Worauf verlässt sich die Ukraine noch? Mit Vassili Golod

Shownotes

In den vergangenen Tagen wurde gleich zweimal gespannt auf die Ergebnisse von Telefonaten unter Staatsoberhäuptern gewartet, denn US-Präsident Donald Trump hat diese Woche schon mit Wladimir Putin und mit Wolodymyr Selenskyj telefoniert. Am Wochenende hatte sich die Ukraine bei Gesprächen im saudi-arabischen Dschidda zu einer 30-tägigen Waffenruhe bereit erklärt. Unter anderem um diesen Vorschlag ging es am Dienstag im Telefonat von Trump und Putin. Das Ergebnis des Gesprächs bezeichnete Verteidigungsminister Boris Pistorius als “Nullnummer”: Putin stimmte einer Waffenruhe nur teilweise zu, nämlich in Bezug auf Angriffe gegen die Energieinfrastruktur - ein Vorschlag, von dem vor allem Russland militärisch und wirtschaftlich profitiert. In der Nacht auf Mittwoch führte Russland trotzdem Drohnenangriffe auf die Ukraine durch, es gab Tote und Verletzte. Die Ukraine griff in derselben Nacht ein russisches Öldepot an. Es folgte am Mittwoch das Telefonat zwischen Trump und Selenskyj. Es war der erste persönliche Kontakt zwischen den beiden Präsidenten seit dem desaströsen Zusammentreffen im Weißen Haus im Februar.

Kurz nach dem Gespräch zwischen Trump und Selenskyj gibt Vassili Golod, crossmedialer Leiter des ARD-Studios in Kiew, in dieser Folge eine Einschätzung, was diese transatlantischen Telefonate eigentlich zu bedeuten haben und ob sie in Richtung Frieden führen. Mittlerweile sind mehr als drei Jahre vergangen, seit Russland den vollumfänglichen Angriffskrieg gegen die Ukraine begonnen hat. Auf ukrainischer Seite sind seitdem mehr als 45.100 Soldatinnen und Soldaten getötet worden. Die zivilen Opfer schätzt die UN auf 12.000, etwa 20 Prozent des ukrainischen Gebiets sind von Russland besetzt. Wie geht es den Menschen in der Ukraine in dieser Situation? Wie blicken sie auf die internationalen Entwicklungen und Verhandlungen? Und wer handelt wirklich im Interesse der Ukraine? Auch darüber sprechen Anne Will und Vassili Golod, der betont: Die Ukraine verlasse sich zuallererst auf sich selbst.

Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 19. März 2025, um 19:30 Uhr.

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WICHTIGE QUELLEN:

Deutschlandfunk: Kein Ende in Sicht - Soldaten glauben nicht an Waffenstillstand, 19.3.2025

FAZ: Ukrainischer Botschafter: “Europa ist aufgewacht”, 15.3.2025

Statement von Wolodymyr Selenskyj bei X, 19.3.2025

Süddeutsche Zeitung: London und Paris drängen auf Friedenstruppe – Berlin bremst, 17.3.2025

Tagesschau: Was wurde in Dschidda vereinbart - und was bedeutet das? 12.3.2025

Zeit: Wladimir Putin und Donald Trump reden über Waffenruhe, 18.3.2025

Zeit: Donald Trump will ukrainische Kernkraftwerke übernehmen, 19.3.2025

IMPRESSUM Redaktion: Gina Enslin Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Maximilian Frisch, Lukas Hambach, Patrick Zahn Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH

Transkript anzeigen

00:00:00: Du verstehst viel vom Fechten, das ist dein Sport, den du seit vielen Jahren betreibst.

00:00:05: Wenn du das auf die Gespräche Trump-Putin, Trump-Selenski übertragen wolltest, wie

00:00:11: fechten die dann im Moment?

00:00:13: Da gibt es diejenigen, die sich nicht an die Regeln halten.

00:00:17: Das ist einer der Fechter, das ist Vladimir Putin.

00:00:21: Das ist jemand, der mal auch die andere Hand einsetzt, um das Floret oder den Degen bei

00:00:27: Seite zu schieben, der auch mal vor das Schienenbein tritt.

00:00:30: Und das aber so dastehen lässt, als wäre das doch eine Regel, die du nur nicht kennen würdest.

00:00:36: Dann gibt es Donald Trump, der auch irgendwie nicht besonders viel von Regeln hält und versucht

00:00:43: seine eigenen aufzustellen.

00:00:44: Und dann gibt es Vladimir Zelenski, der versucht nach den Regeln zu spielen, sieht, dass das

00:00:52: aber nur in Teilen funktioniert.

00:00:54: Weil er alle möglichen Finden anwendet und teilweise Erfolg hat, teilweise vielleicht

00:01:02: übers Ziel hinaus schießt.

00:01:04: Und dann gibt es die klassische Schule, diejenigen, die alle Paraden beherrschen, alle Angriffe

00:01:09: beherrschen, das sind die Europäer.

00:01:12: Und diejenigen, die das tun, kommen damit aber nicht weit, weil die Regeln sich verschieben

00:01:19: und du musst deinen Stil auch daran anpassen.

00:01:22: Und du musst auch Lösungen finden, Antworten finden auf das, was deine Gegner tun.

00:01:27: Hallo und herzlich willkommen bei uns.

00:01:49: Ich freue mich sehr, dass ihr alle dabei seid und die nächste neue Folge unseres Podcasts

00:01:54: hört.

00:01:55: Im Moment wird, fällt uns auch viel telefoniert und dann hinterher analysiert, was denn da

00:02:00: zwischen Trump und Putin oder auch Trump und Zelenski wohl gesagt und verabredet worden

00:02:07: ist.

00:02:08: Wir haben den Eindruck, es wird im Moment sehr viel über die großen Zusammenhänge gesprochen.

00:02:13: Nennen wir sie mal so.

