00:26:45: Ja, daher finde ich auch krass.

00:26:47: Also, hätte ich mir auch nie vorstellen können, konnte ich nicht denken in so einer Kategorie, dass ich mal sechzig

00:26:52: bin.

00:26:53: Ja, das ist so ein Alter, was eigentlich nicht betrifft eigentlich.

00:26:56: Ja, so war das in meinem Empfinden immer.

00:26:58: Aber ich halte es mit Franz Müntefelgen, finde ich einen guten Rat, der ist jetzt weit über achtzig.

00:27:02: Und der sagt, wenn du hundert werden willst, musst du alles mit dem sieben, dreißig, sechzig, ja geht ja nicht anders.

00:27:07: So, also das ist es.

00:27:09: Lass uns zurückkommen auf die neue Bundesregierung.

00:27:11: Ich hatte dich gefragt, nimmst du da eine Verbesserung wahr?

00:27:13: Denn eins muss man sagen, die hatten sich viel vorgenommen.

00:27:16: Die verstehen sich ja selber als Arbeitskoalition.

00:27:19: So, die wollen die Dinge anpacken, träumen dann aber... von Politikwechseln, also was hat mindestens die CDU-Unterführung von Herrn Merz vorgehabt.

00:27:29: In Herbst der Reform wollte er ins Werksetz.

00:27:32: Nader gesagt, sie wollten sich nicht mehr streiten, nicht in diesen immergleichen Auseinandersetzungen öffentlich ausgetragen verlieren, wollten dieses stabile Bild abgeben, was wir beide uns auch gewünscht haben, wollten handlungsfähig sein, ganz genau, um bei der nächsten Bundestagswahl dann hoffentlich nicht noch mehr stimmen, an die AfD zu verlieren.

00:27:54: Stichwort letzte Patrone, wie der Großpoet Markus Söder das genannt hat.

00:28:01: Aber man muss sagen, das Vertrauen in Menschen ist nicht da.

00:28:05: Nur habe ich jetzt nochmal nachgeschaut, im deutschen Trend, im Dezember.

00:28:11: Neunzehn Prozent der Deutschen vertrauen dieser Jahr.

00:28:15: Jetzt erst gehören acht Monate arbeitenden Bundesregierung.

00:28:19: Am Schluss der Ampel waren es vierzehn Prozent.

00:28:22: Da

00:28:22: ist nicht mehr viel.

00:28:23: Jetzt frage ich mich.

00:28:24: Woran liegt das?

00:28:26: Haben wir uns angewöhnt, nicht mehr zu vertrauen, nervt vollständig.

00:28:32: Und das ist wie so vorauseilend, dass wenn Infratestima-Bahn ruft, du wirst gefragt, vertraust du das?

00:28:39: Nee, weil man das jetzt so für sich als nur eine Art von Verhaltensweisen gegenüber Bundesregierung übernommen hat.

00:28:47: Ich glaube, ich könnte mir vorstellen, dass auch viel die alte Regierung dann auch mit Negativ drauf einzahlt.

00:28:57: Also, ich glaub nicht, dass die neue Regierung bei Null gestartet ist, sondern im Minusbereich, weil die Leute so abgefuckt von dem Projekt davor waren, so dass ... Sie müssen sich quasi erst mal auf Null hocharbeiten, ich glaub.

00:29:10: Deshalb hatten die's, glaub ich, einen schwereren Staat, glaub ich, einerseits.

00:29:15: Andererseits find ich diese Kommunikationsstrategie, wir sind eine Arbeitskoalition so ... finde ich irgendwie merkwürdig, das so offen nach außen zu tragen, weil es irgendwie so als wenn so deine Eltern so zusammenwohnen und so dem Kind sagen, wir lieben uns nicht.

00:29:30: Wir sind hier nur für dich.

00:29:31: Also, finde ich irgendwie eine komische, ich verstehe, also die Strategie verstehe ich nicht so ganz.

00:29:38: Naja, ich glaube, es hat was von, wir packen das an.

00:29:41: Ich bin nicht so

00:29:42: hochfliegend unterwegs wie vielleicht die vorherige Koalition, die sich ja die Fortschrittskoalition genannt hat.

00:29:48: Und dann kommst du sowieso ehrlich daher.

00:29:51: Ja, wir arbeiten.

00:29:53: Ich hatte das jetzt eher so verstanden, dass die Partei jeweils noch ihrem eigenen Lager sagen will, wir gehen nicht zu sehr auf die anderen ein.

00:30:00: Auch.

00:30:00: Ja, das kann aber ...

00:30:04: Das beobachtet man ja auch.

00:30:05: Ja, genau, das kann

00:30:06: gut so sein.

00:30:07: Das stimmt.

00:30:09: Und das meistens nicht so ... Ich weiß halt immer nicht, wie viele so normale Leute so ... mitbekommen.

00:30:17: So was wie Friedrich Merz sagt, keine neuen Schulden.

00:30:21: Und dann noch, bevor er offiziell im Amt ist, gibt's einfach die größte Schuldenpaket ever.

00:30:26: Ich weiß nicht, ob normale Leute so was interessiert.

00:30:28: Und ob die das so mitbekommen, ob das quasi ... so ein ... so ein ... so ein ... neunzent Prozentergebnis da erklärt.

00:30:35: Oder ob's einfach nur so ein genereller ... Ich meine, die Umfrage, wenn die von Dezember war, dann war das relativ nah dran an diesem ganzen Rentenscheiß und so.

00:30:42: Genau.

00:30:43: Ich glaube, ich glaube, es kommt auch immer voll drauf an, in was für eine Phase so eine Frage gestellt wird.

00:30:47: Ja, jetzt war es kontinuierlich so.

00:30:49: Es ist eigentlich immer nur noch schlechter geworden.

00:30:51: Irgendwann war mal mal zwanzig Prozentig.

00:30:53: Habe ich nachgeguckt, kann ja nicht präzise sagen wann, aber ist eigentlich immer dann weiter runtergegangen.

00:30:58: Deshalb kommt es mir vor wie so ein... übliches, üblich gewordenes Verhalten gegenüber Bundesregierung.

00:31:06: Aber da du die Rente ansprichst, das ist, glaube ich, ein gutes Beispiel, in der Tat auch für das, was du empfindest, dass du nicht wirklich verstehst, wovon die da eigentlich reden, oder?

00:31:16: Das ist ja völlig unmöglich, dass du verstehen.

00:31:19: Also, weil, also, ich habe mehrere Talkshows mir angeguckt, wo wirklich so Da hat er so ganz grundlegend probiert, quasi das Problem mal aufzuwickeln so.

00:31:37: Und selbst da hab ich's nicht verstanden.

00:31:40: Weil es geht ja irgendwie um eine Rentensteigerung in Relation zur Lohnsteigerung über die Zeit.

00:31:48: Genau.

00:31:50: Das kriegt man ja noch irgendwie so verarbeitet.

00:31:53: Dann geht's die ganze Zeit um irgendwelche Prozent-Sätze.

00:31:57: Irgendwas mit ... Und die Junge will irgendwie ... Und dann geht's um irgendeine Halte-Linie.

00:32:04: Ja, das ist die.

00:32:07: Und aber die ... Ich weiß gar nicht.

00:32:12: Ich glaub, die SPD sagt immer, es geht um Rentenkürzungen, geht's aber nicht.

00:32:15: Es geht ja quasi nur um Kürzungen in den Erhöhungen.

00:32:17: Genau.

00:32:18: So, was ein bisschen ein vieler Trick ist.

00:32:20: Ja, stimmt.

00:32:21: Aber irgendwo in diesem Wust so ... steige ich dann aus, intellektuell, so bin ich zu blöd für.

00:32:29: Und wenn da dann so viel drüber geredet wird, so, also das ist ganz viel politische Aufregung, quasi ein Thema, was ich zumindest nicht verstehe, so, das gibt's.

00:32:40: Und dann gibt's parallel dazu noch so Experten, die sagen, ja, das bringt eh alles gar nichts, weil der demografische Wandel verlangt viel größere, viel grundlegendere Rentenmaßnahmen.

00:32:51: Dann denkt man sich so als, okay, ihr streitet euch über was, was ich nicht verstehe, die sagen, das bringt überhaupt nichts, worüber ihr euch streitet.

00:32:58: Und jetzt sagt ihr im Endeffekt, ja, wir machen das jetzt so und machen dann irgendeine Kommission, macht das dann irgendwann anders.

00:33:04: Ja, was ist so, du hast ja alles verstanden, Felix.

00:33:06: Aber ja, eben nicht, weil ich dir wirklich nicht sagen kann, was... Also ich kann mir auch keine Meinung dazu bilden.

00:33:15: Doch, ich glaube, die hast du dir gebildet, weil es ist dir aufgefallen, dass... Du sagst, du sei es intellektuell nicht dazu, in der Lage das nachzuverziehen.

00:33:26: Wir kommen aber eigentlich von dem Punkt, es ist dir nicht gut genug erklärt worden.

00:33:30: Ich finde es super, wenn Lance das in seiner Sendung gemacht hat, das er mal versucht hat.

00:33:33: das einfach mal auseinander zu piddeln.

00:33:36: Ich habe es mir auch versucht, klarzumachen, ich gebe, aber zu, ich bin auch keine Rentenexpertin, wenn ich eins weiß, auch über die zurückliegenden Jahre Rentenpolitik.

00:33:44: Wann immer das das Thema war, habe

00:33:46: ich mir auch

00:33:47: fragt, weil diese sogenannte Rentenformel ist halt so kompliziert und alles, was da eine Rolle spielt.

00:33:53: Hier war es jetzt aber so, um uns nochmal einmal zu versuchen und dann auch mit dir drauf zu gucken oder mal nachzuhören, ob zum Beispiel Mert sich bemüht hat, das doch dann mal ganz gut zu erklären.

00:34:03: was eventuell nicht wirklich erklärbar ist, will ich das nochmal einmal versuchen.

00:34:08: Also was ja verabschiedet wurde jetzt, gerade Anfang Dezember, nach langem Streit ist das sogenannte Rentenpaket.

00:34:16: Da hat man ja ein paar Vorschläge zusammengepackt, die jeweils im Interesse der beteiligten Parteien waren.

00:34:22: Die CDU war unbedingt für die sogenannte Aktivrente, wo du also, wenn du nach Renteneintritt noch weiter Arbeit, das kannst du steuerfrei bekommen.

00:34:31: Du willst also Menschen dazu bringen, dass sie noch im Job bleiben und dass sie das besser mit ihren sonstigen Einkünften zusammenbringen können.

00:34:42: Dann ist, das wollte die CSU unbedingt, die Ausweitung der sogenannten Mütterrente, genau.

00:34:48: Und dann kommt die am meisten umstrittene Haltelinie ins Spiel.

00:34:53: Und die Stabilisierung des Rentenniveaus bis zwanzig-einunddreißig bei achtundvierzig Prozent des Durchschnittslohns.

00:35:03: Das will die SPD so machen.

00:35:07: Genau, da wird es jetzt da verstehst du mal nicht.

00:35:09: Achtundvierzig Prozent vom Durchschnittslohn.

00:35:12: Genau, das ist nur eine Rechengröße, dass du sagst, wir haben einen Durchschnittslohn in Deutschland.

00:35:18: Das sind sagen wir auf viertausend Euro und davon achtundvierzig Prozent.

00:35:21: Genau,

00:35:22: da soll das Rentenniveau stabilisiert bleiben bei diesen achtundvierzig Prozent.

00:35:27: Und dann ging es darum, dass die sogenannte junge Gruppe...

00:35:31: Stop, stop, sorry, genau an diesem Punkt steige ich immer aus.

00:35:34: Okay, nehmen wir jetzt fiktive Zahl, Durchschnittseinkommen Deutschland sagen wir jetzt... Das ist jetzt quasi die Referenzgröße.

00:35:47: Aber wo kommt da jetzt diese Rentensteigerung im Relation zur Lohnsteigerung Komponente rein?

00:35:55: Wo ist die damit drinnen?

00:35:57: Man macht da die so gante Halterlinie.

00:36:00: Also du fällst nicht runter.

00:36:01: Deshalb ist es eben genau, wie du es auseinandergepiddelt hast.

00:36:05: Es ist nicht lauter, dass die SPD immer gesagt hat, ha, ha, wir werfen uns allen in den Weg, die die Renten kürzen wollen.

00:36:15: Darum ging es nie.

00:36:16: Es ging immer nur darum, dass man sie nicht so schnell steigen lässt wie oder...

00:36:23: Aber wo kommt dieses Steigendeinspiel?

00:36:25: Also wenn du bleibst bei forty- acht Prozent des Durchschnittslohns, dann bleibst du, also das Steigen kommt insofern ins Spiel, als eigentlich ist es so,

00:36:40: dass... Okay, ich glaube, ich verstehe es.

00:36:42: Vielleicht, weil die Durchschnittslöhne, es gibt da einfach eine Lohnsteigerung so über Zeit.

00:36:47: Man probiert ja immer Inflation plus ein bisschen, aber okay.

00:36:49: Also quasi diese Achtendvierzig Prozent wird immer in absoluten Zahlen höherer Betragung.

00:36:55: Und die Renten bleiben immer bei diesen Achtendvierzig Prozent, aber steigen nicht in dem gleichen Maße mit hoch.

00:37:01: Genau, du bleibst bei diesen.

00:37:04: Und eigentlich wäre es aber so.

00:37:06: Und darauf bezieht sich die junge Gruppe.

00:37:08: Also das sind die Abgeordneten der Jungen Union in der Unionsfraktion ist aber auch wurscht.

00:37:12: Also jedenfalls junge Menschen unter thirty-fünf, glaube ich, sind die in der Regel und sonst darfst du nicht mehr bei der Jungen Union mitmachen.

00:37:20: Also die haben jedenfalls gesagt, bitte.

00:37:24: Die haben aber jetzt da in diesem Gesetzentwurf drinstehen, dass nach zwanzig-einunddreißig von achtundvierzig Prozent aus weiter gerechnet wird.

00:37:34: Wenn man nicht eingegriffen hätte als Politik, hätte man an dem Punkt von siebenundvierzig Prozent Pazakwetschte weiter rechnen müssen.

00:37:44: Und da klafft eine Lücke.

00:37:46: Das kostet Geld.

00:37:47: Die kostet laut junger Gruppe auch hundertzwanzig Milliarden.

00:37:49: Ganz genau.

00:37:50: So.

00:37:50: Und darum ging es jetzt die ganze Zeit, dass man sagt bitte, wir verabreden was hier über zwanzig, einunddreißig hinaus.

00:37:57: Das ist überhaupt gar nicht so im Koalitionsvertrag und in allen Gesprächen verabredet.

00:38:02: Das kann nicht sein.

00:38:04: Ihr lauft da, weil ihr es vielleicht nicht gesehen habt, in eine Verabredung, die wir nicht mittragen können, die einfach richtig, richtig teuer kommt.

00:38:12: So, und jetzt will ich dir vorspielen, wie Friedrich Merz versucht hat, das zu erklären beim Arbeitgebertag am fünfundzwanzigsten November.

00:38:21: Und meine Damen und Herren, wenn man eine Haltelinie verlängert, dann ist doch völlig klar, dass das, was dann einsetzt, nicht das wäre, was wäre, wenn man früher aufgehört hätte, sondern dass das gilt, was dann gilt.

00:38:37: Ich wiederhole mein Beispiel mit dem Auto.

00:38:40: Wenn Sie irgendwann zwischendurch auf Ihrem Weg anhalten und später weiterfahren, dann fahren Sie an der Stelle weiter, wo Sie sind und nicht an der Stelle, wo Sie wären, wenn Sie nicht angehalten hätten.

00:38:52: Ist doch klar.

00:38:55: Ich merke, es rattert jetzt gerade.

00:38:59: Mit dir aufgerattet?

00:39:00: Also das zweite hat es schon gebraucht.

00:39:03: Also das Bild mit dem Auto fand ich verständlich.

00:39:05: Das erste hat er, glaube ich, selber nicht verstanden.

00:39:09: Ich glaube auch.

00:39:10: Es hatte so ein bisschen diese Edmund Ströber-Flughafen-Transports-Walz.

00:39:13: Genau.

00:39:14: Ja, ein bisschen.

00:39:15: Aber natürlich, März redet schon gerade aus dem letzten Punkt.

00:39:18: Und ich finde total nett zu merken, dass ich glaube, er spürt gute leeren Sichter.

00:39:23: Die Leute checken es nicht, ja.

00:39:25: Und dann sagt er aber... in völliger Verkehrung lässt, was er, glaube ich, wahrnimmt, sagt er, ich merke es ratert.

00:39:34: Ja, März ist eigentlich, ich bin jetzt mal völlig unabhängig von meiner persönlichen Sympathie für Friedrich März oder so.

00:39:43: Aber März ist eigentlich jemand, der probiert, immer mal einen rauszuhauen, den jeder versteht.

00:39:51: Ja, sind's gut?

00:39:52: Das finde ich an sich gut.

00:39:55: Äh, dann schießt man auch hier und da mal daneben.

00:39:57: So, das ist ein bisschen der Preis, den man bezahlt.

00:39:59: Und vielleicht würde ich mir wünschen, dass ... dass Medien Deutschland ... da nicht immer ganz so hart mit ihm ist.

00:40:08: Weil ... Weil man dann am Ende wieder so ein Scholz-Obotter kriegt, der Sachen sagt, die dann nicht mehr angreifbar sind, aber dadurch dann halt auch komplett Inhaltsentleert oder halt gar nicht mehr zugänglich.

00:40:21: Also, da würde ich ... Da würde ich ... mir manchmal wünschen, dass man dem vielleicht mal so ein Spruch verzeiht oder vielleicht nicht immer so das Schlimmste mögliche reininterpretiert und dann aber dafür als als als Belohnung quasi bekommt die Bevölkerung jemanden, dem man wegen's ab und zu mal versteht,

00:40:39: oder?

00:40:40: Find ich einen guten Punkt, den du da hast, kann ich total mitrelaten.

00:40:44: Find ich auch, wenngleich ich dann an anderer Stelle mich selber dabei ertappe, dass es, dass mich manches nervt.

00:40:51: Ja, so was wie dieses Brasilien-Ding, so, das muss nicht sein.

00:40:54: Nee, das muss nicht sein.

00:40:55: Das kannst du nicht bringen als Kanzler.

00:40:56: Das war auch insofern nicht nett, als dass er auch die Vertraulichkeit den Journalistin gegenüber bricht.

00:41:02: Weißt du, das gilt

00:41:03: ja auch.

00:41:04: Da geht

00:41:04: er dann hin und sagt irgendwie, nee, die sind alle froh wieder zurück zu sein.

00:41:07: Niemand wollte da bleiben.

00:41:09: Das ist nicht

00:41:09: gut.

00:41:09: Nee, da war alles falsch dran.

00:41:11: Stadtbild,

00:41:11: was hast du da gedacht?

00:41:12: Stadtbild, hab ich mir gedacht, dass ... Manchmal hat man schon das Gefühl, man muss sich Friedrich Merz greifen und ihm sagen, dicker Alter, du bist nicht mehr Oppositionsführer, du bist Kanzler.

00:41:26: Das hab ich da auch gedacht.

00:41:27: Was du sagst, hat eine andere Strahlkraft.

00:41:31: Aber wenn man alle bösen Unterstellungen außen vorlässt, so ... kann man ja nicht ... Kann man ja nicht so tun, als wenn man mit offenen Augen durch die Gegend läuft, durchs Leben läuft, nicht wüsste, was er meint.

00:41:48: Also als wenn das so komplett an den Haaren herbeigezogen wäre.

00:41:53: So, ich fand diese Kontextualisierung... quasi Stadtbildprobleme direkt mit Flüchtlingen zu verknüpfen, war halt schwierig so.

00:42:01: Mit Abschiebungen.

00:42:02: Mit Abschiebungen, genau, als wenn das Problem so abschieben könnte.

00:42:06: Das war auf jeden Fall unglücklich so.

00:42:09: Aber so zu tun, als wenn es nicht Probleme im Stadtbild gäbe.

00:42:16: Einfach nur, um ihn möglichst blöd dastehen zu lassen, das finde ich ein bisschen realitätsfremd.

00:42:21: Bin ich auch bei dir, kann ich sofort auch wieder zustimmen, aber wir können es das ja nochmal anhören, weil das echt natürlich ein... echtes Ereignis in diesem Jahr war.

00:42:31: Und weil es auf das Einzelt, was du gerade entwickelt hast, was ich auch empfinde, ich mag, wenn Politikerinnen auch Politiker fähig sind, sich klar auszudrücken.

00:42:42: Und wenn die eine Rhetorik haben, wo du sagst, oh wow, das ist Druckreif, das beeindruckt mich jetzt.

00:42:48: Aber du musst halt eben auch aufpassen, das habe ich auch in diesem Jahr nochmal neu gelernt.

00:42:53: Ob du rollen sicher unterwegs bist, ob du in deiner Rolle gebieten bist, ob du eben jetzt noch eben der Oppositionsführer warst und dich wiederfindest beim Antrittsbesuch in Brandenburg, da war das ja als Kanzler, da musst du eventuell zwei, drei Sekunden mehr nachdenken.

00:43:08: Oder aber wir hören uns mal an, dass dann sehr rasch wieder einsammeln, was da im Kontext an Verwerfungen entstanden ist, die nicht gut war.

00:43:19: Bei der Migration sind wir sehr weit.

00:43:22: Wir haben in dieser Bundesregierung die Zahlen August, August, August, August, August, im Vergleich um sechzig Prozent nach unten gebracht.

00:43:29: Aber wir haben natürlich immer im Stadtbild noch dieses Problem und deswegen ist der Bundesinnenminister ja auch dabei, jetzt in sehr großem Umfang Rückführungen zu ermöglichen und durchzuführen.

00:43:39: Das muss beibehalten werden, das ist in der Koalition verabredet.

00:43:43: Ja, also er kommt sogar von den Abschiebungen her, baut das Stadtbild dazwischen und ist danach wieder bei den Rückführungen, wie die Feind genannt werden, die der Bundesinnenminister zu ermöglichen und durchzuführen hat, genauso wie es verabredet sei.

00:43:59: So das ist der Mist an dieser Äußerung.

00:44:02: Die Konnotation ist einfach falsch, wenn du hingehst und sagst, am Stadtbild stört mich vor allem das.

00:44:10: Das fand ich nicht gut.

00:44:11: Das ist richtig, aber es gibt ja schon einfach Probleme mit Leuten, die geflüchtet sind und hier sind und die einfach keine Mission hier haben, die einfach in irgendwelchen kleinen Scheißunterkünften hausen, wo ich mich auch nicht aufhalten würde den ganzen Tag, die dann einfach rausgehen und an öffentlichem Platz nahm Alex oder sonst wo halt rumlungern so, ohne Perspektive, ohne irgendwas zu tun und das ... Also es ist auch menschlich total nachvollziehbar, dass man nicht in seinen komischen Barakten da abhängt.

00:44:45: Aber wenn sich das einfach noch mit so einer Drogenszene, die es in Städten ja auch überall gibt, also wenn sich das alles so vermischt auf einem Ort komprimiert, dass das irgendwie... schon auch problematisch sein kann, so ehrlich muss man sein.

00:44:59: Vorkommen

00:44:59: richtig, also

00:45:00: das ist ja... Und ich glaube, interessanterweise, dass er mit dieser Stadtbilddebatte, es hat so viele Leute mit Abitur irgendwie schockiert, aber ich glaube ganz... Viele Leute mit Abitur.

00:45:08: Ja, aber wirklich, aber ich glaube ganz viele normale Leute so aus dem Leben dachten sich, ah ja.

00:45:13: Stimmt.

00:45:13: Es hat auch viele Menschen

00:45:15: von den letzten Migrationshintergrund

00:45:16: haben.

00:45:17: Das weißt du sicherlich auch.

00:45:19: Garantiert, aber es hat garantiert auch vielen Leuten, die Migrationshintergrund haben, aus der Seele gesprochen.

00:45:26: Also irgendwelche Menschen, die seit Jahren, Jahrzehnten oder Generationen in Deutschland sind sich hier irgendwie was aufgebaut, haben einfach so ein normales Leben leben.

00:45:36: Die sind ja auch keine Fans von Leuten, die hier neu dazu kommen und scheiße bauen.

00:45:40: Ja, nein, aber das wäre ja die Präzision gewesen, die es verlangt hätte.

00:45:44: Ich bin total bei dir, das hast du eben auch so gesagt, über das Stadtbild.

00:45:49: Das wäre ein... Topvorlage, um eine wirklich wichtige Debatte zu führen.

00:45:56: Das wäre total wichtig gewesen.

00:45:58: Dann würde ich mir wünschen, dass März vielleicht den... Das wäre wirklich eine interessante Sache, weil ich beobachte z.B.

00:46:06: bei mir, ich bin in Neukölln aufgewachsen und jetzt wohne ich in Kreuzberg, in der Nähe von Kotti, von Cottbusator.

00:46:14: Für die Nicht-Berliner, das war schon immer eine schwierige Gegend.

00:46:17: Aber es ist wirklich in den letzten... zehn, fünf bis zehn Jahre wirklich noch mal deutlich schlechter geworden.

00:46:23: Und den Eindruck habe ich an verschiedenen...

00:46:25: Was nämlich du warst?

00:46:26: Also meine Theorie ist, dass die... Unmittelbar am Kottie hat man eine kleine mobile Polizeistation hingebaut, weil der Kottie halt neben Drogen-Hotspot und so war es schon immer, ist aber auch ein bisschen Party-Hotspot.

00:46:39: Viele Touris, viel Gastronomie.

00:46:41: Nee, da muss die Polizei hin.

00:46:42: Genau, da muss die Polizei hin, damit die Touris sich da sicher fühlen.

00:46:45: Wirklich?

00:46:45: Ach so, ich dachte gerade, dass die Reppen

00:46:47: so viel schaden.

00:46:48: Damit die Touris da in Ruhe saufen gehen können, so mäßig.

00:46:51: Und dadurch hat sich dieses Problem einfach so wirklich so ... einfach so hundert Meter verschoben.

00:46:57: Und diese hundert Meter sind jetzt direkt vor meiner Haustür, da ist so ein kleiner Park.

00:47:01: So, und da, da ist das jetzt.

00:47:03: Und, äh, aber es gibt, gibt viele Orte in Berlin, die einfach so in letzter Zeit so merklich schlechter geworden sind.

00:47:09: Und ich würde mal interessieren, ob das einfach nur so subjektive Wahrnehmung ist, ob sich das jeweils einzeln so erklären lässt, durch genau sowas, wie da ist so eine Polizeischutzung, deswegen hat sich jetzt ein bisschen weiter nach da verschoben.

00:47:19: Oder ob das Problem wirklich größer geworden ist.

00:47:22: Und, äh, so ... So eine Aussage von, er hat ja voll gut der Anlass dafür sein können, das mal zu checken.

00:47:28: Ja voll.

00:47:29: Also dass man da mal so sich garantiert, so Drogenkriminalitätsstatistiken, Raubdelikte, Gewaltdelikte, Beschaffungskriminalität.

00:47:38: Das würde mich ja wirklich interessieren.

00:47:40: Und darüber wissen wir jetzt aber nichts.

00:47:42: Nichts.

00:47:42: Also das sagt eine Freundin von mir, sagt er auch, Merz weiß gar nicht, was er da eigentlich für ein super Thema gefunden hat, über das es sich wirklich, wirklich im großen Stil nachzudenken, lohnte und auch eine echte Debatte lohnte.

00:47:56: Aber das genau hat er nicht gemacht.

00:47:58: Er macht diese Konnotation den Kontext, den wir schon uns angeguckt haben, Abschiebung, Rückführung und so davon, was es hier, was gibt es hier an Drogenproblematik, an Verwahrlosung.

00:48:09: Menschen, die Not sind, die nicht mehr wissen, wohin mit sich, die nicht integriert sind, die keine Angebote bekommen.

00:48:15: Das hat er ja alles genau erstmal jedenfalls nicht gemeint.

00:48:18: Das kommt erst ganz

00:48:20: am Schatz auf der

00:48:20: Strecke dahin.

00:48:21: Das will ich noch mit dir anhören.

00:48:23: Felix kommt ja noch ein Unterton mit rein, der dann endgültig auch genauere

00:48:27: Töchter aufwortet.

00:48:28: Das sind wahrscheinlich die Töchter, aber lassen wir uns auch ganz kurz eine Zwischenstation da.

00:48:31: Aber es gibt schon auch eine Connection zwischen diesen Ja, wie soll man sagen?

00:48:40: Zwischen Rummlung an den Flüchtlingen und Drogen.

00:48:44: Klar.

00:48:45: Natürlich.

00:48:47: Die kommen hier schwerst traumatisiert, ohne alles an.

00:48:50: So zu tun, wenn Drogen nicht einerseits eine Flucht für die eigenen Emotionen wären oder andererseits eine Möglichkeit, um Geld zu verdienen und über die Runden zu kommen.

00:48:59: Man darf diese Realitäten nicht ausblinden.

00:49:01: Ja,

00:49:01: klug.

00:49:02: Ja, wichtig.

00:49:03: Gut, dass du es gesagt hast.

00:49:05: Also es kommt noch eine zusätzliche Schärfe dann rein.

00:49:08: Und ich finde, das kann man jetzt, weil wir auf die Sprache, die Kommunikation, auf die Rolle dieses Kanzlers, wie er sie versteht oder noch nicht versteht, gucken wollen, finde ich das noch mal einen guten Ton, sich den noch mal einmal anzuhören.

00:49:22: Und mir fällt dabei immer auf die Angriffslust, mit der der vorgetragen wird.

00:49:27: Ich weiß nicht, ob Sie Kinder haben.

00:49:29: Und wenn unter diesen Kindern Töchter sind, dann fragen Sie mal Ihre Töchter an.

00:49:33: was ich damit gemeint haben könnte.

00:49:35: Ich vermute, Sie kriegen eine ziemlich klare und deutliche Antwort.

00:49:38: Ich habe gar nichts zurückzunehmen.

00:49:40: Im Gegenteil, ich unterstreiche es noch einmal.

00:49:42: Wer es aus dem Lebensalltag sieht, weiß, dass ich mit dieser Bemerkung, die ich der letzte Woche gemacht habe, recht habe.

00:49:50: Ich habe sie übrigens nicht das erste Mal gemacht und ich habe sie auch nicht als Einziger gemacht.

00:49:54: Es gibt viele, die das so sagen, die das so bewerten und so beurteilen.

00:49:58: Und noch einmal fragen Sie Ihre Kinder fragen sie, ihre Töchter fragen sie im Freundes- und Bekanntenkreis herum.

00:50:06: Alle bestätigen, dass das ein Problem ist, spätestens mit Einbruch der Dunkelheit.

00:50:11: Also da muss man ja sagen, er war gefragt worden, ob er da was zurückzunehmen hat, weil die erste Aussage so viel Diskussionen ausgelöst hatte.

00:50:20: und er sagt, ne, ich hab da genau gar nichts zurückzunehmen, er sagt aber hier ja... überhaupt nichts Inhaltliches.

00:50:27: Er geht nicht mit einem Wort darauf ein, was er denn wirklich gemeint haben könnte.

00:50:31: Das macht er erst viel später dann am Ende der Woche als auch ihn erreicht hat.

00:50:36: Warte mal, das läuft hier nicht mehr gut.

00:50:38: Das ist gar nicht die Debatte, die er anstoßen wollte oder den Punkt, den er machen wollte.

00:50:43: Da ist er dann in London bei einem Termin und liest dann sicherheitshalber mal vom Zettel ab genau, dass er sagt, eigentlich störe ich mich an den Menschen, wie das sicherlich viele andere tun.

00:50:55: die ohne Aufenthaltsrecht und Arbeit in Deutschland leben und die sich dann, und das finde ich die wichtige Zuschreibung, die sich nicht an Regeln halten.

00:51:08: Das, glaube ich, hat man dann... irgendwann auch verstanden und das war wichtig, dass er das dann nochmal konkretisiert hat.

00:51:15: Zuletzt hatte sich in einer ARD-Wahl-Arena, nee, heißt die so, ARD-Die-Arena einfach so, hat er sogar gesagt, nee, das war nicht gut, er hätte vielleicht viel früher sagen sollen, was ich konkret damit meine.