00:02:14: Aber wird aber häufiger mal vergessen unserem Eindruck nach, wie denn die Menschen in der

00:02:19: Ukraine auf all das blicken, was dafür sie und zum Teil aber auch über ihre Köpfe hinweg

00:02:25: entschieden wird.

00:02:26: Worauf verlässt sich die Ukraine noch?

00:02:28: Worauf verlassen sich die Menschen in der Ukraine noch?

00:02:31: Darüber würde ich gerne mehr wissen und freue mich sehr, dass der cross mediale Leiter

00:02:36: des Studios der ARD in Kielf wieder bei uns ist, nämlich Vasili Golot.

00:02:40: Vasili, herzlich willkommen.

00:02:41: Dankeschön, Anne.

00:02:42: Ich freue mich auch sehr, wieder am Start zu sein.

00:02:45: Freue mich, dass du dir die Zeit nimmst.

00:02:47: Denn unser Gespräch heute ist das so und so viel Interview, das du gibst, die so und

00:02:51: so viel Schalte, die du machst.

00:02:54: Und es geht spät auch immer noch weiter.

00:02:56: Kannst du noch?

00:02:57: Ich kann noch.

00:02:58: Ich berichte, was ist.

00:02:59: Das ist mein Job und ich versuche mir einen Überblick zu verschaffen.

00:03:02: Ich versuche auch Pausen zwischendurch zu machen, auch wenn das natürlich gerade Nachts

00:03:07: schwer fällt, wenn du nach einem langen Tag, nach der letzten Tagesthemen live schalte,

00:03:11: nach Hause gehst und auf ein nach Hause Weg die Flugabwehr knallt, die gerade Drohnen

00:03:16: abschießt und das die ganze Nacht so geht, dann ist das alles andere als eine ordentliche

00:03:21: Erholung.

00:03:22: Aber ich bin ja auch hier nicht auf Erholungsurlaub, sondern um diesen Krieg zu berichten über

00:03:28: das, was in der Ukraine passiert, über diese Ungerechtigkeit, über die russische Brutalität.

00:03:32: Du hast eben schon das Bild des Fechtens bemüht.

00:03:37: Ich habe dich ja dahingetrieben, uns das ein bisschen anzuwenden.

00:03:40: Und vielleicht kommen wir auf all das zurück, was du da angetippt hast, wer sich an die

00:03:45: Regeln hält, nicht an die Regeln hält.

00:03:48: Es gibt und gab im Moment viele Telefonate zwischen Präsidenten gestern.

00:03:53: Wir zeichnen am Mittwoch dem 19.

00:03:56: März am Abend auf.

00:03:58: Es gab dies Telefonat zwischen Trump und Putin.

00:04:01: Heute eines zwischen Trump und Zelenski.

00:04:03: Ist das jetzt deinem Eindruck nach so was wie die neue Form von Friedensgesprächen?

00:04:10: Wie schält sich eine Art Format heraus?

00:04:12: Ich weiß gar nicht, ob ich schon so weit gehen würde, dass das ein Format ist.

00:04:17: Aber es ist der Versuch von Donald Trump, von dieser US-Administration, die Rolle zu

00:04:23: wechseln.

00:04:24: Von der Rolle des wichtigsten Verbündeten, des wichtigsten Partners der Ukraine.

00:04:29: Das sind die USA immer noch, auch wenn wir uns die militärische Abhängigkeit anschauen,

00:04:35: was die Unterstützung angeht, in die Rolle eines Vermittlers.

00:04:39: Das ist natürlich schräg, wenn du einerseits im gleichen Team gespielt hast und gesagt

00:04:45: hast, dass du die gleichen Werte vertrittst und plötzlich wirst du Schiedsrichter, hast

00:04:49: aber total viel Sympathie, so scheint es für das gegnerische Team.

00:04:53: Deshalb ist das alles noch gar nicht klar, ob sich dieses Format am Ende durchsetzt.

00:04:59: Aber in jedem Fall ist dieser neue selbsternannte Schiedsrichter sehr, sehr mächtig und hält

00:05:06: in gewisser Weise die Spielregeln auch in der Hand.

00:05:09: Der ukrainische Botschafter in Deutschland hat die Tage gesagt, es braucht jetzt keinen

00:05:14: Vermittler, wir brauchen Verbündete.

00:05:16: Das ist das, was die ukrainische Perspektive ist.

00:05:19: Natürlich in einer Situation, wo du einen Nachbarstaat hast, der dich angreift, seit

00:05:25: 11 Jahren, seit mehr als 11 Jahren, der seit mehr als drei Jahren versucht dich mit aller

00:05:30: Gewalt zu vernichten als Staat.

00:05:33: Klar bist du in so einer Situation nicht auf Vermittler angewiesen, sondern darauf, dass

00:05:39: du jede Unterstützung auf jeder Ebene bekommst, die du bekommen kannst.

00:05:43: Es ist ein Abnutzungskrieg.

00:05:44: Und insofern ist das völlig klar aus ukrainischer Perspektive und völlig unklar, wie man das

00:05:50: aus anderer Perspektive überhaupt anders sehen kann.

00:05:54: Es gab und gibt hier viel Aufmerksamkeit für das Telefonat, das Donald Trump mit Vladimir

00:05:58: Putin geführt hat.

00:06:00: Es gab gestern viel Berichterstattung, Live-Ticker auf den Online-Seiten der verschiedenen Zeitungen

00:06:07: wird bei dir in der Ukraine das Ganze nochmal engagierter, vielleicht minutiöser verfolgt

00:06:16: oder haben die echt andere Probleme die Menschen in der Ukraine?

00:06:19: Es wird natürlich verfolgt, weil die Menschen in der Ukraine Frieden wollen, sie wollen

00:06:23: einen gerechten Frieden.

00:06:24: Viele von ihnen haben darauf gehofft, dass Donald Trump diesen Frieden durch Stärke durchsetzt,

00:06:31: indem er Russland unter Druck setzt, indem er Putin unter Druck setzt.

00:06:34: Sie sehen, er agiert anders.