00:51:30: So, nochmal, er braucht diese drei Anläufe.

00:51:35: Aber glaubst du, glaubst du ohne, ohne dass er in einem bestimmten Milieu eh nicht so viele Sympathien genießt.

00:51:47: Und ohne vielleicht die kleinen Pashas oder so als Vorgeschichte hätte er das danach so einsammeln müssen.

00:51:55: Im Sinne von hätte man es mit dem, was er gesagt hat, auch unproblematischer verstehen können, wenn man ihm nicht das Böses unterstellen würde.

00:52:07: Weißt du, ich meine?

00:52:08: Ja, ich weiß, was du meinst.

00:52:11: Das kann ich dir nicht sagen.

00:52:12: Weil auch dieses Fragen sie ihre Töchter.

00:52:14: Ja, was sollte das?

00:52:15: Das ist natürlich auch wieder so dieses Ungefähre.

00:52:17: Und da hat er irgendwie, wenn er nicht Friedrich Merz über dich sagt, da hat er irgendwie, war er auf Koksen, hatte irgendwie gar so einen Anfall.

00:52:25: Ich fresse eure Kugeln mäßig, so jetzt noch extra einen drauf.

00:52:28: Hat er natürlich nicht, aber so, also das wirkt ja irgendwie so, als wenn er irgendwie so kurz Mut getankt hat.

00:52:32: Und jetzt, nee, ich muss das jetzt mal stehen hier drin.

00:52:34: Da lässt er ja auch dieses Ungefähre, aber auch da.

00:52:38: So zu tun, als wenn herumlungernde Männer, jetzt mal völlig egal, welche Ethnir, ohne Perspektive vielleicht noch betrunken, jetzt unangenehm sind, als Frau da nachts allein langzugehen.

00:52:51: Das ist ja auch wahr, natürlich stimmt das.

00:52:53: Ja, wollte ich gerade sagen, das ist wahr.

00:52:55: Also das ist absolut wahr und da muss man ja wirklich keinen... kein Soziologe für sein.

00:53:00: Da muss man wirklich nur seine Schwester, seine Freundin, seine Tochter...

00:53:02: Was haben die Töchter in deinem Umfeld gesagt?

00:53:04: Weil ich hatte das auch, also die Töchter meiner Freundin wurden von meinen Freundinnen gefragt und die antworten auf die Frage, was ist dein Problem im Stadtbild?

00:53:13: Männer.

00:53:13: Ja,

00:53:14: klar.

00:53:15: Definitiv.

00:53:17: Ja, also da muss man ja überhaupt... Da muss man ja komplett realitätsfremd sein, um das nicht zu sehen.

00:53:25: Und da könnte man ihm jetzt... halt dann sagen, garantiert auch die irgendwelche Perspektivlosen, hier rumhängenden Flüchtlinge, falten sich, garantiert oft fehl, aber genauso gut irgendwelche Deutschen, die einfach so, oder einfach deutschen Migrations, also alle.

00:53:39: Das ist einfach ein Männerproblem.

00:53:41: Und das kam da halt nicht so richtig raus.

00:53:43: Da hat er halt wieder so getan, als wenn man dieses Frauenfühlen sich unsicher in der Stadtthema quasi auch mit Abschiebungen lösen kann.

00:53:50: Diese Verknüpfung finde ich schon irgendwie... Dadurch, dass er es so ungefähren lässt, lässt er diese Verknüpfungen zu, so, dass man sich die so selber baut.

00:54:01: Aber die Themen an sich sind wahr und wichtig.

00:54:05: Und die Verknüpfungen, da bin ich bei dir.

00:54:07: Wenn vorher nicht die kleinen Paar Schass und anderes gefallen wären, würdest du die Verknüpfung nicht so fort bei Friedrich Merz... herstellen und ziehen und auch nicht sagen, okay, das hat einen rassistischen Unterton, was der Mann uns hier um die Ohren feuert.

00:54:23: Das ist das Problem im Stadtbild.

00:54:25: Eine unzulässige Verkürzung, wie ich finde und auch ja.

00:54:29: finde ich schon auch eine Art von rassistischer Konnotation, bei der ich verstehe, dass sie manchen auch verletzt hat und sagt, was soll denn das?

00:54:38: Ich werde jetzt hier schief angeguckt, weil ich eventuell nicht aussehe wie wirklich März oder wie der übliche Sauerländer oder sowas.

00:54:47: Genau, aber ich glaube, mein Problem ist damit, wenn man einfach das jetzt so abtut als rassistisch, dann muss man irgendwie, dann kann man quasi das ganze Thema irgendwie so zumachen.

00:54:58: Aber dadurch ist das Problem ja immer noch da.

00:55:00: Ja.

00:55:01: Also ich glaube, deshalb tue ich mich so schwer, dass jetzt einfach nur als, ja, das war ein alterweißer Mann, der irgendwie so nach dem vierten Bier am Stammtisch mäßig, vielleicht in der Formulierung so, aber inhaltlich stecken da ja trotzdem, wie wir jetzt schon die letzten zehn Minuten gesprochen haben, Probleme hinter die man mal angehen muss.

00:55:20: Nun haben wir ja in den zurückliegenden Folgen häufiger darüber gesprochen.

00:55:23: Das fand ich auch immer toll, dass du dich reibst an dem üblichen Politiker-Sprech.

00:55:28: Hier riskiert also dieser Kanzer-Bast.

00:55:31: Und das ist mir trotzdem, haut

00:55:33: einen raus.

00:55:33: Das

00:55:33: ist mir im Zweifelsfall aber trotzdem, glaube ich, lieber, als wenn alle irgendwie so eine, ja, wie so Chatbots reden.

00:55:42: Und es gibt ja auch noch was dazwischen.

00:55:43: Also man muss ja auch, so weißt du?

00:55:45: Ganz

00:55:45: genau.

00:55:45: Also hier wäre es ja auch möglich gewesen, relativ schnell zu sagen, als Bundeskanzler...

00:55:49: Ein Nebensatz mehr hätte es gebraucht.

00:55:51: Ja, oder am Tag danach, dass man sagt, so, ich glaube, ich bin da ein bisschen missverstanden worden.

00:55:54: Mein Punkt ist eigentlich der, ich beziehe mich nur auf die und ausschließlich, die sich nicht an Regeln halten.

00:56:00: Das möchte ich, dass das hier passiert.

00:56:03: Alles andere tut uns und unsere Gesellschaft genau gar nicht gut.

00:56:07: Und er hätte ja sogar auch mitdenken können, dass er schon aufgefallen ist mit kleinem Paar.

00:56:12: unter anderem oder so, das weiß er ja auch.

00:56:16: Er weiß auch, dass er unter anderem damit auch Erfolg haben kann.

00:56:21: Es gibt ja auch eine Klientel, die das anspricht.

00:56:24: Es ist ja nicht so, als wenn alle das nur scheiße finden, wenn er so redet.

00:56:28: Die Gruppe, die es scheiße findet, die ist halt sehr ... Vocal.

00:56:33: Das sind viele Leute in großen Zeitungen und so was.

00:56:36: Aber ganz viele Leute ... Hast du

00:56:42: in Neukölln, in Gropius-Stadt, hast du damit irgendjemandem gesprochen, ob der so was interessant findet und was er da interessant findet?

00:56:48: Na

00:56:48: ja, also da ist halt oft so... Die Leute sind ja auch nicht blind, die laufen ja auch durch die Gegend und merken ja, okay, hier gibt es Probleme.

00:56:56: Mein Sohn wurde abgezogen, da vorne ist ein Schlägerei, hier ist alles voller Müll.

00:57:01: Die Leute sind nicht blind.

00:57:04: Die wissen, dass es Probleme gibt und dass man Probleme nicht irgendwie wegschweigen kann.

00:57:10: Aber... Die gehen halt auch nicht mit so nach dem Motto, wenn wir die jetzt alle rausschmeißen, dann ist hier wieder alles gut.

00:57:20: Also die Leute checken schon, dass das auch einfach tiefere Probleme sind, als dass man sie irgendwie einfach so in den Flieger setzen könnte.

00:57:29: Und dann kannst du ja nicht eine Drogenprobleme abschieben.

00:57:34: Oder Armut und Perspektivlosigkeit.

00:57:37: Sowas kann man nur politisch angehen.

00:57:39: Und das wäre total toll, wenn man das machen würde.

00:57:42: Aber stattdessen haben wir uns jetzt um Bürgergeldbetrug gekümmert.

00:57:47: Ja, das stimmt.

00:57:48: Will ich heute nicht machen?

00:57:49: Nein, lieber nicht.

00:57:50: Nein, lieber nicht.

00:57:51: Können wir ein anderes Mal noch machen.

00:57:54: Was aus zwanzig, fünfundzwanzig kann weg, will ich ja fragen in dieser Folge.

00:57:58: Und ich hatte es gerade schon mal nochmal, wieso im Aufgelobt noch mal gesagt, wir haben da jetzt schon ein paar Mal drüber gesprochen.

00:58:04: Ich frag mich.

00:58:06: Ob sich deine Perspektive durch das, was dieses Jahr auch nicht zuletzt durch Donald Trump so einen notorischen Lügner noch mal aufenkundig geworden ist, was wir überall und dort und auch nicht zuletzt in Deutschland sehen, dass rechtspopulistische, recht extreme, reaktionäre Kräfte wichtiger im Sinne von Reichweiten stärker werden?

00:58:31: hat sich da für dich was verändert, wenn du sagst, okay, ich sehe diese Methoden, die die anwenden.

00:58:37: Die lügen einfach glatt weg raus und versuchen, eine Realität zu behaupten, die so nicht da ist.

00:58:44: Die Reden zwar viel von Meinungsfreiheit.

00:58:47: Wenn ihn aber jemand nicht nach dem Mund redet, dann kann die Meinungsfreiheit für den genau gar nicht mehr gelten.

00:58:54: Und derjenige hat irgendwelche Konsequenzen zu fürchten dafür.

00:58:59: Denkst du jetzt mit dem Wissen um all das, was wir ja nicht zuletzt in den zweiten Amtszeit von Donald Trump in einer Erschärfe und einer Rücksichtslosigkeit gesehen haben, wie es die erste Nur Ahnen liest, die Amtszeit, aber ja noch nicht so?

00:59:15: krass gezeigt hat.

00:59:17: Denkst du jetzt anders über unsere von mir aus Roboterhaft, Floskelhaft, langweilig, unverständlich sprechenden Politikerinnen oder ist dein Anspruch gleichermaßen

00:59:28: hoch?

00:59:31: Nee, weil ich nicht glaube, dass man sich zwischen dem ein oder anderen entscheiden muss.

00:59:35: Also ich glaube, wenn man sich von Trump was abgucken kann, dann ist es ein gewisse Showmanship, der versteht, wie man eine Show macht, so wie man Leute einfach für sich begeistert.

00:59:47: oder wie man sie fertigmacht,

00:59:48: Silenz-Game-Aubel-Office.

00:59:50: Ja, absolut.

00:59:51: Aber ich gucke ja gerade nach positiven Sachen zu gucken.

00:59:56: Man kann sich ja gucken, was von dem funktioniert einfach.

01:00:01: Der hat immer Punchlines.

01:00:03: Der hat irgendwie hier und da mal einen Witz.

01:00:05: Der versteht irgendwie, irgendwas zu den Leuten zu verkaufen.

01:00:09: Der kann Leuten gut Sachen verkaufen.

01:00:13: Findest du, er hat doch diese ausufernden Texte, wo du

01:00:16: den Baby

01:00:17: weißt überhaupt, was er

01:00:18: sagt.

01:00:19: Er kann sich ja anscheinend gut verkaufen, sonst hätte er es ja nicht geschafft, nochmal gewählt zu werden.

01:00:28: Und das einfach zu machen, ohne so zu lügen.

01:00:33: Man kann sich einfach gucken, was macht er vielleicht gut, was will ich hier auch machen können, um Leute so ein bisschen mehr zu ... Man kann ja das quasi auch für die Demokratie nutzen, denke ich mir.

01:00:45: Ich weiß es nicht.

01:00:46: Also Deutschland ist einfach von der Mentalität her natürlich was anderes als die USA.

01:00:53: Wir haben dieses Showmaster-mäßige einfach nicht so in uns.

01:00:57: Wir sind nicht so eine Entertainment-Nation.

01:00:59: Das heißt, es wäre jetzt total komisch, wenn jetzt hier so jemand total Trump-mäßig wäre.

01:01:04: Aber einfach so eine gewisse Lockerheit, Coolheit und irgendwas Mitreißendes, ohne deshalb irgendwie komplett auf Inhalt und Wahrheit zu verzichten, ich glaube.

01:01:14: Ich glaube, das wäre gut.

01:01:16: Also ich würde vielleicht eher gucken, was kann man vielleicht Positives für sich daraus mitnehmen, als irgendwie jetzt das einfach nur schlimm zu finden und in so eine Igel-Stellung zu gehen.

01:01:28: Till Rhein, das war jetzt zuletzt hier und da habe ich ihm auch diese ... Beiläufige Frage gestellte ich immer vor dem eigentlichen Intro unserer Folgenstelle und habe ihn dann gefragt, mit welchem amtierenden Spitzenpolitiker einer Politikerin er eine Kreuzfahrt machen würde, zum Beispiel.

01:01:46: Und dann hat er erst mal echt lange nachgedacht.

01:01:49: und so Puh muss amtierend sein, weil er dann gesagt hat, Dass er eigentlich am liebsten mit jemandem, wenn er überhaupt fahren müsste, mit jemandem fahren würden, der nicht mehr im Amt ist.

01:02:01: Weil er beobachtet ehemalige Spitzenpolitikerinnen als diejenigen, die angenehmere Reise, Damen und Herren wären.

01:02:11: Und mit denen man freier sprechen kann.

01:02:14: Wir haben eben schon mal das Beispiel gerade lang gehabt.

01:02:16: Da stellen wir das beide fest.

01:02:19: Oder Kevin Kühnert, weil letztes Woche bei Lanz.

01:02:21: und hat im Wesentlichen genau dasselbe berichtet.

01:02:23: So, er hat sich irgendwann wie so von außen gesehen und hat sich einfach so dabei beobachtet, wie er nur noch so Sachen verkauft, von denen alle wissen, dass er vor zwei Jahren noch mit allem, was er hatte, dagegen war zum Beispiel.

01:02:34: Und auch formuliert auf eine Art und Weise, dass sich wirklich keiner irgendwie daran stoßen kann und sowas.

01:02:40: Und das scheint ja irgendwie ein strukturelles Problem zu sein, dass der Politikbetrieb in Deutschland das aus jungen ambitionierten Leuten so macht.

01:02:50: Wahnsinn, finde ich auch, bin ich genau bei dir.

01:02:52: Und das war für mich in diesem Jahr in der, glaube, zufälligen Ballung mehrerer Folgen hintereinander echt interessant.

01:03:00: Wir haben mit Leuten gesprochen, genau mit Kevin Kühnert, der war bei unserem Live-Podcast in Schöln.

01:03:05: Dabei will ich auch gleich noch einen Ausschnitt draus nehmen.

01:03:08: Dann, Ricarda Lang, habe ich getroffen, haben wir schon gesagt.

01:03:11: Michael Roth hat hier seinen Buch vorgestellt.

01:03:15: Michael Roth, ein SPD-Politiker, der dann ich glaube nach fast oder mehr als siebenundzwanzig Jahren gesagt, er geht nicht mehr in den Bundestag, er kann nicht mehr, er ist wirklich erschöpft.

01:03:26: Dann habe ich mit Frau Gebrosius Gersthoff gesprochen, die auch einen speziellen Blick auf die echten Defizite dieses Politikbetriebs gemacht hat.

01:03:35: Robert Habeck traf ich dann in derselben Woche noch, Volker Wissink, die alle rausgegangen sind, wo ich dachte, okay, warte hier ist richtig was los, aber ... Deshalb hatte ich dann für mich fast den Punkt, vielleicht in dieser Zufälligkeit, aber vielleicht stimmt es auch, was weg kann, sind die Ämter.

01:03:55: Dann sind die Leute wieder bei sich.

01:03:57: Aber das kann doch nicht sagen.

01:03:59: Oder, was weg kann, ist vielleicht eher dieser entweder wirklich Explizite oder zumindest auf jeden Fall anscheinend implizit vorhandene, zwang sich in Ämtern auf x, y, z, a zu verhalten.

01:04:13: Weil ... Es wäre doch wirklich mal ein interessantes Experiment.

01:04:16: Aber das sind ja alle schlaue Typen, weißt du, auch Kühnert.

01:04:19: Der war auch vorher in der Lage zu reflektieren.

01:04:22: Der wusste, was da abgeht.

01:04:23: Genau,

01:04:23: aber das heißt für mich, dass es in diesen Ämtern irgendeinen Zwang zu geben scheint, dass man alles, was einen mal interessant gemacht hat, ablegen muss und zu diesem Amtsroboter zu werden.

01:04:37: Und dann würde ich mir eher wünschen, Diese Zwänge, die so ein Amt mit sich bringt, die müssen weg, damit wir da normale, echte, interessante Leute in Amt haben.

01:04:48: Das muss doch möglich sein, das beides zu haben.

01:04:51: Ja.

01:04:52: Vielleicht ist es auch noch mehr.

01:04:53: Das hab ich dann bei Kevin Kühnert gedacht.

01:04:56: Ich war auch auf der Spur.

01:04:57: Es muss doch möglich sein, trotz eines Amtes.

01:05:00: Kevin Kühnert sagt dann, aber in diesem Live-Podcast in Köln, erst Oktober, war das ... das grundsätzlich sich was verändert hat, wozu das gelernte Politik- und Politikerhandwerk seiner Meinung nach jetzt nicht mehr passen will.

01:05:16: Können wir mal

01:05:17: hören.

01:05:19: Ich hatte das Gefühl und habe es immer noch, dass meine Generation und eigentlich auch schon die davor, dass wir ausgebildet worden sind politisch für ein Handwerk, das wir vor fünfzehn oder zwanzig Jahren hervorragend hätten ausführen können.

01:05:35: Die meisten von uns wären damals Tolle Politikerinnen und Politiker mit großem Einsatz und super Erfolgen geworden.

01:05:41: Aber wir finden uns heute in, also wir sind GZS, ZHA-Spieler und jetzt sollen wir bei Sturm der Liebe mitspielen.

01:05:49: Das ist eigentlich das, was da gerade passiert.

01:05:54: Und deswegen wirken aus meiner Sicht die traditionellen Parteien nahezu allesamt im Moment auch so ein bisschen unbeholfen und sperrig in dieser ganzen sich wandelnden politischen welt weil sie immer noch versuchen und das ja auch von außen dann zum teil erklärt kriegen sie müssten mehr so werden wie früher näher bei den menschen dran sein noch drei bürger dialoge mehr machen und weniger durchstechen aus den hinterzimmer runden das ist alles nicht falsch das zu machen.

01:06:25: aber ich glaube eben es unterschätzt alles massiv wie strukturell grundlegend die Umwälzungen in unserem politischen System sind.

01:06:38: Ich habe nicht genau verstanden, welche strukturellen Umwälzungen er meint.

01:06:41: Also er hat das in der Folge auch verschiedenlich ausgeführt.

01:06:44: Das war nicht zuletzt auch die Veränderung, die du in den USA siehst, hin zu einem Autoritarismus, dass Menschen was ganz anderes von Politik sich wünschen, als eine mühsame, liberale Demokratie bereithält für gewöhnlich.

01:07:01: Es gibt keine Nachsicht mehr und so weiter.

01:07:03: Also man muss sagen, Kühnert war wie wohl den Köln und ihm da die Herz.

01:07:07: entgegenflogen, die nur darauf hofften, dass der jetzt mal einen positiven Satz wirkte, sehr resigniert auf mich wirklich abgegessen davon, was dieser Politikbetrieb macht.

01:07:19: Und genau erhebt er auf so eine systemische Ebene und sagt, das passt jetzt alles gar nicht mehr, was ich konnte.

01:07:26: Ja,

01:07:26: ist schwer zu sagen.

01:07:27: Also, ich meine, der Mann war mittendrin, der wird auf jeden Fall besser beurteilen können als ich.

01:07:37: Also ich wüsst jetzt nicht, inwiefern seine Politikerausbildung hinfällig ist dadurch, dass... Trump jetzt an der Macht ist.

01:07:46: Nein, genau.

01:07:47: Trump ist ein Beispiel für ihn.

01:07:48: Dann hat er auch noch gesagt, so was durch das Beballere mit Social Media angeht.

01:07:55: Dann die fragmentierten Öffentlichkeiten, dass du als Abgeordneter das und das und das alles bespielst, um dich mitzuteilen.

01:08:03: Du dich auch dann vielleicht nicht mehr in Fraktionsdisziplinen fügst oder so, weil du kannst selber nach Außentreten so oft, so leicht, so ... von mir ist auch so bekloppt, wie du willst, musst nicht warten, bis du das tolle Zeitungsinterview dann irgendwann machen kannst.

01:08:22: Also er sieht eine Veränderung, ich mache es jetzt hier beispielhaft, ich habe mir vorgenommen, immer mal alte Folgen zu empfehlen.

01:08:28: Ich empfehle euch die aus Köln mit Haselburger und mit Kevin Kühnert, weil er da wirklich allerdings mit einem durchaus resignativen Unterton erklärt, was er sieht, was sich da jetzt alles verändert hat, wo es eben dann über das hinausgeht, was wir uns eben überlegt haben, dass wenn das Abend nur weg wäre und du verschiedene Rücksichtnahmen einfach mal für dich identifizierst als Hemmend, dass du dann sagst, okay, mach ich jetzt anders.

01:08:58: Da sagt er, das passt nicht mehr in das jetzige Geschehen.

01:09:03: Dafür seien die Umwälzungen systemischer Natur, struktureller Natur einfach zu

01:09:09: krass.

01:09:11: Ja, interessant.

01:09:12: Ich glaube auch, dass wir jetzt vielleicht nicht genau das, was Herrn Dr.

01:09:17: Kühnert meint.

01:09:19: Aber ich glaube auch, dass wir langsam an so einen Punkt kommen, wo man relativ grundlegend Sachen verändern und neu denken muss.

01:09:25: Ich glaube, dass ... Ja, das ist schon so, nicht mehr funktioniert alles.

01:09:32: Vielleicht ist es dann genau das, also vielleicht spielen wir nach Regeln, die irgendwie outdated sind.

01:09:38: So, vielleicht ist es das, aber irgendwie...

01:09:42: Was hast du im Kopf?

01:09:45: Ja, weiß ich nicht.

01:09:48: Also ein Gedanke, der ja nicht von mir ist, sondern ich glaube zuletzt viel von, wenn ich an von Schirach gesagt war, Amtszeitbegrenzung.

01:09:57: fand ich schon im Studium, fand ich das schon in interessanten Gedanken, dass man irgendwie sagt, irgendjemand kann nur X Jahre Kanzlerin oder Kanzler sein, weil man dann irgendwie diesen, dieses ständige Wiedergewählt werden wollen, so aus der Rechnung rausnimmt.

01:10:16: Und das im Zweifelsfall auch ermöglicht, dass man Entscheidungen trifft, die vielleicht kurzfristig unbeliebt machen, aber langfristig das Richtige sind.

01:10:25: So, ich glaub, das find ich wirklich was Gutes.

01:10:28: Ich bin überhaupt kein Fan von diesen ständigen Umfragen, so.

01:10:33: Weil das wirklich dazu führt, dass, also, glaub ich, dass das dazu führt, dass Politiker nur noch irgendwie ... Umfrage-Ergebnis-Tuning so betreiben.

01:10:43: So, einfach die ganze Zeit so kleine ... So ganz kleine Sachen machen, die so kurzfristig Sympathien bringen.

01:10:49: Aber ständig das Ganze aus den Augen verlieren.

01:10:52: Und, was ich auch schwierig finde, ist, dass ständig irgendwo gewählt wird.

01:10:57: Ja.

01:10:58: Also, Nuri Pur ist letztens auch vorgeschlagen.

01:11:01: Jetzt, glaube ich, Vizepräsident des Deutschen Bundestages, der gesagt hat, er fände besser, wenn man das vereinheitlichen würde und nicht immer...

01:11:11: Man könnte das ja wirklich so gebündelt, so auf halber Regierungsstrecke machen.

01:11:15: Alle Landtags waren in einem Tag.

01:11:17: Da gibt's ja genug kluge Leute, die sich so was überlegen könnten mal.

01:11:21: Aber irgendwie hab ich das Gefühl, dass das gerade irgendwie alles nicht so geil ist.

01:11:25: Nee.

01:11:26: Wie gesagt, ich hab in der Zeit im Sommer da zufällig mit mehreren Menschen gesprochen, die ähnlich abgegessen auf den Politikbetrieb schauen.

01:11:36: Michael Roth, das Gespräch ist mir auch eine Erinnerung.

01:11:40: Denn der sagt halt ja noch krasser als Riccardo Lang in Teilen ein bisschen wie Kevin Kühner.

01:11:47: dass ihn dieser Politikbetrieb zwar nicht krank gemacht hat, ursächlich.

01:11:54: dass er aber mit diesem Politikbetrieb krank geworden ist, dass das, was er an Traumatae in sich trug, sich dadurch dann wirklich geäußert haben, sodass er dann schließlich nicht mehr konnte.

01:12:09: Er war fast siebenundzwanzig Jahre lang für die SPD im Bundestag, zum Schluss dann Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses.

01:12:17: Das sind wichtige Posten.

01:12:20: ist dann bei der Bundestagswahl nicht mehr angetreten.

01:12:23: Bekannt geworden ist er sicherlich durch eine Reisedale gemacht hat mit Maria Agnes Strackzimmermann von der FDP und mit Anton Hofreiter von den Grünen in den Westen der Ukraine.

01:12:33: Unmittelbar nach Beginn der Vollinversion waren sie die ersten Bundestagsabgeordneten, die gefahren sind.

01:12:40: und er beschreibt dann, er hat ein Buch darüber geschrieben, aber es hat er auch in der Folge bei mir gesagt, dass danach seine Partei und insbesondere auch die Fraktion durchaus speziell reagiert hat.

01:12:53: Denn er hat beide immer wieder auch den Kanzler damals, Olaf Scholz, zu mehr Waffendieferungen für die Ukraine bringen wollen.

01:13:01: Und kaum zurück von dieser Reise musste er sich dann zum Beispiel vom damaligen Fraktionsvorsitzenden der SPD von Rolf Mützen nicht anhören.

01:13:11: Er sei zu emotional.

01:13:15: Nochmal, ich bin in dieser Hinsicht kein Missionar.

01:13:17: Ich hab auch niemals ... angestrebt über psychische Erkrankungen anders zu reden, weiß aber, dass das meine Pflicht ist, weil ich ein Privileg hatte und ich weiß, dass viele Menschen mit psychischen Erkrankungen nicht so frei darüber reden können.

01:13:34: Sie nicht auf diese therapeutische Infrastruktur zurückgreifen konnten.

01:13:39: Die ist mir leichter gemacht hat, wieder Anschluss zu finden in ein ganz normales Leben.

01:13:45: Und ich wünsche mir natürlich auch, genauso wie wir das bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, vor allem für junge Frauen, geschafft haben.

01:13:52: Dass wir das heute viel kritischer, auch selbstkritischer, reflektieren.

01:13:57: Dass wir einmal auch psychische Erkrankungen aus der Politik nicht vertreiben und dass wir vielleicht sogar versuchen, menschlicher miteinander umzugehen.

01:14:05: und dass vor allem auch, dass eine Hommage ist an die Sensiblen.

01:14:10: Nicht an die Rabauken und die mit dem dicken Fell, sondern an die Sensiblen, die Klugen, diejenigen, die sich einbringen wollen und die sich eben nicht abgeschreckt fühlen sollen.

01:14:19: Das ist meine Hoffnung.

01:14:23: Und da hat er Zweifel bekommen, weil besagter Rolf Mützen nicht ihm nach der Reise immer und immer wieder vorgeworfen hat, er sei zu emotional.

01:14:35: Weil ihn die Reise in die Ukraine so sehr mitgenommen hat.

01:14:38: Und der Vorwurf war dann quasi, dass er auf diesen Eindrücken basierend seiner Forderung

01:14:41: formuliert.

01:14:43: Ganz genau.

01:14:43: Und das hat ihn wirklich frustriert.

01:14:46: Zumal er vorher schon ... gesagt hatte, dass er psychische Probleme hat, dass er in Behandlung ist, wollte damit offen umgehen und hat dann das abgekriegt, das beschreibt er im Buch auch so, wo er sagt, das kriegen Frauen oft ab, wenn die dann irgendwas sagen, dass sie als hysterisch hingestellt werden.

01:15:05: So ein ähnlich aufgefasteter.

01:15:07: diesen Vorwurf von Mützenich, du bist einfach zu emotional, obwohl er findet, und das hat er ja hier in diesem Ton auch gesagt, dass auch ein Politiker sagen können, also dass man das sagen können muss und auch darauf, dass man psychische Probleme hat.

01:15:26: Ich habe mich da übrigens total gewundert, sage ich auch in der Folge, hey, wieso kann man das nicht einfach, es ist doch längst kein Tabu mehr.

01:15:34: Was denkst du?

01:15:36: Ich glaube, dass wir alle schon auch sehr hohe, fast unerfüllbare Erwartungen an Politiker haben.

01:15:46: was sie alles leisten können müssen und wie die mit dem Ganzen so umzugehen haben.

01:15:54: Deshalb glaube ich schon, dass auch wenn es in der Breite der Gesellschaft immer mehr Awareness für psychische Gesundheit und so gibt, also ich glaube nicht, dass sich das einfach so übertragen lässt, so dann gilt das für Politiker auch, weil wir irgendwie an die andere Maßstäbe anzulegen scheinen.

01:16:10: Also ich bin ja auch... viel strenger mit Politikern als mit anderen Leuten, die einfach in meinen Augen keinen guten Job machen oder so was.

01:16:20: Ich weiß gar nicht genau, woran das liegt.

01:16:22: Wahrscheinlich irgendwie, weil die auf eine Art halt irgendwie so für uns arbeiten sollen.

01:16:30: Klar.

01:16:31: Weil wir die gewählt haben, weil wir die mit Erwartungen und Hoffnungen gewählt haben.

01:16:36: Und dann ist man irgendwie enttäuscht und dann ... Vielleicht sind es wirklich so banale Sachen.

01:16:41: Aber ich finde auf ... Also, meine persönliche Meinung ist auf jeden Fall, dass mit diesen Problemen so umgehen können muss, wie Herr Roth sich das wünscht.

01:16:52: Ja voll, das finde ich auch.

01:16:54: Ich

01:16:54: glaube, das würde den ganzen Prozess viel ehrlicher und auch besser machen, weil man dann auch so ein bisschen wüsste, woran man ist.

01:17:02: Also stell dir mal vor, alle würden wissen, was die Komplexe von Markus Söder sind.

01:17:07: Dann könnte man den seine völlig widersprüchlichen Verhaltensmuster auch mal so ein bisschen besser verstehen.

01:17:16: Also wenn es einfach so ein bisschen mehr Offenheit bei diesen Themen geben würde, also das klingt jetzt so halt lustig, ich meine das schon ernst.

01:17:25: Also es wäre schon irgendwie besser, wenn man so ein bisschen weiß, woran man ist.

01:17:30: Ich finde aber ja eigentlich, dass es gesamtgesellschaftlich die Offenheit gibt.

01:17:36: vielleicht nicht im Fußball, im Männerfußball und nicht in der Politik, wie es Michael Roth uns hier ausbreitet, aber ansonsten doch total.

01:17:45: Ich meine, du bist auch hingegangen und hast in deinem Bühnenprogramm gesagt, dass du dir Hilfe gesucht hast nach super anstrengenden Touren und dadurch hast du doch ganz sicherlich nicht Nachteile gehabt.

01:18:00: Nee, man kriegt da also die ... Die Leute freuen sich, wenn man ehrlich ist.

01:18:05: Ich stell ab, jetzt doch mal ... erst mal kurz im Psychologenthema, da auf jeden Fall.