00:06:37: Er hat das Opfer, die Ukraine unter Druck gesetzt.

00:06:40: Er umschmeichelt Putin zumindest nach den Dingen, die wir öffentlich sehen.

00:06:45: Und das macht natürlich vielen Leuten Sorgen.

00:06:48: Und deshalb beobachten sie, was da passiert, wer mit wem telefoniert, auch was bei diesen

00:06:53: Telefonaten rumkommt.

00:06:54: Aber dass hier irgendjemand überrascht war, dass Russland die vollständige Waffenruhe

00:07:00: abgelehnt hat, das ist nicht der Fall.

00:07:02: Die Leute wissen sehr genau, wie Russland agiert.

00:07:05: Die Leute wissen sehr genau, wie Putin agiert.

00:07:07: Und sie kennen auch dieses KGB-FSB-Prinzip, was Putin anwendet, indem er nämlich nicht

00:07:13: Trump vor den Kopf stößt, indem er nicht sagt, nein, Donald, das machen wir auf gar

00:07:17: keinen Fall, sondern indem er sagt, ja, Donald, aber, und jetzt hört ihr meinen Monolog an,

00:07:22: denn dieses aber ist entscheidend.

00:07:24: Und auf diese Weise setzt Putin seine Ziele, seine Interessen durch, zwingt Trump seine

00:07:30: Interessen auf.

00:07:31: Und wir haben hier ein mediales Problem, weil viele Medien das dann übernehmen, die sagen,

00:07:36: Putin ist zu einer Waffenruhe bereit.

00:07:37: Und dann kommt das Kleingedruckte irgendwo.

00:07:40: Aber faktisch ist Putin nicht zu einer Waffenruhe bereit.

00:07:43: Putin will weiter Krieg führen.

00:07:44: Putin will seine Ziele durchsetzen und er wendet sozusagen die Diplomatie an als neue

00:07:50: Frontlinie.

00:07:51: Ich habe dich deshalb auch gefragt, ob die Menschen ganz andere Probleme hätten und

00:07:57: eventuell gar nicht so aufmerksam, vielleicht auch nicht so staunend auf eine Neuigkeit,

00:08:06: auf eine echte Sensation beinahe hoffend auf die Gespräche schauen, weil ich heute Morgen

00:08:13: einen Beitrag im Deutschlandfunk gehört habe von deiner Kollegin Rebecca Bart, bei der

00:08:18: ich dann nochmal neu verstanden habe, wie abgeklärt, wie auch ernüchtert.

00:08:24: Etwa diejenigen auf all das schauen, die direkt und sehr, sehr unmittelbar betroffen sind.

00:08:31: Denn Rebecca Bart war bei Soldaten an der Front, dem Donbass, in einem Dorf in der Region Donjetzk

00:08:38: und hat da eben Soldaten getroffen, die seit drei Jahren zum Teil aber auch noch länger

00:08:44: dort kämpfen, also bevor der vollumfängliche Krieg begonnen wurde, Russlands gegen die

00:08:51: Ukraine, die sich, das fand ich hochinteressant, verbieten noch zu träumen.

00:08:58: Denn dann halte man die Situation gar nicht mehr aus und die auch nicht an einen baldigen

00:09:04: Waffenstillstand glauben, genau wie du es gesagt hast.

00:09:08: So sagt Pavlo, der Kommandeur einer Drohneinheit folgend ist.

00:09:12: Diese Umgebung hier lehrt dich, dass du nur auf dich selbst zählen kannst.

00:09:21: Klasse, dass wir Brite schon deutsche Partner haben.

00:09:24: Toll, dass es die Niederlande gibt oder die baltischen Staaten, die ihr letztes Hemd geben.

00:09:28: Das ist wirklich toll.

00:09:29: Aber heute ist das so.

00:09:31: Und morgen wird jemand anders gewählt, so wie mit Trump.

00:09:34: Was hörst du daraus?

00:09:42: Ich höre daraus Realismus, aber natürlich auch eine Art Fatalismus, die gerade die Soldaten

00:09:50: und Soldaten, die schon so lange an der Front die Freiheit ihres Landes, die Sicherheit ihres

00:09:57: Landes, die Leben vieler Zivilistinnen und Zivilisten verteidigen, die sind völlig

00:10:03: erschöpft, völlig zermürbt.

00:10:04: Ich finde keine neuen Begriffe dafür.

00:10:07: Ich finde das, was die erleben, auch einfach schwer zu beschreiben, weil niemand von uns

00:10:10: kann sich das auch nur ansatzweise vorstellen.

00:10:12: Und die sind in einem Modus, in dem sie verstehen, wir sind als Staat, die Ukraine ist als Staat

00:10:19: abhängig von anderen Staaten.

00:10:21: Aber eigentlich wollen wir nicht abhängig sein und eigentlich können wir uns gar nicht

00:10:23: leisten, abhängig zu sein.

00:10:25: Wir müssen auf uns selber zählen.

00:10:27: Wir können nur auf uns selber zählen, denn das ist das Einzige, was wir haben.

00:10:30: So wie Pavlo das ja sagt, wenn die Verbündeten aus welchen Gründen auch immer einer nach

00:10:36: dem anderen wegbrechen, was bleibt dann da?

00:10:39: Das Problem bleibt da, Russland bleibt da, das Ziel Russlands, die Ukraine zu vernichten

00:10:44: bleibt da.

00:10:45: Und die einzigen, die das aufhalten können, sind die Menschen in der Ukraine.

00:10:48: Denn für sie geht es um alles, für sie geht es um ihr Leben, für sie geht es um ihre Zukunft,

00:10:53: für ihr Land geht es um die Zukunft.

00:10:55: Fast das also die Stimmung der Ukrainerinnen und Ukrainer ganz gut zusammen.

00:11:00: Wenn er sagt, dass du nur auf dich selbst zählen kannst, weil man auf alles andere eben keinen

00:11:06: Einfluss hat.