01:18:11: Die Leute freuen sich immer, wenn man sich öffnet.

01:18:15: Leute, die ähnliche Probleme haben, die sie vielleicht sich noch nicht getraut haben, anzugehen, die ermutigt.

01:18:20: So war es total, das auch für sich selber mal zu probieren.

01:18:23: Also, kriegt da wirklich durchgehend positives Feedback.

01:18:27: Aber es ist sogar noch mehr so, dass generell, wenn man irgendwie ... ehrlich mit der Öffentlichkeit ist, habe ich das Gefühl, kriegt man immer positives Feedback.

01:18:37: Also die Leute, selbst wenn man vielleicht mal in irgendeiner Sache daneben gehauen hat oder sowas, aber dieses Gefühl, wenn Leute das Gefühl haben, dass man so einigermaßen authentisch und ehrlich ist, das kommt eigentlich immer gut an, habe ich das Gefühl.

01:18:51: Und ich glaube, die Leute sehnen sich auch total danach und sehnen sich auch immer mehr danach, dadurch, dass im Internet so viel buchstäblich fake ist.

01:19:00: Also ich ... Ich finde das gut, dass Michael Roth das so gemacht hat.

01:19:04: Und ich würde wahrscheinlich Politiker generell encouraging, einfach so ehrlicher und authentischer zu sein.

01:19:11: Vielleicht ist es das, was wir die ganze Zeit besprechen.

01:19:15: Denke ich auch.

01:19:15: Einfach

01:19:16: der Wunsch nach so Ehrlichkeit und Authentizität und Aufrichtigkeit an.

01:19:20: Kannst du eigentlich jetzt besser umgehen?

01:19:22: Ich habe das eben am Anfang gedacht, als du gesagt hast, ihr habt ein neues Konzept.

01:19:27: Wie anstrengend du deine ... anlegst und du machst ja jetzt dann weniger, wenn ich es richtig rausgehört habe.

01:19:35: Du warst bei über hundert und jetzt verteilst du es besser.

01:19:39: Jetzt verteilen wir es besser, nächstes Jahr verteilen wir es noch besser, nächstes Jahr mache ich nur dreißig Shows, aber dafür dann die riesigen Dinger, also die Arenen.

01:19:49: Ich mache den Job jetzt schon echt lange, aber man nennt immer noch neu dazu.

01:19:53: Also ich habe jetzt zum Beispiel gerade neu gelernt, Wir hatten jetzt immer so vier Tage Shows in Folge und dann eine oder zwei Off-Days und dann wieder vier Tage.

01:20:02: Und ich hab jetzt aber gemerkt, vier Tage Shows hintereinander an vier Tagen ist zu viel.

01:20:06: Ist ja auch krass.

01:20:07: Drei ist besser.

01:20:08: Drei ist gut.

01:20:09: Ist

01:20:09: aber auch viel.

01:20:11: Ja, aber das geht noch.

01:20:12: Das macht dann noch Spaß und so.

01:20:14: Und es ist auch gut, einmal so in diesem Modus drin zu sein und nicht ständig wieder rauszukommen.

01:20:18: Aber so optimiert man das jetzt quasi immer ein bisschen.

01:20:24: Wieder was Neues gelernt so mäßig.

01:20:26: Du machst Musik jetzt auch, ne?

01:20:28: Ja, ich mache Spaß, ein bisschen Techno,

01:20:29: ja.

01:20:30: Und entspannt dich das?

01:20:31: Das macht mir auf jeden Fall unglaublich Spaß.

01:20:34: Und es entspannt mich, ich mein, es sind hundertfünfundfünfzig BPM, das scheppert schon, aber der Prozess des Kopfausschaltens entspannt mich total.

01:20:45: Und das ist das erste Mal, was ist, wo ich kreativ irgendwas arbeite, ohne Sprache?

01:20:53: Weil sonst, Comedy ist immer mit Sprache, Buchschreiben ist mit Sprache, Podcast ist mit Sprache und Musik ist jetzt mal irgendwas nicht mit Sprache, man kann trotzdem so endlos viel Zeug einfach so machen und probieren und das gibt mir echt total viel.

01:21:07: Hast du irgendein kreatives Hobby eigentlich?

01:21:08: Vielleicht so einen sanften Abschluss?

01:21:11: Net von dir, oh, habe ich ein kreatives Hobby.

01:21:15: Also ihr könnt mir vorstellen, dass du malst oder so was?

01:21:17: Ja, genau.

01:21:18: Stricke, da bin ich richtig gut drin.

01:21:20: Nee, mache ich alles nicht.

01:21:22: Ich habe früher, ich habe als Kind Gitarre gespielt.

01:21:25: Das war aber das falsche Instrument für mich.

01:21:27: Sonst würde ich das vielleicht noch machen.

01:21:30: Ich wollte Trompete spielen und meinen Eltern war das zu laut.

01:21:34: Mein Bruder spielte schon Gitarre und dann habe ich diese quasi aufgetragen und spielte dann plötzlich auch Konzertgitarre, weil es so ganz spießig mit Fuß auf dem Fußbänchen und Notenstände und so ganz und cool, wo du genau gar nichts mit anfangen kannst.

01:21:50: Ich konnte auch nicht Akkorde spielen, sodass ich irgendwie am Lagerfeuer für irgendwas zu gebrauchen gewesen wäre.

01:21:56: Alles kacke deine Ellie, also ich.

01:21:59: Das wäre ein schönes Hobby für mich, aber mache ich nicht.

01:22:02: Sport mache ich es aber nicht kreativ.

01:22:05: Aber da halte ich auch einen Mund.

01:22:07: Das stimmt schon.

01:22:09: Ansonsten habe ich kein echtes Hobby lesen, aber ist jetzt auch kein kreatives.

01:22:16: Das ist ja gar nichts, das ist ja irgendwie

01:22:19: nur ... Also irgendwas, wo man seinen Kopf ausschalten kann, so zu finden, ist gut.

01:22:24: Das hatte ich lange nicht außer beim Sport.

01:22:27: Und jetzt, durch das bisschen Musik machen, habe ich das wieder.

01:22:30: Das kennst du ja vielleicht selber auf einer Art, hast du ja auch dein Hobby zum Beruf gemacht, wahrscheinlich.

01:22:35: Wenn man seinen Hobby zum Beruf macht, hat man kein Hobby mehr.

01:22:38: Ja, das stimmt.

01:22:39: Das war aber mal ganz schlimm bei mir, als ich Sportmoderatorin und Reporterin war, dass ich da mein Hobby zum Beruf gemacht habe.

01:22:46: Ich habe es mir richtig versaut, weil ich plötzlich, ich bin gar nicht begabt darin mehr Tabellenstatistiken und sowas zu merken.

01:22:53: Ich merke mir Geschichten von Sportlerinnen und Sportlern.

01:22:55: Das hat mich daran interessiert.

01:22:57: Aber das kannst du dann in Sport... Schau-Redaktionen nicht machen, sondern musst du dir auch die Statistiken reinziehen.

01:23:04: Das hat es mir richtig verleidet, ehrlich gesagt, weil das war nicht das, was ich schön daran fand.

01:23:08: Ich hatte dafür auch kein Gedächtnis.

01:23:10: Die anderen in der Sportredaktion waren immer besser und haben dann gesagt, ich weiß genau, neun in siebzehste Minute, der Wahnsinn.

01:23:16: Und die haben das auch über Jahre genau vor sich gesehen, wie diese eine super wichtige, ich hab immer abgelusten, der weiß ich nicht mehr genau.

01:23:27: Also da muss man aufpassen.

01:23:29: und konnte ich auch gut, weil mein, ich wollte, ich habe Politik und Geschichte und so studiert.

01:23:35: Das war eher der Weg, in den ich journalistisch auch wollte.

01:23:39: Und dann konnte ich mein Hobby wieder Hobby sein lassen, habe es aber nie wieder so zurückgefunden dahin wie ursprünglich.

01:23:45: Das habe ich mir tatsächlich ein bisschen verdorben.

01:23:48: Ich will weiter gehen mit dir.

01:23:50: Was aus?

01:23:54: Und da habe ich gedacht, okay, das ist schon.

01:23:58: Handwerklich schlechtes Politikmanagement.

01:24:01: Wir sind so ein, zwei, drei Dinge aufgefallen, wo ich dachte, da zeigt sich auch die Unerfahrenheit dieser Bundesregierung.

01:24:07: Bernd Ulrich hat einen guten Artikel geschrieben, hat gesagt, doll in der wahrscheinlich krisenhaftesten aller Zeiten leisten wir uns die unauffirrendste Regierung aller Zeiten.

01:24:16: Könnt sein, dass das gar nicht so super gut zusammenpasst.

01:24:20: Und das hat man gesehen an der Wahl der Verfassungsrichterinnen im Juli, wo einfach eine lausige Vorbereitung durch den Fraktionsvorsitzenden erkennbar wurde.

01:24:31: und dann unter dem ganzen Klaradage einer Absolut beispelosen Hetzkampagne mit einem kulturkämpferischen Unterton.

01:24:40: Die eine Kandidatin, nämlich Frau Koprosius Gerstdorf, unter die Räder kam.

01:24:46: Jedenfalls musste deren Wahl, die sich erschien.

01:24:49: Sie hatte die Mehrheit im Wahlausschuss vorher gehabt, musste kurz vor knapp abgesagt werden.

01:24:55: Sie wurde es dann nicht.

01:24:57: Die Krise blieb und sie selber hat dann schließlich zurückgezogen Anfang August des zurückliegenden Jahres, zwanzig, fünfundzwanzig.

01:25:06: Aufgespult hatte man sich vor allen Dingen an deren Positionen in Sachen Schwangerschaftsabbruch, was immer der Klassiker ist.

01:25:12: Wenn du reaktionär mit gerade Frauen umgehen willst, dann nimmst du dieses Thema.

01:25:19: Gleichzeitig auch noch über AfD-Verbotsverfahren hatte sie Dinge gesagt, die gerade der AfD und rechtspopulistischen Plattformen nicht in den Kram passen.

01:25:30: So, das ist dann abgesagt worden.

01:25:34: Hast du das mitbekommen?

01:25:35: Hast du drüber nachgedacht?

01:25:37: Also diese Debatte, da konnte man ja nicht entkommen quasi.

01:25:41: Also das habe ich auf jeden Fall mitbekommen.

01:25:44: Dieses ganze Abtreibungsthema ist ja ... Also da ist man ganz zum Anfang des Gesprächs, ging es ja darum, ob Leute in Themen oder in Vertrauen polarisiert sind.

01:25:56: Ich glaube, bei diesem Abtreibungsthema, da gibt es, das ist immer polarisiert.

01:26:00: Voll.

01:26:00: Das ist immer hochemotional.

01:26:03: Ja, das ist, glaube ich, das Top-Thema für polarisierte Themen.

01:26:07: Das und alles so in Richtung Trends, glaube ich.

01:26:10: Das sind so die Themen, die so sofort emotionalisieren bei vielen.

01:26:15: Das war da auch so ... Ja, ich fand das ganz unangenehm zu beobachten.

01:26:22: Und auch total verantwortungslos.

01:26:25: Weil wir ja kurz vorher noch ... Es war ja ... Im Sommer war das

01:26:29: ungefähr.

01:26:30: Das heißt, da waren die wirklich noch nicht lange im Amt.

01:26:33: Da hätte man quasi noch so zeigen können, dass man sich Mühe gibt, irgendwie zusammenzustehen und Geschlossenheit zu demonstrieren und nicht direkt ... am Anfang bei der ersten großen Sache sich da so zu zerstreiten.

01:26:47: Ja.

01:26:47: Dann auf Kosten von so einer hochverdienten Frau einfach so, ja.

01:26:52: Das ist ja nicht so, als wenn die irgendeiner da hergelaufene Wald- und Wiesenanwältin ist oder sowas.

01:26:59: Und die hat ja richtig was geleistet in ihrem Leben, die war ja anscheinend top geeignet, ja.

01:27:03: Was sie dann abkriegt, ist eine Beispielose, habe ich gesagt, die Vermierungskampagne mit einer öffentlichen, immer weiter wiederholten Herabwürdigung ihrer Person.

01:27:18: Sie versucht sich zu wehren, macht alles Mögliche, aber das ist durchaus bei ihr hängen geblieben.

01:27:27: Das hat auch was mit ihr gemacht.

01:27:28: Sie war ja dann ... im am dreißigsten September auch bei mir im Podcast, die hat aber auch der Zeiteninterview gegeben und da lässt sie das klar erkennen, was das mit ihr gemacht hat.

01:27:39: Weil es auch, darüber habe ich mit ihr gesprochen, dann doch schwer zu fassen, denn Beigeschmack hatte, nämlich, das glaube ich, Frauenfeindlichkeit.

01:27:51: Und es ist schwierig für mich zu beurteilen, einiges war Frauenfeindlich.

01:27:55: Anderes nicht.

01:27:56: Man muss schon sagen, dass es auch um Themen ging.

01:27:58: Wir haben jetzt mehrfach über Schwangerschaftsabbruch gesprochen oder AfD-Verbudzverfahren oder meiner Haltung zum religiösen Kopftuch im öffentlichen Dienst.

01:28:06: Da ging es schon um Themen, was mir persönlich schon aufgefallen ist, dass gerade bei den Berichterstattungen einzelner Journalisten, die sehr unsachlich waren, schon auch viele männliche Journalisten dabei waren.

01:28:20: Zufall oder nicht?

01:28:21: Ich weiß es nicht.

01:28:23: Und was klar sexistisch und frauenfeindlich war, war teilweise die Hetze im Internet.

01:28:27: Also, das sind Dinge gefallen, die sind einfach widerwärtig.

01:28:31: Die werde ich ja auch nicht wiederholen.

01:28:32: Aber da Frau Will hat die Demokratie ganz gut funktioniert, hat die Bevölkerung dafür gesorgt, dass diese Sachen wahrscheinlich nicht alles, aber vieles zur Strafanzeige gebracht wird.

01:28:40: Dafür gibt es die Staatsanwaltschaft, dafür gibt es unabhängige Strafgerichte und da landen diese Sachen.

01:28:47: Fand ich super, dass sie da noch einen positiven Punkt findet, der natürlich auch in ihrem Feld in den Rechtswissenschaften beheimatet ist, wo sie sagt, okay, das ist mindestens das, worauf sie sich verlassen konnte, aber sie hatte Morddrohungen und alles, sie musste ihre Mitarbeiterinnen schützen.

01:29:05: Was denkst du darüber?

01:29:07: Haben es Frauen in der Öffentlichkeit schwerer als Männer das haben?

01:29:12: Werden die dann extra krass fertig gemacht?

01:29:16: Selbst wenn sie sich allein nur bereit erklärt haben, ein so kolossal bedeutsames Amt, wie das einer Verfassungsrichterin anzunehmen?

01:29:28: Ja, also ich glaube definitiv, dass das Frauen das schwerer haben.

01:29:33: Ich glaube auch, dass Ja, gerade wenn's irgendwie, sagen wir mal, ganz wohlwollend um Kritik geht, dass es dann immer direkt so sehr derb und sehr sexuell und so sehr gewalt fantastisch wird, irgendwie so, gerade bei Frauen.

01:29:50: Also das Absolut.

01:29:52: Ähm, jetzt muss man ja sagen, diese Kampagne wurde ja so ein bisschen gestreut von der AfD.

01:29:57: Ja.

01:29:58: Von einer anderen Frau.

01:29:59: Wer

01:30:00: trägst du mitge?

01:30:00: Wer

01:30:00: trägst du mitge?

01:30:01: So.

01:30:03: Also den Ursprung der Kampagne weiß ich jetzt nicht, ob der jetzt im Kern irgendwie sexistisch ist, weil der wurde, also ich, ja, das ist eher das, wie gesagt, diese Polarisiertheit von diesem Thema, aber der Umgang damit wahrscheinlich schon und ob Frauen es insgesamt schwerer in der Öffentlichkeit haben, definitiv.

01:30:23: Wie schützt man sich davor?

01:30:26: Kriegst du sowas eigentlich auch ab?

01:30:28: Was meinst du?

01:30:29: So Hetze, Beleidigung?