00:11:07: Wir wollen ja in der Folge die Frage stellen, worauf verlässt sich die Ukraine noch?

00:11:12: Dann wäre das nur auf sich selbst.

00:11:14: Und meine andere Frage ist, ist das neu, dass man sich auf niemanden mehr verlassen mag?

00:11:22: Denn das hieße ja alles, was zum Beispiel auch an Unterstützung gegeben worden ist, hat

00:11:29: jedenfalls nicht so was wie ein dauerhaftes Vertrauen geweckt.

00:11:32: Die Ukraine muss in erster Linie auf sich selber zählen, kann in erster Linie nur auf

00:11:38: sich selber zählen.

00:11:39: Das ist die oberste Priorität.

00:11:41: Aber das hat natürlich verschiedene Ebenen.

00:11:43: Wenn du mit Soldaten und Soldaten sprichst, die an der Front kämpfen, ist das alles viel

00:11:49: unmittelbarer.

00:11:50: Wenn du mit Diplomaten und Diplomaten sprichst, wenn die so was sagen würden, wir können

00:11:54: nur auf uns selber zählen, dann würden sie ihren Job verfehlen.

00:11:56: Ihr Job ist es, die Partner zu überzeugen.

00:11:59: Ihr Job ist es, kreative Wege zu finden, die Partner zu überzeugen, zu verstehen, wie kriegen

00:12:04: wir Deutschland, wie kriegen wir Frankreich?

00:12:06: Wie kriegen wir die USA in dieser Zeit?

00:12:08: Wie kriegen wir Indien, wie kriegen wir Brasilien?

00:12:11: Das ist der Job von Diplomaten und Diplomaten.

00:12:13: Und die würden ganz anders auf diese Frage antworten.

00:12:15: Die arbeiten auch akribisch daran, dass die Ukraine sich wieder verlassen kann auf ihre

00:12:21: Partner.

00:12:22: Und das kann sie an vielen Stellen auch.

00:12:23: Ich finde schon, wenn man sich die Entwicklung anguckt in Deutschland, auch das Verständnis

00:12:28: der politischen Landschaft in Deutschland, der Gesellschaft in Deutschland für die Ukraine,

00:12:33: für die Situation in der Ukraine, dann hat sich extrem viel getan.

00:12:36: Aber wiederum, wenn wir die Perspektive wechseln aus Sicht eines Soldaten, ja klar, dann kommt

00:12:42: irgendwie Unterstützung.

00:12:43: Und man hat sich auf die USA verlassen, man hat auf Trump gehofft, dann kommt sie aber

00:12:47: nicht, dann kommt sie wieder doch.

00:12:49: Also du bist ständig in so einer Abhängigkeit, in der du nicht sein willst.

00:12:53: Und deshalb militärisch versucht die Ukraine ja auch sehr, sehr viel in die eigenen Hände

00:12:56: zu nehmen, produziert Drohnen.

00:12:58: Hat jetzt zum ersten Mal, so hat es Präsident Zelenski ja gesagt, eine Drohne getestet, die

00:13:03: 3000 Kilometer weit fliegen kann, also bis nach Sibirien rein, kann dort sozusagen militärische

00:13:10: Ziele treffen.

00:13:11: Das ist für die Gesellschaft in der Ukraine auch ganz wichtig zu sehen, dass ihr Staat

00:13:17: in eine Verfassung kommt, in eine Verfassung sich bringt, in der er perspektivisch noch

00:13:23: mehr in der Lage sein wird, so hoffen es die Menschen hier, die eigene Sicherheit wirklich

00:13:29: mit eigenen Händen und aus eigener Kraft zu verteidigen.

00:13:32: Am Anfang, als ich dich gefragt habe, lässt sich dein Sport übertragen, hast du gesagt

00:13:36: und damit Zelenski gemeint, der eher auch in der Rolle dieses Diplomaten ist, dass

00:13:43: er zu finden in der Lage ist.

00:13:45: Vielleicht haben wir das im Kopf, wenn ich gleich mit dir angucke, was denn nun heute,

00:13:50: da wir sprechen am Mittwoch, dem 19.

00:13:54: März an Neuem passiert ist, also Trump und Zelenski haben miteinander telefoniert, soweit

00:13:59: man weiß war es doch, glaube ich, der erste persönliche Kontakt seit diesem Eklat im

00:14:04: Oval Office, den die ganze Welt gesehen hat und staunender Vorstand.

00:14:10: Bei ex schreibt Trump heute, das Telefonat sei sehr gut gelaufen, man sei very much

00:14:15: on track, also auf dem genau richtigen Weg, ist das nach deinen Informationen auch so?

00:14:20: Ich habe aus den Kreisen von Zelenski aus seinem Team auch die Informationen direkt

00:14:27: nach dem Gespräch bekommen, dass es positiv war, dass sie zufrieden waren, dass es ein

00:14:31: sehr detailliertes Gespräch ist, dass sie inhaltlich in der Sache gut gesprochen haben, dass sie

00:14:37: sich darauf verständigt haben, dass die Teams, die Delegationen in engem Austausch sind, dass

00:14:42: da nicht aneinander vorbeigeredet wird und die Tatsache, dass dieses Gespräch überhaupt

00:14:47: eine Stunde gelaufen ist und sich danach nicht gegenseitig beschimpft wurde, ist durchaus

00:14:54: ein Erfolg, aber auch das haben wir ja schon gesehen, dass die Ukraine da, da sind wir

00:14:59: vielleicht bei den Finden, einen Weg gefunden hat, auch bei dem Treffen der Delegationen

00:15:05: in Saudi Arabien, einen Ton zu treffen, der die USA auch glücklich stimmt, zufrieden

00:15:12: stimmt, zumindest so einstellt, dass man wieder in der Lage ist, sachlich miteinander zusammen

00:15:18: zu arbeiten und nicht vor Fernsehkameras die angegriffene Ukraine zu zerstören.

00:15:26: Trump hat auch noch geschrieben, es sei darum gegangen, Zitat, die Wünsche und Bedürfnisse

00:15:31: Russlands und der Ukraine aufeinander abzustimmen.

00:15:35: Das wäre ja eigentlich so ganz schön, kommt es aber tatsächlich so hoffnungsvoll auch in

00:15:41: der Ukraine an, dass hier was abgestimmt würde oder ist der Verdacht inzwischen sehr, sehr

00:15:46: groß, dass Trump eher auf Seiten Putins ist und sich von dem da ganz schön, ich will

00:15:55: nicht sagen, an der Nase herumführen lässt, aber doch in eine Richtung treiben lässt,

00:15:59: die ihm eher zum Schaden der Ukraine sein würde.

00:16:01: Wenn du die Menschen fragst, dann sagen die, weder Putin noch Trump haben irgendwas Gutes

00:16:08: mit der Ukraine im Sinn.

00:16:09: Die Interessen der Ukraine...

00:16:11: Von wegen Vermittler dann.

00:16:12: So, die Interessen der Ukraine sind nicht, die Interessen von Donald Trump sind nicht,

00:16:16: die Interessen von Putin sowieso nicht.

00:16:18: Das sagen die Menschen und die haben wenig Hoffnung, dass Trump was Gutes im Schild geführt.

00:16:24: Die ukrainische Führung kann sich gar nicht wirklich leisten so zu denken, auch wenn sie

00:16:30: vielleicht in Teilen so denkt.

00:16:32: Sie weiß und versteht, dass mindestens kurzfristig es keine Möglichkeit gibt, ohne die Vereinigten

00:16:38: Staaten von Amerika sich weiter effektiv zu verteidigen.

00:16:41: Und deshalb versucht man alles, um die USA argumentativ zu überzeugen, um den USA klar

00:16:50: zu machen, dass es nicht die Ukraine ist, an der der Frieden scheitert.

00:16:53: Und auch da sind wir wieder in einem ganz interessanten Diskurs.

00:16:56: Die Ukraine hat auf Trumps Vorschlag zu einer vollständigen Waffenruhe gesagt.

00:17:02: Wir haben zwar vorgeschlagen, eine Waffenruhe im Schwarzen Meer, eine Waffenruhe mit Blick

00:17:09: auf Energieinfrastruktur, aber wenn du Donald Trump sagst, vollständige Waffenruhe, dann

00:17:15: du bist ein weiser Mann, dann machen wir das genauso.

00:17:17: Das war der ukrainische Kurs.

00:17:19: So und dann kommt Russland im Gespräch mit Donald Trump, Putin, und sagt, ja Donald,

00:17:25: ich bin bereit zu einer Waffenruhe, aber eigentlich nur mit Blick auf den Energiesektor.

00:17:30: Warum sagt Putin das?

00:17:32: Weil ihm das weh tut, dass die Ukraine seinen Energiesektor angreift.

00:17:35: Weil ihm das militärisch weh tut, die ganzen Rohstoff-Erdöl-Lager.

00:17:41: Weil ihm das aber auch wirtschaftlich weh tut.

00:17:43: Das heißt, Putin sucht sich genau den Sektor, in dem er selber mehr davon hat, wenn es dort

00:17:48: eine Waffenruhe gibt und schlägt das dann vor.

00:17:51: Und anstatt dass Trump dann mit dem gleichen Druck gegen Russland vorgeht, sagt er, wir

00:17:56: hatten super Gespräch und wir machen das genauso und ich spreche jetzt mit Zelensky

00:18:00: und unterbreite ihm seinen eigenen Vorschlag so, als wäre es meiner oder Putins.

00:18:04: Und das ist alles total schräg.

00:18:05: Und dann haben wir teilweise eine Berichterstattung in den Medien, die sagt, Putin zu Waffenruhe

00:18:09: bereit, jetzt stimmt auch Zelensky zu.

00:18:12: Und du sitzt dann davor, als jemand, der das verfolgt und denkst dir, was ist denn bei

00:18:16: euch falsch, habt ihr irgendwie die Entwicklung völlig ignoriert der letzten Wochen, Monate

00:18:21: und Jahre?

00:18:22: Es ist allerdings auch, muss ich auch zugeben, für mich schwer zu verstehen.

00:18:26: Wenn ich mir dann heute durchlese, was Zelensky bei X postet, 18.29 war, dass wir zeichnen

00:18:33: jetzt so um 14.00 nach 8.30, 9.00 auf, dann habe ich auch gedacht, wow, ich staune, was

00:18:38: ist aber genau gerade so beschrieben, wie es ist, dass er sagt, große Sache, wie Präsident

00:18:43: Trump da verhandelt, Supergespräche, sehr gut geführt.

00:18:48: Und wir sind weiterhin, und das habe er, Zelensky, also selbst, nochmal unterstrichen, dass die

00:18:55: Ukrainerinnen und Ukrainer frieden wollen.

00:18:58: Und das sei der Grund, weil die Ukrainer den Vorschlag eines bedingungslosen Waffenstillstands

00:19:06: anerkannt haben.

00:19:08: Da staun ich dann schon.

00:19:10: Weil es ist natürlich dann doch ja nicht so in der Substanz, dass die Ukraine bedingungslos

00:19:17: sich auf jeden Waffenstillstand einliße oder auch eiden lassen könnte.

00:19:22: Oder versteht es falsch?

00:19:23: Das ist das, worauf sich die Delegation der USA und der Ukraine in Saudi-Arabien geeinigt

00:19:28: haben.

00:19:29: Die Ukraine sagt, wir sind bereit zu einem Waffenstillstand und die anderen Dinge können

00:19:35: wir dann im weiteren Prozess klären, in politischen Gesprächen, in diplomatischen Gesprächen.

00:19:40: Das ist der Schritt, zudem die Ukraine bereit ist.

00:19:42: Und dann sagt Zelensky, lasst uns doch einfach mal abgleichen, wer wirklich Frieden will

00:19:47: und wer keinen Frieden will.