01:30:30: Ja,

01:30:30: schon immer mal.

01:30:31: Also das gehört leider, Gott ist ein bisschen auch zum Ende der Öffentlichkeit stehen dazu.

01:30:35: Also wenn man in der Öffentlichkeit steht, dann kriegt man einfach Morddrohungen.

01:30:39: Das ist einfach irgendwie so.

01:30:42: Morddrohungen?

01:30:43: Ja.

01:30:45: Kriegst du?

01:30:45: Ja, wir haben auch schon mal zwei Wochen lang Shows unter Polizeischutz spielen müssen, weil es so Anschlagstrohungen gab.

01:30:51: Da hatte ich gerade einen komischen Schützdorf.

01:30:53: Wegen irgendwas.

01:30:55: Das ist schon komisch.

01:30:56: Und gerade so Shitstorms aus der rechten Ecke sind sehr oft ... Die werden immer gleich körperlich bedrohnt.

01:31:05: Da geht's immer direkt um körperliche Faserteid, Leib und Leben.

01:31:10: So linke Shitstorms sind oft eher nervig und diffamierend und so.

01:31:15: Rechts ist eher körperlich angenehm.

01:31:17: So kam das bei mir meistens an.

01:31:20: Aber schon von allen Seiten Shitstorms bekommen.

01:31:23: Ja, ich weiß nicht, wie man damit umgehen kann.

01:31:25: Auf jeden Fall meine Faustregel ist ja generell immer sich nicht an Shitstorms zu beteiligen.

01:31:29: Also ich finde, es gibt nichts... Also man muss das einfach nicht machen.

01:31:35: Also man muss da einfach nicht mitmachen.

01:31:37: Man kriegt schon im Kindergarten gesagt, alle auf einen ist scheiße.

01:31:41: Und das stimmt.

01:31:42: Das stimmt einfach.

01:31:43: Und irgendwie hat Social Media so einen Weg gefunden, so die Sachen, die man im Kindergarten als Erstes beigebracht bekommt, dass sie nicht gut sind, dass die im Internet belohnt werden.

01:31:52: Nämlich pätzen und alle auf einen.

01:31:55: Und das sind genau die Sachen, die im Internet funktionieren.

01:31:58: Wenn irgendwo ein Thema ist, man gerade auf irgendjemanden rauftritt, springt man mit drauf, kriegt man selber auch noch ein paar neue Follower.

01:32:04: Wenn man irgendwie jemanden verpätzt, hier guck mal, der hat vor acht Jahren mal so oder so gemacht, hast du einen Scoop geleistet, als Privatperson kriegst, seine Likes kriegst, dann aufmerkst.

01:32:13: Also diese Belohnungsmechanismen sind genau falsch rumgepolt.

01:32:18: Klemst du viel im Netz?

01:32:19: Lässt du da viel Zeit?

01:32:21: Wie meinst du?

01:32:22: Also, ich lasse unheimlich viel Zeit bei X und bei Blue Sky und

01:32:27: hänge

01:32:28: total viel ab.

01:32:29: Nee, ich hab alles gelöscht.

01:32:30: Twitter hab ich schon, hab ich, ... ... hab ich, ... ... hab ich, ... ... hab ich, ... ... hab ich, ... ... hab ich, ... ... hab ich, ... ... hab ich, ... ... hab ich, ... ... hab ich, ... ... hab ich, ... ... hab ich, ... ... hab ich, ... ... hab ich, ... ... hab ich, ... Und ich freue mich jeden Tag darüber, dass ich das gemacht habe.

01:32:53: TikTok habe ich mir nie runtergeladen, weil ich da nicht so viel Zeit drauf verbringen will.

01:32:59: Facebook habe ich nicht.

01:33:00: Insta?

01:33:02: Insta ist die einzige Plattform, die ich so regelmäßig bespiele.

01:33:06: Da verbringe ich schon auch Zeit, aber nicht so viel.

01:33:11: Seitdem sich das so verändert hat in so einer Art TikTok mit diesen ganzen Videos, die ganze Zeit, das nervt mich eher.

01:33:17: mochte das lieber, als es noch so mit Stories gucken und Bilder gucken, fand ich irgendwie spannender.

01:33:21: Also diese kurzen Videos, die sind irgendwie nicht gut für meinen ADHS-Kopf.

01:33:27: Australien hat jetzt für unter-sechzehnjährige den Social-Media-Zugang gekappt.

01:33:34: Das kannst du nicht mehr?

01:33:36: Findest du es gut?

01:33:37: Ich weiß nicht, ob ich es gut finde, ich finde es auf jeden Fall spannend.

01:33:39: Ich finde es gut, dass es mal probiert wird, weil das schon, glaube ich, interessant ist.

01:33:45: mal zu sehen, erstmal wie umsetzbar sowas ist und so ein bisschen was das für folgen hat.

01:33:51: Weil ich glaube, weil wir vorhin so darüber geredet haben, wir sind so glaube ich in unserem politischen System an so einem Punkt, wo man irgendwie grundlegend was verändern muss.

01:33:59: Und ich glaube bei unserem Umgang mit Social Media sind wir auch an so einem Punkt, wo man grundlegend irgendwas verändern muss.

01:34:05: Das kann irgendwie nicht... nicht richtig sein.

01:34:09: Denke ich auch zumal.

01:34:10: Ich auch glaube, dass es zusammenhängt.

01:34:13: Also, dass wir die systemischen Schwierigkeiten haben, weil wir diese fragmentierte Öffentlichkeit haben, dieses, du hast eine Chance, einfach mal raus zu blöken, was dich stört und wirst dann durch die Algorithmen belohnt, weil sie ist dann hoch jäsen, je krasser, je empörter, je durchgedrehter, desto mehr Reichweite, desto eher die Chance, dass das viral Geht, hast du, das finde ich alles, überhaupt gar nicht gut, ist ein Umgang zwischenmenschlicher, den ich grauenhaft finde, genau wie du, schönes Beispiel.

01:34:47: Genau das hatte man eigentlich alles mal gelernt, was das so in Form von Anstand geht, auch wie du mit offenem Visierendinge reingehst und wenn du was zu meckern hast zu kritisieren hast, dann sagst du eben offen, aber nicht hinter Anonymität versteckt, die auch weiß ich, bitte nicht schreiben.

01:35:04: Vorteile hat das verstehe ich, alles, aber... In Summe hat das einen Impact auf unser Zusammenleben und auf unsere Gemeinwesen, unsere Demokratie.

01:35:15: Was ich echt schwierig finde, echt gefährlich.

01:35:18: Aber man muss natürlich auch ehrlich sein, die Treiber von vielen dieser Probleme sind ja nicht die Untersechzenjährigen.

01:35:22: Nee, da gibt es auch viele, die gut damit umgehen können.

01:35:27: Hab mir ein paar Studien angeschaut, da gibt es manche, die sagen, siebzig Prozent können gut damit umgehen, dreißig Prozent aber nicht.

01:35:35: Und zum Schutz dieser dreißig Prozent helfen

01:35:36: wir.

01:35:36: Ja, man kann nicht einfach dreißig Prozent opfern.

01:35:38: Nee, nicht opfern.

01:35:39: Genau, ihnen helfen, genau.

01:35:40: Das

01:35:40: kann man nicht machen.

01:35:41: Ja, aber man muss auch einen Weg finden, wieso die ... So, weiß ich nicht, die Generation eine unter dir, und dann aufwärts, wie die mit dem Internet umgehen.

01:35:51: Also da kommt ja auch viel so Quatsch her, ja.

01:35:56: Und die kriegt man mit so einem Gesetz nicht eingefangen.

01:35:59: Kannst du nicht, das Internet für U-Mult-Fürzig verbieten?

01:36:03: Ich bin generell nicht der Meinung, dass man Probleme wegverbieten kann.

01:36:06: Ich glaube auch nicht, dass man irgendwie das Rechtsrückproblem in den Griff bekommt, indem man die AfD verbietet und so.

01:36:12: Ich bin nicht so ein Verbieter.

01:36:14: Aber an irgendwelchen Stellschrauben drehen, da bin ich auf jeden Fall sofort dabei.

01:36:18: Ich will eine Sache, die mir mit dir ansprechen, wo ich hin und her überlegt habe, ob ich es machen soll.

01:36:24: Aber nachdem du das letzten Mal bei uns war, ist kurz danach dein Programm All You Can Eat.

01:36:31: der AID gespielt worden und stand dann in der Mediathek.

01:36:35: Und dann schreiben mir Leute und sagen, wieso sprechen sie Felix Lobrecht nicht darauf an, dass er darin durchaus so sagen, die das, frauenfeindliche Witze macht.

01:36:44: Das waren ja gerade bei der Frauenfeindlichkeit.

01:36:47: Wir haben auch in der Folge jetzt schon ein paar Mal darüber gesprochen, habe ich auch genau hingehört.

01:36:51: nochmal.

01:36:52: Ich nehme dich überhaupt nicht als Frauenfeind, war gar nicht, nicht im Mindesten.

01:36:57: Aber ich habe schon gesehen, worauf die sich da bezogen haben.

01:37:01: Ich habe mir damals ja Olio Canid auch angeschaut, deinem Programm.

01:37:04: Ich fand das klasse.

01:37:05: Ich habe da sehr viel, sehr oft drüber gelacht.

01:37:08: Aber klar, damit sage ich dir jetzt auch überhaupt gar nichts Neues, als es dann in der Mediathek anzusehen war, mit der Alte das Angabe, all das Einschränkungen von ab sechzehn Jahren, hatte das ja durchaus Gründe.

01:37:23: Pass auf, ich nehme ein Beispiel und du siehst mir bitte nach, dass das natürlich jetzt total verkürzt ist, aus dem Zusammenhang gerissen gar nicht deine Kunst und alles ist.

01:37:32: Aber da erzählst du Folgendes, du sagst die meisten Menschen denken, dass nur Männer so eklige Nachrichten schreiben, aber Frauen sind, seien da gar nicht besser.

01:37:41: Mir hat mal ein Mädel geschrieben, hey Felix, bin eng.

01:37:46: Und dann fährst du fort.

01:37:47: Eng ist nur im Kontext von Frauen ein positives Wort.

01:37:51: Nur im Zusammenhang mit einer Frau ist es eine positive Eigenschaft, wenn es eng ist.

01:37:56: Niemand kommt an, deine Wohnung ist aber echt schön eng.

01:38:00: So, da sagen jetzt manche, und das kann man hier auch sagen, zu sagen, Eng ist nur im Kontext von Frauen ein positives Wort.

01:38:08: Das ist sexistisch.

01:38:09: Das ist Frauen, eigentlich.

01:38:11: Das finde ich echt witzig, weil es ist ja wirklich eigentlich ... Wirklich einfach nur eine nüchterne Beobachtung.

01:38:17: Welche jetzt?

01:38:18: Die Frauen das sagen

01:38:19: oder das ist eine positive Eigenschaft?

01:38:20: Das ist, dass das Wort eng immer negativen, eine negative Konnotation hat.

01:38:26: Es ist, es ist eng hier, eng im Zug, eng, deine Wohnung ist eng.

01:38:29: Für mich irgendwie beengt es immer was Negatives.

01:38:32: Aber im Kontext, Frau, wenn Männer untereinander beispielsweise oder was heißt ich was, reden.

01:38:42: Die Vagina einer Frau ist eng, etwas Gutes.

01:38:46: Und mehr geht's ja gar nicht.

01:38:48: Aber

01:38:48: so reden Männer darüber.

01:38:49: Das sagen jetzt Frauen unter sich eigentlich nicht.

01:38:52: Wahrscheinlich nicht, aber das ist ja auch in Ordnung.

01:38:55: Aber ich finde, das ist so einfach nur eine Beobachtung.

01:39:00: Natürlich ist mir klar, dass es irgendwie edgy daherkommt.

01:39:04: Aber ich sag ja nicht, Frauen sind doof oder so was.

01:39:07: Bei Frauen ist es eng, aus männlicher Perspektive ein positives Wort und sonst ist es überall negative.

01:39:12: Ja, guck, aus männlicher Perspektive.

01:39:14: Das kann eine Frau als Frauen feindlich empfinden, als sexistisch empfinden.

01:39:18: Aber warum?

01:39:19: Also welchen Aspekt davon?

01:39:21: Also... Ich brauche das nicht, dass du mir sagst, das finde ich übrigens eine positive Eigenschaft an Frauen, dass sie eng sind.

01:39:30: Und sowieso, ich will eins sagen, ich habe jetzt ein Beispiel, genau,

01:39:33: was nicht zu

01:39:34: derb war.

01:39:35: Lass uns kurz... weil ich nämlich hier

01:39:37: keine Alters-Einschränkung habe.

01:39:39: Wir können mal ganz kurz genau da reingehen.

01:39:41: Ich sage ja nicht, dass ich es gut finde, dass ich eine Frau gut finde, nur gut finde, wenn sie eng ist, sondern ich sage, dass aus so einer... Poll-Männer-Perspektive ist eng im Kontext mit Frauen etwas Positives.

01:39:56: Das ist ja schon was anderes.

01:39:57: Ich sag gar nicht, eine Frau hat eng zu sein.

01:39:59: Ich sag gar nicht, wie sie zu sein hat oder sonst irgendwas.

01:40:01: Sondern einfach nur so.

01:40:03: Und ich werde auch gar nicht draufgekommen, wenn ich diese Nachricht nicht bekommen hätte.

01:40:07: Ich hab geschreibt, ich bin eng, um sich anzupreisen, Felix, ich bin eng.

01:40:13: Das ist also tatsächlich so passiert?

01:40:15: Ja, klar, das ist so passiert.

01:40:16: Was da ermitschelt, ist, hey Felix, ich bin eng.

01:40:18: Und das soll heißen, äh, Es macht Spaß, mit mir zu schlafen.

01:40:22: Also sie bewirbt sich quasi mit ihrer Engheit.

01:40:26: Verkauft mir das als was Positives.

01:40:29: Impliziert in dieser Nachricht.

01:40:31: Und ich sag dann, witzig, nur in diesem Kontext ist Eng mal was Positives, sonst ist Eng immer was Negatives.

01:40:38: So, ist das Eng hier, ich fühle mich beengt, so eingeengt, das sind alles negative Wörter.

01:40:42: Also so viel ...

01:40:44: Ich verstehe den Witz schon.

01:40:45: Ich finde ihn auch, als ich ihn das erste mal hörte, ich hab gelacht.

01:40:49: Das Gebi zu, der war also handwerklich und alles.

01:40:51: soweit ich das beurteilen kann, bin überhaupt keine Fachfrau darin gut gemacht.

01:40:56: Frage ist ja ...

01:40:57: Was Leuten oft schwerfällt bei Comedy ist, glaub ich, wenn man irgendwie ein Buch hat, ja, und dann ... also ein Roman, und dann gibt's in einem Roman gibt's immer verschiedene Charaktere, ja.

01:41:10: Und ... Charakter A sagt irgendwas, sagt irgendwas, meinetwegen auch Frauenfeindliches, sagt was total eklig, was total rassistisches.

01:41:20: So.

01:41:22: Dann verstehen die Leute, okay, das ist Charakter A in einem Buch.

01:41:26: Dadurch, dass ich aber eine One-Man-Show auf der Bühne bin, spiele ich alle meine Charaktere, so um die es geht, selber.

01:41:31: Also ich sage die immer mit meinem Gesicht, ich verstelle meine Stimme, probiere mit Mimik und Gestik zu zeigen, wo man gerade ist.

01:41:37: Aber das ist so ein bisschen dasselbe.

01:41:38: Also die Leute verwechseln so ein bisschen mit so... Sachen, die man aus einer Perspektive heraus auf einer Bühne sagt, mit, das ist die Privatmeinung von Felix Lobrecht oder sowas.

01:41:52: Aber das ist in meinen Augen, ehrlich gesagt, eher so ein bisschen fehlendes Comedy-Verständnis und nicht irgendwie meine Schuld.

01:42:01: Weil bei einem Buch würde nie ... Also, wenn irgendein Buch, was jetzt ich versteht, a, nannte Ali Scheiß Türke, So, dann versteht man als dieser, ah, mein A ist ja ein echt rassistisches Arschloch.