00:19:48: Wo ist das Problem?

00:19:49: Alle Gefangenen, alle Kriegsgefangenen gegen alle auszutauschen.

00:19:53: Das sind Tausende von Menschen, die befreit werden könnten, die zu ihren Familien zurückkehren

00:19:59: könnten.

00:20:00: Warum lässt Putin sich darauf nicht ein?

00:20:02: Lässt sich jemand, der wirklich Frieden will?

00:20:05: Wieso lässt er sich nicht darauf ein?

00:20:07: Das ist einfach die Frage, die Zelensky öffentlich stellt, die er Trump auch im persönlichen Gespräch

00:20:11: stellt.

00:20:12: Und das Gleiche gilt ja für die Waffenruhe an der Front.

00:20:15: Warum will Putin keine bedingungslose Waffenruhe?

00:20:18: Zelensky ist Antwort, weil er an mehreren Stellen der Front neue Offensiven vorbereitet, um

00:20:23: die Ukraine militärisch unter Druck zu setzen.

00:20:26: Und da sind wir wieder bei dem Ausgangspunkt.

00:20:28: Die Ukraine ist ein angegriffenes Land, das einfach nur in Frieden leben wollte.

00:20:33: Russland ist der Aggressor, der die ganze Zeit mit Gewalt versucht, seine Ziele durchzudrücken.

00:20:38: Und für Russland gibt es jetzt zwei Optionen.

00:20:40: Entweder weiter mit Gewalt die Ziele durchdrücken oder auf diplomatischer Ebene die Ziele durchdrücken.

00:20:45: Das heißt, für Russland ist das einfach nur eine zusätzliche Front, eine Alternative,

00:20:50: um die Ziele zu erreichen.

00:20:51: Und die entscheidende Frage ist, wann versteht Donald Trump, dass er bei Putin ohne Druck

00:20:59: nicht weiter kommt?

00:21:00: Wann versteht Donald Trump, dass er ohne Druck auf Russland auszuüben, nie zu einem dauerhaften

00:21:06: Frieden kommt?

00:21:07: Oder versteht Donald Trump das und es ist ihm völlig egal?

00:21:10: Das ist die entscheidende Frage.

00:21:12: Ist es dann jetzt nur ein Zwischenschritt, dass die Ukraine mit größtmöglicher Größe

00:21:20: sagt, wir wären zu einem oder wir sind zu einem bedingungslosen Waffenstillstand bereit?

00:21:28: Vorallem in den nächsten Schritten brauchen wir dann etwa die Sicherheitsgarantien.

00:21:33: Das haben wir ja alle verstanden.

00:21:35: Dass es ohne nicht gehen würde.

00:21:36: Auch mit Blick auf dem, auf all das, was sich historisch ereignet hat, wo wir wissen,

00:21:41: das fehlte an den Sicherheitsgarantien.

00:21:43: Das war das große Problem.

00:21:45: Und auch das noch mit Bedacht in dem Verständnis hier, glaube ich, sieht es so aus, als viele

00:21:54: die Ukraine militärische Momente zurück.

00:21:57: Insbesondere natürlich dann, wenn die USA nochmal die Waffendlieferungen einstellten

00:22:03: und der Ukraine nochmal den Zugang zu Geheimdiensteinformationen verbauten.

00:22:08: Beide Faktoren würden noch eigentlich nicht denkbar lassen, dass du sagst, okay, komm,

00:22:13: wir machen bedingungslosen Waffenstillstand.

00:22:14: Doch, genau, die Faktoren führen dazu.

00:22:17: Die Ukraine ist abhängig, massiv abhängig von den USA.

00:22:20: Wenn die USA diesen Druck ausüben, den sie ausgeübt haben und sagen, wir entziehen jede

00:22:24: Hilfe, dann beschleunigt das den Sterbeprozess der Ukraine.

00:22:28: Dann beschleunigt das, dass Russland die Ziele militärisch erreicht, die eigenen Ziele.

00:22:34: Und dann können wir uns einfach nur die Ausgangslage anschauen, die ja auch manchmal in den Hintergrund

00:22:39: gerät.

00:22:40: Russland ist das größte Land der Welt, hat weit über 100 Millionen Einwohner.

00:22:45: Die Ukraine ist kleiner als Russland.

00:22:47: Die Ukraine hatte mal über 40 Millionen Menschen, die hier gelebt haben.

00:22:51: Jetzt sind es wesentlich weniger, vielleicht 35 Millionen im Land, vielleicht weniger.

00:22:57: Wenn dieser Abnutzungskrieg weiter andauert, wird die Ukraine diesen Krieg über kurz

00:23:04: oder lang verlieren.

00:23:05: Wir sehen, wenn wir uns die Statistiken anschauen, die Ukraine hat die niedrigste Geburtenrate

00:23:10: der Welt und die höchste Sterberate der Welt.

00:23:12: Wir waren in Tchenyhef im Norden der Ukraine in einer Entbindungsklinik, haben da mit Frauen

00:23:19: gesprochen, die sich entschieden haben, im Krieg Kinder zu bekommen.

00:23:25: Und wenn du die fragst, warum macht ihr das?

00:23:29: Dann kriegst du als Antwort, ja, wann denn?

00:23:31: Ich habe nur dieses eine Leben.

00:23:33: Ich wünsche mir, dass mein Kind in Frieden aufwächst.

00:23:35: Und wenn du dann fragst, wo ist dein Mann, dann kommt bei vielen die Antwort, der ist

00:23:38: an der Front.

00:23:39: Das ist die Realität.

00:23:41: Das heißt, ob der Vater sein Kind überhaupt aufwachsen sieht, aufwachsen sieht ist unklar.

00:23:46: Ob das Kind, wenn es ein Junge ist, in 18 Jahren direkt an der Front steht, möglicherweise

00:23:51: könnte es so kommen, je nachdem, wie sich dieser Krieg entwickelt.