01:42:14: Wenn ich das auf der Bühne aber quasi als A spreche, dann denken die Leute Felix sagt das so.

01:42:20: Aber das ist ja genau dasselbe.

01:42:22: Wir sprechen ja jetzt gerade über eine aufgeladene Stimmung, die nicht zuletzt auch von Headskampagnen, von Social Media, Missbrauch, nenne ich den jetzt mal, weil man könnte ja auch schöne Sachen damit machen, verursacht wird.

01:42:35: In dem Zusammenhang spreche ich dich darauf an.

01:42:38: Und weiß genau, wie akribisch du arbeitest.

01:42:41: Du gehst ja hin, du probierst alle deine Witz, deine Takes, deine Bits, ich weiß nicht, wie du das nennst.

01:42:49: Präzise aus in den Tryouts, du gehst in deinen Comedy Club und hast das Timing dann drauf und so.

01:42:58: Wie gehst du dann um mit Dingen, die auf deine perfekte Vorbereitung?

01:43:03: kritisch reagieren.

01:43:04: Also gehst du denn da genauso rein und sagst, okay, schau mir das genau an.

01:43:11: Was wird hier kritisiert, zum Beispiel als Frauenfeindlich?

01:43:15: Oder sagst du Comedy nicht verstanden?

01:43:18: Also ich würde jetzt nicht pauschal jede Kritik von vornherein als Comedy nicht verstanden abtun.

01:43:24: Aber nun ist es ja so, in einem Moment, wo ich ein Programm aufzeige, habe ich das bereits ein Jahr lang auf Open Mics und kleinen Shows entwickelt und geschrieben und danach anderthalb bis zwei Jahre lang in ganz Deutschland gespielt.

01:43:40: Das heißt, zu dem Zeitpunkt, wo es aufgenommen wird, weiß ich, was ich da mache.

01:43:46: Definitiv, das sag ich

01:43:47: ja.

01:43:48: Genau, weiß ich, was ich da mache.

01:43:52: Und hab auch schon, also da ist das schon durch einen Schleifungsprozess durchgegangen.

01:43:58: Das heißt, ich guck mir dann so Kritik ... Wenn sie nicht von vornherein irgendwie einfach so blöken und einfach so up to no goodmäßig mir entgegen kommt, gucke ich mir die kurz an.

01:44:13: So ist es irgendwie ein Take, den ich noch nicht gehört habe oder irgendwas, was ich vielleicht nicht bedacht habe.

01:44:19: Wenn das jetzt aber einfach nur ist, ja, das ist so sexistisch und dann kommt irgendwie nichts, was ich mir nicht auch schon mal irgendwie gedacht hatte dazu, dann muss man das auch so ein bisschen ausblenden.

01:44:32: weil man sonst nicht mehr irgendwas machen kann, wenn man ständig Reaktionen von Leuten antizipiert.

01:44:41: Und auch da, mir ist im Zweifelsfall auch nicht nur von mir selber, sondern generell mir ist Kunst lieber, die vielleicht einmal übers Ziel hinaus schießt, als eine, die gar nicht erst losläuft mehr, weil sie nicht irgendwie anecken oder Kritik ernten will.

01:45:00: Also ... Die Kritik, die ich gelesen hab zu dem Programm, fand ich relativ unorginell und war jetzt auch meiner Meinung nach nicht weiterbeachtenswert.

01:45:12: Wenn dir eine Frau sagte, dass sie sich verletzt fühlt, dadurch würde dich das zum Zweifeln sehen?

01:45:16: Nee, also ich will ja, mir tut das individuell total leid, so.

01:45:20: Wenn das irgendjemand verletzt ... Du kannst

01:45:22: halt nichts machen.

01:45:23: Nee, aber also, ich meine, siebzig Prozent meines Publikums sind Frauen.

01:45:29: Echt?

01:45:29: Ja.

01:45:30: Wow.

01:45:31: Sechzig bis siebzig Brutt.

01:45:32: Bei den Live-Shows auf jeden Fall.

01:45:33: Bei Social Media sind's, glaub ich, so fünfundfünfzig zu fünfundvierzig Frauen.

01:45:39: Also so schlimm kann's ja nicht sein.

01:45:41: Dann kann man sagen, die haben das Patriarchat internalisiert und so.

01:45:45: Okay, meinetwegen, ihr habt recht.

01:45:47: Und diese achttausend Frauen, die hier sitzen, sind alle dumm.

01:45:50: Und die achttausend, die morgen bei der Show sind auch.

01:45:53: Aber oft kommt's dann einfach so auf ... Ja, den einen gefällt's halt, den anderen nicht.

01:46:01: Also, wenn eine Frau zu mir kommt und sagt, ich find das sexistisch, und dann kommt eine andere Frau zu mir und sagt, ich find das total witzig, stört mich überhaupt nicht.

01:46:08: Ja, weißt du, Meinung ist dann mehr wert.

01:46:10: Niemand ist.

01:46:11: Und ich will auch keiner von beiden sagen, wie sie was zu finden hat.

01:46:15: Sondern ich biete mich und meinen Kram an.

01:46:19: Und wer's sehen will, kommt vorbei.

01:46:21: Und wer nicht, der nicht ... Also, ich find das relativ ... Es gibt auch ganz viele Sachen, die ich scheiße finde, aber die gucke ich mir einfach nicht an und macht daraus nicht irgendwie so ein persönliches Thema für mich.

01:46:33: Kann ich verstehen?

01:46:35: Man könnte sagen, Boah, der Felix, der hat so eine gigantische Wirkmacht durch seine Follower, durch seine vielen Auftritte und so.

01:46:45: So nehme ich dich aber wahr, du nimmst dir ja schon vor, dass du unsere Gesellschaft durch deinen Tun in Zweifel nicht ruinierst, sondern eher...

01:46:54: beschreibst, verarscht,

01:46:56: so was.

01:46:57: Ja, aber ich glaube auch so, wie ich es manchmal wahrgenommen, dass du sie schon auch gerne ein bisschen besser hättest, als sie ist.

01:47:06: Definitiv.

01:47:09: Aber ich kann schon auch meine Rollen trennen.

01:47:11: Wenn ich Comedian bin und auf der Bühne bin, dann ist mein Job lustig zu sein.

01:47:16: Wenn man es dann irgendwie schafft, coolen, smarten, politischen Gedanken noch da einzubauen, oder irgendwas gesellschaftskritisches dann super.

01:47:25: Aber als allererstes mal habe ich jetzt hier lustig zu sein.

01:47:29: Dafür haben die Leute bezahlt und Leute zum Lachen bringen, ist wirklich was Gutes gerade jetzt, wo irgendwie gefühlt alles so scheiße ist.

01:47:39: Und dann muss man einfach gucken, wenn ich irgendwas Ernsteres zu sagen habe oder sowas, dann komme ich hier zu Anne Will in dem Podcast.

01:47:45: oder wir quatschen bei Hackma irgendwie tiefer über irgendwas oder was auch immer oder mache irgendwelche Stories.

01:47:50: oder Es gibt ja alle möglichen Kanäle, aber bei einer Comedy-Show, wo die Leute irgendwie fünfzig Euro aufwärts bezahlt haben, zum Lachen, da haben die es auch verdient, dass sie einfach Jokes präsentiert bekommen.

01:48:02: Voll.

01:48:03: Ein Thema, was gerade ganz viele junge Menschen, mutmaßliche auch, manche einen, der in deinem Programm ist, was wirklich viele jungen Menschen aufgewühlt hat, ist die Diskussion um den Wehrdienst.

01:48:17: Das fand ich war ein großes Ding.

01:48:20: gerade noch rechtzeitig verabschiedet worden, das Gesetz, weil es ab Ersten Januar zwanzig sechsundzwanzig gelten soll, dass alle, die dann achtzehn werden, Frauen wie Männer, mindestens mal diesen Fragebogen zugeschickt bekommen, wie sie sich dann eigentlich dazu verhalten wollen zu einem Wehrdienst.

01:48:37: Die Männer müssen antworten, die Frauen dürfen antworten.

01:48:39: Wenn sie Lust haben, sie werden eingeladen, dann im besten Fall freiwillig zur Bundeswehr zu gehen.

01:48:46: Das schaut man sich jetzt eine Weile an.

01:48:48: Vom ersten Juli an, gibt es eine verpflichtende Musterung für alle Männer, die vom Geburtstagang Also die Geburtsjahrgang.

01:49:04: Wenn die Zahl nicht reicht, dann wird es eine Art von Verpflichtung geben.

01:49:09: Eine Bedarfs-Werpflicht nennt man das dann.

01:49:14: Das hat, glaube ich, ganz viele junge Menschen insofern aufgebracht, die dann auf die Straße gegangen sind, demonstriert haben.

01:49:22: Weil sie das gefühlt haben, sie sind dazu überhaupt gar nicht gehört vor allem.

01:49:26: Mir ist aufgefallen, junger Mann Quentin Gärtner, der sich da echt beeindruckend präzise auch geäußert hat, auch in manchen Fernsehsendungen.

01:49:36: Der ehemalige Generalsekretär der Schülerkonferenz wusste gar nicht, dass es das gibt, aber das gibt es offensichtlich.

01:49:44: Der Mann ist inzwischen Mitglied bei den Grünen und war dann auch eingeladen als einer der Sachverständigen im Verteidigungsausschuss und hat hinterher, lass uns das noch mal anhören, folgendes gesagt.

01:49:55: Wenn ich ganz viele junge Menschen für ein Dienst brauche und aktuell ist er freiwillig, das heißt, ich muss dafür werben, dann muss ich die doch auch vorher einbezogen haben und gefragt haben, was interessiert euch, was ist spannend für euch, wie können wir diesen Dienst so ausgestalten, dass ihr dann auch mitmacht.

01:50:09: Und das ist falsch, das ist ein Kernfehler in der Mache von Politik, wenn man die betroffenen Gruppe nicht mit einbezieht und nicht mit denen spricht.

01:50:16: Das ist eigentlich gut, ne?

01:50:18: Ein Fehler in der Mache von Politik, das mag ich total gern, wenn ich eine echt schöne Formulierung.

01:50:24: So, was war hier, denkst du, nicht gelungen, das Gesetz oder dass man eben genau keine gesellschaftliche Debatte gesucht hat?

01:50:33: Ich glaube, dass genau die jungen Leute, um die es da geht, einfach schon seit längerem das Gefühl haben, dass sich niemand für die interessiert und dass die irgendwie so auch die ersten sind, mit denen man es machen kann.

01:50:48: Also ich meine, man hat ja wirklich so klar, war das irgendwie alles so aus der Zeit heraus und alles neu und alles schlimm und alles bla.

01:50:57: Aber also ich meine Jugendliche waren ja am meisten die Angeschmierten zu Corona.

01:51:03: Man hat denen die Jugend geklaut so auf eine Art.

01:51:05: Also diese Das ist halt wichtige Jahre zwischen drei, zehn, vier, fünf, sechs, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sieb, sie.

01:51:36: Die Schule ist kaputt, die Schule stinkt, die Schule ist dreckig, es gibt Gewalt an den Schulen.

01:51:42: Also so viele Sachen, wo junge Leute irgendwie stattfinden oder was die so in ihrem Alltag haben, sind ja einfach scheiß und niemand kümmert sich drum, weil niemand so richtig für die interessiert.

01:51:55: Aber jetzt sollen wir für euch kämpfen.

01:51:57: So, glaub ich, ich glaub, das war dann das Gefühl.

01:52:00: Aber jetzt braucht ihr uns.

01:52:02: Jetzt müssen wir euch auf einmal verteidigen.

01:52:05: Unsere Jugend geklaut, ihr kümmert euch nicht um unsere Schulen.

01:52:07: Von der Rente, wo wir gar nicht anfangen.

01:52:11: Uns hat bei so vielen Sachen nie irgendjemand gefragt.

01:52:13: Aber jetzt müssen wir auf einmal hier im Wasten des Wortes stramm stehen.

01:52:16: Also ich kann das schon verstehen.

01:52:18: Ich auch.

01:52:19: Ich kann auch total verstehen.

01:52:21: Auch bei ihm ja total nachvollziehen.

01:52:24: Dass er sagt, man, ihr könnt ja wenigstens mal mit uns sprechen.

01:52:29: Ja.

01:52:29: Ich meine, so eine Typen wie er, ohne den zu kennen, der scheint ja so ein Überflieger junger Mann zu sein.

01:52:34: Wie wussten wir das, weil ich das Generalsekretäre von einer Schülerversammlung gibt.

01:52:39: Das wusste ich sogar, aber ich wusste nicht, das ist die große

01:52:42: Schülernkonferenz.

01:52:43: Genau, also der ist ja auch ein Schlagmensch, der jetzt auch kein Hauptschüler erreicht.

01:52:49: Der spricht auch nicht für die Hauptschüler sein, der spricht im Wesentlichen für ... ja so andere Gymnasiasten und so potenziell grüne Jugendleute so mäßig.

01:52:59: Aber trotzdem kann ich das verstehen und es stimmt trotzdem irgendwie, was er sagt.

01:53:06: Junge Leute haben gar keine Lobby.

01:53:08: Meinst du es klappt mit der Freiwilligkeit?

01:53:10: Denn das, dass es freiwillig gehalten bleibt, ist ja mindestens mal zugestanden, ist auch daran, dass man sagt, wir gehen jetzt nicht ratzfatz vor, so wie die Union das gerne gesehen hätte.

01:53:23: Wir setzen das alte Werbpflichtgesetz wieder ein und mustern die von Tag eins an und ziehen sie ein.

01:53:30: Das ist ja nicht geplant, sondern erst mal, dafür hat sich die SPD stark gemacht, auf Freiwilligkeit weitergesetzt.

01:53:37: Findest du es gut?

01:53:39: schwer zu sagen.

01:53:40: Also ich bin ja, ich bin, glaube ich, der letzte oder der vorletzte Jahrgang, der noch gemustert wurde und auch Werdienst oder Zivildienst halt machen musste.

01:53:50: Ich habe damals Zivildienst gemacht und es war schon damals in meiner Generation so ein absoluter Volkssport Gründe zu finden, warum man nicht zum Bund muss.

01:54:03: Und ich glaube nicht, dass sich das groß verändert hat.

01:54:07: Deswegen glaube ich, dass ich Also klar, die Weltsituation hat sich verändert.

01:54:12: Es gibt auf einmal Krieg, der sehr viel näher dran an uns ist, geografisch und so.

01:54:18: Aber ich glaub, aus eben genannten Gründen sind junge Leute jetzt, wenn die nicht Schlange stehen, für ein Land zu kämpfen, von dem sie das Gefühl haben, dass es sich nicht für sie interessiert.

01:54:28: Aber ich könnte mir vorstellen, dass ich generell, wenn es jetzt nicht nur um die jungen Leute geht, ich könnte mir aber schon vorstellen, dass ich generell ... viele Leute freiwillig melden würden, irgendwie eine Grundausbildung zu machen, wenn's ernst wird.

01:54:42: Ich komm das wirklich sogar auch machen.

01:54:44: Ja?

01:54:44: Ich komm, ja.

01:54:45: Das wäre meine Frage jetzt.

01:54:46: Du hast ja aus Gründen verweigert.

01:54:49: Das ist richtig.

01:54:52: Aber die Gründe waren ehrlicherweise, dass ich im Zivilius mehr Geld bekommen hab.

01:54:57: Ich war damals auch richtig arm und brauchte einfach Geld.

01:54:59: Und ich hatte keinen Bock, irgendwie aus Berlin wegzugehen.

01:55:02: Also ich hab jetzt so doof gelacht, du hattest da wirklich einen Not empfinden.

01:55:07: Also, beim Bund kriegst du halt deinen Sollt.

01:55:11: Und beim Zivilis kriegst du den Sollt plus noch Tagespauschalen.

01:55:15: Weil wenn du beim Bund bist, dann wohnst du in einer Kaserne, kriegst du drei Mal am Tag Essen und so.

01:55:19: Und als Zivilkriegst du für Alte so Pauschalen.

01:55:21: Übernachtungpauschalen, Transportpauschalen, Essenspauschalen.

01:55:24: Und da hab man dann, ich glaub mal, im ersten, das ist so unterteilt, in so Trimester quasi.

01:55:29: Und ich glaub, ich hab angefangen mit sechshundert Euro, dann sechshundert, fünfzig.

01:55:32: Und dann waren's irgendwie knapp siebenhundert.

01:55:34: Und beim Bund hat man damals so ... Knapp unter vierhundert bekommen die ganze Zeit.

01:55:38: Und dann war es wirklich einfach so eine Rechnung.

01:55:40: Und ich will in Berlin bleiben.

01:55:42: Und da hast du dann gearbeitet bei so einem mobilen Pflegedienst,

01:55:45: glaube ich, in Kreuzberg?

01:55:46: Ja, Kreuzberg-Friedenstein, ja.

01:55:48: War das gut?

01:55:48: Ja.

01:55:49: Also, es hat mir voll viel fürs Leben gebracht.

01:55:53: Ich wäre aber auch zum... Also, Bundeswehr hat mich auch mal interessiert, so für die Erfahrung.

01:55:58: Aber Zivildienst habe ich jetzt gemacht und das war sehr bereichernd.

01:56:01: Also, ich bin auf jeden Fall in irgendeiner Form... Ich glaube, es wäre gut, wenn wir irgendein Weg finden, dass man, ich weiß nicht, ob es dieses soziale Pflicht daran stirbt, mich so ein bisschen, dass auch schon wieder nur junge Leute das irgendwie machen müssen.

01:56:17: Aber mir für meine Entwicklung hat das sehr viel gebracht.

01:56:21: Und interessanter Fun Fact, Zivis waren ja nur Jungs damals, dann gab es noch FSJ-Rinnen, das waren dann Mädels meistens da.

01:56:29: Und von den Zivis, wir waren zu dritt, waren drei Jungs.

01:56:34: Zwei von drei sind danach Krankenpfleger geworden.

01:56:36: Oder so, haben in so einem Pflegedienst angefangen, Ausbildung zu machen und zu arbeiten.

01:56:41: Einfach so durch, die haben das da so kennengelernt, wie so ein langes Praktikum.

01:56:45: Und haben einfach gemerkt, dass ihnen das was gibt.

01:56:47: Und ich glaube, wir hören ja so viel von Pflegenotstand und bla, bla, bla.

01:56:51: Ich glaube, wenn man da so Leute erst mal so ins Machen kriegt und die dann merken, wie viel man davon den Menschen, um die es da geht, zurückkriegt, dass da auch einige hängen bleiben werden.

01:57:01: Wenn man es dann auch ein bisschen besser bezahlt und so.

01:57:03: Kann ich mir auch vorstellen.

01:57:05: Zur Vollständigkeit halber sei gesagt Quentin Gärtner, zum Beispiel.

01:57:08: Übrigens finde ich interessant.

01:57:10: Der will studieren molekulare Biotechnologie an der Universität in Heidelberg.

01:57:16: Und danach will er aber als Reservist bei der Bundeswehr sich auspillen lassen.

01:57:20: Ja,

01:57:20: so ein Vertreter ist da.

01:57:21: Hätte ich nicht kommen sehen.

01:57:23: Hätte ich auch nicht gedacht.

01:57:24: Also das will er schon.

01:57:26: Sein Punkt war gar nicht, dass er was gegen die Bundeswehr hat.

01:57:31: Dann

01:57:31: geht es um die Atompreise.

01:57:32: Genau.

01:57:33: Darum geht's

01:57:34: ihm.

01:57:35: Darum geht's ihm.

01:57:37: Ich hab an mir gemerkt in diesem Jahr und ... Was ich

01:57:39: komisch fand, sorry, ich unterbreche.

01:57:41: Was ich wirklich komisch fand, ich glaub, ich weiß, warum es so ist.

01:57:45: Aber was ich wirklich aus der Zeit gefallen angefühlt hat, war, dass es nur um Männer ging.

01:57:50: Ja.

01:57:51: Siehst du, guck mal, das wollte ich gerade sagen.

01:57:53: Ja.

01:57:53: Klar, du bereuchst jetzt eine zwei Drittel Mehrheit.

01:57:55: Genau, da geht es um einfach so Prozesse.

01:57:57: Das

01:57:57: kriegst du jetzt im Prozess nicht sofort hin, dass du die Zustande bekommst.

01:58:02: Aber an mir ist an mir auch aufgefallen, dass das ein Thema ist, ein politisches Thema, bei dem ich in diesem Jahr gemerkt habe, ich denke da plötzlich anders drüber, als ich eigentlich immer drüber gedacht habe.

01:58:16: Ich bin Jahrgang sechsundsechzig und all meine Freunde, mein Bruder und alle mussten sich irgendwie erklären, ob sie nun zum Bund gehen oder wie du verweigern.

01:58:26: Und ich fand es total unfair damals, dass wir nicht gefragt worden sind.

01:58:30: Und ich erinnere mich auch, dass meine Freundinnen die auch gefunden hätten, dass es einfach zur Gerechtigkeit gehört, dass wir wenigstens gefragt werden, ob wir auch irgendwas Vergleichbares machen würden.

01:58:42: Und das war immer meine Position, auch über all die Jahre, dass ich es super fair finde, wenn es ein Wehrdienst für Männer und Frauen gäbe.

01:58:49: Und das ist ja genau jetzt auch nochmal debattiert worden.

01:58:53: Mit Blick auf die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag scheint es unmöglich.

01:58:56: Ich lese aber über Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, überall gibt es.

01:59:02: Israel gibt's Werpflicht für Frauen und Männer und das wird auch beschrieben, dass es der Truppe eigentlich gut tut.

01:59:09: Trotzdem habe ich in diesem Jahr nachgedacht und gemerkt, vielleicht finde ich es doch nicht mehr so gut, dass Frauen auch gefragt werden, weil mir schon einleuchtet, die Argumentation, die manche Frau sagt, die Kehrarbeit.

01:59:22: Sowohl was kleine Kinder als auch was Eltern irgendwann angeht, wenn die Hilfe und Pflege bedürftig werden, bleibt immer bei den Frauen hängen.

01:59:31: Die verlieren so viel Zeit dadurch, können ihre Karrieren nicht richtig beginnen, nicht durchstehen.

01:59:37: Jetzt noch ein Jahr mehr, quasi.

01:59:38: Jetzt noch ein Jahr mehr ist einfach der Wahnsinn.

01:59:41: So, da habe ich angefangen neu zu denken und zu sagen, gut, das überzeugt mich auch.

01:59:47: Dann habe ich mit Florence Gaupe hier in die Tage gesessen.

01:59:50: Die Folge spielen wir am achten Januar.

01:59:54: Und die war Reservistin bei der französischen Armee.

01:59:56: Die arbeitete beim NATO College in Rom, die ist Zukunftsforscherin.

02:00:03: Und die sagte dann wieder, habe ich wieder neu nachgedacht.

02:00:06: Quatsch!

02:00:07: Also wenn alles machen, dann gereicht es dir wahrscheinlich zum Vorteil und ist dir sofort, wenn man es gesamtgesellschaftlich anders versteht, im Karrierefortschritt, wie bei dir, dass man sagt, so, Felix Lobrecht hat Zivildienst gemacht, der kann was, was andere nicht können.

02:00:26: Das muss dem jetzt zum Vorteil gereicht und das muss dem irgendwie zum Beispiel in der Bewerbung positiv ausgelegt werden.

02:00:34: Da hab ich schon wieder neu nachgedacht, jetzt bin ich ganz verwirrt.

02:00:36: Ja, also dieses Argument mit, dann wird einem noch ein Jahr geklaut.

02:00:41: Das hab ich auch zum ersten Mal gehört, find ich interessant.

02:00:45: Die Frage ist, wie weit man so was vielleicht mit einer besseren Kinderbetreuungs- und Pflegeinfrastruktur auffangen könnte, damit sich das nicht mehr so ungerecht anfühlt.

02:00:56: Was ja eh zwei Sachen als zwei große Themen sind, um die wir uns eh kümmern müssen, so, ob man da nicht irgendwie mehrere Fliegen mit einer Klappe schlägt.

02:01:05: Aber ja, aber irgendwie gefühlt, gefühlt, glaube ich, trotzdem, dass das beide machen sollten.

02:01:17: Aber ich weiß nicht genau, warum.

02:01:19: Wie so vom Feeling

02:01:20: her.

02:01:20: Ja, ich auch.

02:01:21: Eigentlich gerechter kommt's mir vor.

02:01:25: Dann wär die Stellschraube vielleicht eher, dass man Männer mehr in die Pflicht nimmt, auch an der Kehrarbeit teilzunehmen.

02:01:30: Also vielleicht nimmt man das einfach nicht als gegeben, sondern verpflichtet Männer dann auch einfach mehr, sich daran zu beteiligen.

02:01:36: Ja, das kannst du über Elternzeiten und so, die man nehmen muss.

02:01:39: Und so kann man natürlich staatlich da ein bisschen behelfen.

02:01:42: Ansonsten muss das ja wahrscheinlich jedes Paar ...

02:01:45: Ja klar,

02:01:46: aber

02:01:46: ganz viele von diesen Sachen finden er erstmal bei sich selber statt zu.

02:01:51: Also kann ja dann quasi jeder für sich selber so gucken, was man machen kann.

02:01:55: Gibt es irgendein Thema, wo du für zwanzig zwanzig rückblickend sagen kannst, so meine alte Meinung, die kann jetzt da mal weg, da fange ich auch an neu drüber nachzudenken, so wie ich es gemacht habe?

02:02:12: Ich überlege gerade.

02:02:14: Sag mal irgendwas.

02:02:16: Vielleicht

02:02:16: hast du am Anfang gesagt, das mit Vertrauen, Misstrauen, wie sich das verschiebt.

02:02:22: Ja, aber das war eher so was, wo ich das gehört hab und so das Gefühl hatte, dass so die Fusegedanken, die ich selber schon mal hatte, die ich aber nicht klug formuliert bekommen hab, dass die jetzt irgendjemand klug es endlich mal so ausgesprochen hat.

02:02:37: Also da war eher so ein Aha-Moment.

02:02:43: Ich weiß nicht, vielleicht ist es eher so was abstrakteres wie das Sachen irgendwie, anscheinend komplizierter sind, als ich sie mir wünschen würde.

02:02:52: So, weil dadurch dann irgendwie Problemlösungen auch entsprechend komplizierter und unbefriedigender wird.

02:02:59: Manchmal denkt man sich einfach so Sachen wie, ja, weiß nicht, so heidi reichineckmäßig.

02:03:04: Wir nehmen jetzt den reichenes Geld weg und da sind alle Probleme gelöst.

02:03:07: Aber irgendwie hat mich das ja so ein bisschen desillusioniert, was so eine Sache angeht.

02:03:13: Aber ich kann gar nicht genau beschreiben, warum.

02:03:15: Irgendwie glaube ich, Ja, doch, ich weiß es.

02:03:20: Ich habe verändert, dass ich bis letztes Jahr noch dachte, dass wir innerhalb des Systems an kleinen Stellschrauben drehen und wir kriegen es noch hin.

02:03:28: Und jetzt am Ende des Jahres bin ich an dem Punkt, den wir vorhin schon besprochen haben, dass ich sage, nee, wir müssen hier wirklich grundlegend was verändern.

02:03:34: Ich glaube, das war

02:03:35: es.

02:03:35: Sehr gut.

02:03:37: Zum Schluss frage ich ja immer, was ist in einem Jahr?

02:03:41: Aber es ist jetzt bescheuert zu sagen, was kann bei dir weg aus zwanzig, zwanzig, was ist dann in einem Jahr?

02:03:46: Deshalb frage ich dich lieber, was wünschst du dir für zwanzig, sechsundzwanzig?

02:03:51: Ja, das was ich mir jedes Jahr wünsche, ein bisschen, also für mich selber jetzt persönlich, bisschen mehr Gelassenheit, bisschen weniger, bisschen weniger Stress und bisschen mehr Ruhe einfach.

02:04:03: Und du?

02:04:04: Ich auch.

02:04:05: Das habe ich auch immer, so gesagt, mehr Gelassenheit und so.

02:04:08: Aber ich habe im vergangenen Jahr mir gewünscht, für zwanzig, fünfundzwanzig auch persönlich, weil wir haben ja schon gesagt, wir hatten uns diese Beständigkeit, Handlungsfähigkeit, Stabilität, Labor gewünscht.

02:04:18: Aber ich habe mir persönlich für mich gewünscht, eigentlich, dass ich mich lässiger mit meiner Arbeit verbinde, dass ich mich sehr viel mehr einfach immer auf die Freue als dass ich es als anstrengend empfinde, mich zum Beispiel konzentriert vorzubereiten.

02:04:36: Und das habe ich voll hingekriegt.

02:04:38: Das ist super.

02:04:39: Das ist wirklich wie so ein kleiner Schalter im Kopf umgelegt, dass ich mich einfach immer freue und da so einen Bock drauf habe.

02:04:46: Und dann...

02:04:47: Ja, was war der Trick?

02:04:48: Kannst du es den Leuten sagen?

02:04:50: Ja, ich glaube nur, dass ich es mir vorgenommen

02:04:52: habe.

02:04:52: Du verkaufst es dir einfach als was Gutes

02:04:54: jetzt?

02:04:54: Ja, dass ich mir die Frage stelle.

02:04:59: Am Anfang der Woche so, woher freue ich mich jetzt in dieser Woche?

02:05:05: Ich baue es mir so, dass ich mich auf jeden Fall immer freue.

02:05:09: Jetzt diese Woche war leicht.

02:05:11: Ich wusste, du kommst, da habe ich mich drauf gefreut.

02:05:13: Und auf Tina Hildebrandt ganz genauso.

02:05:16: Aber dann sag ich's mir halt auch.

02:05:19: Das ist super, dass ich das jetzt mache.

02:05:21: War's für ein Privileg, war's für eine tolle Gelegenheit, das wird Spaß machen und so.

02:05:26: Und ich glaube, ich erzähl's mir einfach nur.

02:05:28: Ja, das ist geil.

02:05:29: Ich glaube, das ist der

02:05:30: ... Das probier ich auch mal.

02:05:31: Ja, aber ... Du sagst ja auch, du hast Bock auf die Bühnen zu

02:05:34: gehen.

02:05:34: Ja, ja, total.

02:05:35: Auf den Schuss freu ich mich

02:05:37: immer.

02:05:38: Habt an, lieber Felix.

02:05:39: Ja, danke lieber Anna.

02:05:41: Wir waren uns nächstes Jahr wieder.

02:05:42: Leute, ich wünsch euch ... Kommt das noch dieses Jahr raus?

02:05:44: Ja,

02:05:45: das kommt am fünfundzwanzigsten.

02:05:47: Dann Leute, schöne restliche Weihnachtsfeiertage.

02:05:49: Kommt ihr ins neue Jahr.

02:05:51: Ich wünsche euch alles Gute.

02:05:52: Ja, ich euch auch.

02:05:53: Ich will sagen noch, Redaktionsschluss für die Folge war Mittwoch, der siebzehnte Dezember, so um siebzehn Uhr.

02:05:59: Ich empfehle euch aus unserem Back-Hatalog unbedingt die Live-Folge mit Kühnert und Hazel Brogher.

02:06:05: Da haben wir jetzt so viel drüber gesprochen und gerne auch, weil wir ja noch mal nachhören wollen.

02:06:09: Was ist denn da eigentlich gesagt worden von dem Felix Lobrecht?

02:06:13: im Jahr.

02:06:14: Da haben wir eine Folge gemacht, die lief unter dem Titel, wie ernst sollte man Politik nehmen.

02:06:19: Beide Redaktionen haben mitgemacht.

02:06:21: Theresa Sickert, das hat großen Sprachs gemacht.

02:06:24: Vielen Dank und Marie Schiller, die auch unsere Executive.

02:06:28: Producerin ist, Producer sind Lukas Hambacher und Patrick Zahn.

02:06:32: Und weil sich Felix immer so darüber freut, Sounddesign hat Hannes Husten gemacht.

02:06:37: Und wenn ihr Werbung schalten wollt, wendet euch gerne an die Mitvergnügen.

02:06:41: Die machen das für uns und das Ganze ist eine Produktion der Wilmedia.

02:06:45: Danke.

02:06:46: Danke dir.

02:06:46: Tschüssi, Leute.