00:23:55: Das heißt, die Ukraine ist auf allen Ebenen massiv unter Druck.

00:23:58: Und die Ukraine muss und ist zu schmerzhaften Schritten bereit.

00:24:06: Aber sie wird nirgendwo unterschreiben juristisch, dass sie ihre Gebiete abgibt.

00:24:11: Das kann sie nicht.

00:24:12: Das ist ihr Staatsgebiet, das ist internationales Recht.

00:24:15: Und das wird das politische Ziel aller nachfolgenden Generationen sein, dass dieses Gebiet, das

00:24:23: Russland Völkerrechtswidrig besetzt, wieder ukrainisch kontrolliertes Gebiet ist.

00:24:28: Wenn das irgendwann nicht mehr das Ziel sein sollte, dann belegt es eigentlich das Recht

00:24:34: und Gesetz und internationale Ordnung überhaupt keine Rolle spielen, sondern dass der Stärkere

00:24:39: immer Recht hat.

00:24:40: Und wenn wir da ankommen, dann hat auf dieser Welt eigentlich wenig, wenig noch überhaupt

00:24:46: einen Sinn, wenn unsere internationale Ordnung so gar nicht funktioniert und niemand daran

00:24:51: interessiert ist, sie durchzusetzen.

00:24:52: Was wir im Moment feststellen, du hast es auch angesprochen, ist, dass Donald Trump,

00:25:00: die Ukraine, auch Präsident Zelenski persönlich, extrem unter Druck setzt, dass er aber Russland

00:25:08: und Putin genau gar nicht unter Druck setzt, mindestens nach dem, was wir wissen, was aus

00:25:15: diesen Gesprächen auch aus dem Telefonat heraus dringen sollte.

00:25:19: Denn in diesem Telefonat gestern will ich kurz darauf zurückkommen, haben ja Vladimir

00:25:25: Putin und Donald Trump eigentlich nicht viel verabredet, muss man sagen.

00:25:32: Ganz sicherlich war es so, dass sich Donald Trump mehr davon versprochen hatte, dass

00:25:36: er sowas wie ein Durchbruch erreicht, das hat er öffentlich in Aussicht gestellt.

00:25:41: Davon scheint er auch ganz besiehl zu sein, dass er es ist, der diesen Frieden zustande

00:25:46: bringt.

00:25:47: Dass Putin aber einer vollständigen, 30-tägigen Waffenruhe zugestimmt hätte, bleibt als

00:25:54: einzig greifbares Ergebnis in Anführungsstrichen jetzt, die russische Bereitschaft 30 Tage

00:26:00: lang die Energieinfrastruktur nicht anzugreifen.

00:26:04: Außerdem wurde ein Gefangenenaustausch vereinbart, der heute auch schon stattgefunden hat, je

00:26:09: 175 russische und ukrainische Soldaten waren besprochen.

00:26:14: Dazu übergab Russland wohl noch 22 schwer verletzte ukrainische Soldaten.

00:26:19: Ist das jetzt alles besser als nichts oder ist es nichts?

00:26:24: Ist es eine Nullnummer, wie Boris Pistorius gesagt hat?

00:26:28: Es ist eine Verdrehung der Fakten, es ist eine Verdrehung der Realitäten.

00:26:33: Der Gefangenenaustausch passiert immer wieder.

00:26:38: Der Gefangenenaustausch passiert unter Vermittlung in diesem Fall der Vereinigten Arabischen

00:26:42: Emirate.

00:26:43: Dieser Gefangenenaustausch ist schon eine ganze Weile in Arbeit, dass diese 175 zusätzlich

00:26:49: wurden noch 22 schwerst verletzte von russischer Seite übergeben.

00:26:56: Als Zeichen, in Anführungszeichen des guten Willens, so hat man das im Kreml dargestellt,

00:27:01: das ist natürlich kein guter Wille.

00:27:02: Ein guter Wille und ein ernsthaftes Zeichen haben wir ja gerade schon angesprochen, wäre

00:27:06: zu sagen, wir wollen alle unsere Männer und Frauen, wobei russischer Seite sind das, glaube

00:27:12: ich, wirklich nur Männer zurück und im Gegenzug kriegt ihr alle eure Leute zurück.

00:27:17: Das wäre ein Zeichen des guten Willens, das wäre ein Zeichen, dass man eine Bereitschaft

00:27:21: hat, wirklich sich dem Frieden anzunähern.

00:27:23: Der andere Punkt mit der Energieinfrastruktur, da frage ich mich, ist das wirklich dieser

00:27:32: Befehl, den Putin erteilt hat, was er gesagt hat, nach dem Telefonat hat er direkt durchgegeben

00:27:36: keine Angriffe?

00:27:37: Fast 150 Drohnen.

00:27:40: In Kiew hat es ordentlich geknallt, in verschiedenen Teilen im Osten, in Ortschaften hat Menschen

00:27:46: kein Strom, weil die Energieinfrastruktur getroffen wurde.

00:27:49: Das heißt, eigentlich hat Putin Trump an dieser Stelle ins Gesicht gespuckt und Trump setzt

00:27:54: sich hin und gibt Interviews und sagt Daumen hoch, super Gespräch, super Typ und übrigens

00:27:59: machen wir bald ein Eishockey-Match, ganz tolle Sache.

00:28:02: Das ist völlig absurd und das Absurdeste ist und da muss ich wieder Kritik an uns Medien

00:28:08: üben.

00:28:09: Wir haben irgendwie eine Art Amnesie.

00:28:13: Auch, dass Meldungen übernommen wurden, als Putin auf den ersten Vorschlag, als die

00:28:19: Ukraine und die USA sich geeinigt haben auf Waffenstillstand auf den Vollständigen.

00:28:23: Da hat Putin sich ja geäußert und gesagt Waffenstillstand, grundsätzlich super Idee,

00:28:27: aber wir müssen erstmal erforschen, was die Ursachen dieses Krieges sind und diese Probleme

00:28:32: müssen wir beseitigen.

00:28:33: Und dann gab es seriöse große Medien, die das Wortwörtlich ohne Anführungszeichen so

00:28:37: übernommen haben.

00:28:38: Und dann frag ich mich Leute, was machen wir hier eigentlich in der Ukraine und an anderen

00:28:42: Orten, die wir täglich über die Ursache dieses Krieges berichten und diese Ursache

00:28:47: ist Russland, diese Ursache ist Putin.

00:28:48: Die muss man nicht suchen, die muss er vielleicht suchen, weil er keinen Spiegel hat im Kreml,

00:28:53: aber die muss sonst niemand anders suchen.

00:28:54: Und das ist ein großes Problem.

00:28:57: Das ist wirklich, also du merkst, ich bin gerade, ich bin jemand dem sind Fakten wichtig, dem

00:29:02: ist Einordnung wichtig.

00:29:03: Finde ich gut.

00:29:04: Wenn das alles wegbricht und plötzlich irgendwie vergessen wird, dann frage ich mich wozu,

00:29:10: dann können wir alle einfach irgendwie Truth Social lesen und brauchen keinen Journalismus.

00:29:14: Kurz einmal erzählt, was dem voraus ging.

00:29:18: Vielleicht hat es dann doch nicht jeder nachgehalten oder wie du richtig rausarbeitest, hat manches

00:29:24: da auch an Berichterstattungen aufgeschnappt, was einen in die falsche Richtung führt.

00:29:30: Aber ich gebe auch zu, wenn du es damit jemandem zu tun hast wie mit Putin, der so geschult

00:29:36: ist, ist es auch relativ schwer auseinander zu piddeln.

00:29:39: Was meint er jetzt eigentlich wirklich?

00:29:41: Was führt da nur im Schilder?

00:29:43: Was ist da los?

00:29:44: Du hast es gesagt, es gab gleich in der Nacht schwere Drohnenangriffe, die in der ganzen

00:29:50: Ukraine, aber auch auf Kiev, da wo du lebst, geflogen worden sind.

00:29:54: Es gab Tote und Verletzte.

00:29:56: Es war mitnichten so, dass Russland sofort aufgehört hätte, wie denn angeblich versprochen, dass

00:30:03: Energieinfrastruktur jetzt nicht mehr angegriffen würde.

00:30:06: Voraus ging dem Ganzen die Gespräche zwischen den USA und der Ukraine in Saudi-Arabien,

00:30:12: bei denen die Ukraine den US-Vorschlag angenommen hatten, eine sofortige umfängliche, bedingungslose,

00:30:19: 30-tägige Waffenruhe umzusetzen.

00:30:22: Und damit lag der Ball für alle Welt sichtbar bei Putin.

00:30:25: Nur was hat er jetzt draus gemacht und bekommen?

00:30:27: Wir haben es schon rausgearbeitet, diese Teilwaffenruhe allein, was Angriffe auf die

00:30:32: Infrastruktur, die Energieinfrastruktur angeht, worunter aber bislang Russland gelitten hatte,

00:30:39: sprich das hilft dem jetzt.

00:30:41: Und außerdem geht Herr Putin noch hin, nutzt die Gelegenheit nochmal seine Bedingungen für

00:30:46: weitere Schritte zu nennen.

00:30:47: Es solle keine Waffenlieferungen mehr an die Ukraine und auch keine Geheimdienzinformation

00:30:52: mehr geben.

00:30:53: Das ist ja schon mal ein Gap, wo man gemerkt hat, es schadet der Ukraine extrem.

00:30:57: Ist ja auch verständlich, sie ist dann plötzlich blind, wenn sie diese Geheimdiensteinformation

00:31:02: nicht mehr hat.

00:31:03: So er will also eine schwache, wenn nicht gar wehrlose Ukraine.

00:31:07: Ist man dann jetzt mit dem, was da besprochen worden ist, in diesem Telefonat einen Schritt

00:31:13: weiter und ich künfe gleich die zweite Frage an, du sagst Trump feiert sich dafür, ja.

00:31:19: Aber da ist ja auch nicht blöd.

00:31:20: Da gibt es ja auch Leute in der Administration, die im Zweifel sagen werden, sie verlieren

00:31:25: ihr Gesicht hier gerade.

00:31:27: Das sieht nicht gut aus für sie.

00:31:29: Die Großbehauptung, die ja vor der Wahl aufgestellt hat, in 24 Stunden würde er Ratsfahrt den

00:31:36: Krieg beenden können.

00:31:37: Die hat sich ja jetzt schon in Luft aufgelösen, denn die 24 Stunden sind sehr lange vorbei.

00:31:42: Kellogg hat ja gesagt, in 24 Stunden, aber Trump hat nicht gesagt, wann diese 24 Stunden

00:31:47: anfangen.

00:31:48: Er zeigt auch, wie seriös sie sich selber nehmen.

00:31:51: Aber gut, keine Ahnung, was die Analysen im Weißen Haus wie die so gehen und sowieso

00:31:57: was Herrn Trump gesagt wird.

00:31:59: Das wissen wir im Zweifel alles nicht, dass der sich mit Speichelleckern umgibt, das

00:32:05: fällt schon auf.

00:32:06: Aber was denken die da jetzt, wie weit sie gekommen sind, ob Vladimir Putin überhaupt

00:32:15: einen Frieden will, ob er ein echtes Interesse daran hat?

00:32:19: Denn das denkt ja außerhalb, Washington ist glaube ich nebenhand.

00:32:25: Es ist sehr schwer für mich, obwohl ich in den USA war und die Gesellschaft kennengelernt

00:32:31: habe in Teilen in diese Köpfe der Trump-Administrationen reinzuschauen.

00:32:36: Ich habe an vielen Stellen das Gefühl, dass die Trump-Administration und vor allem Trump

00:32:41: selber von Schlagzeile zu Schlagzeile denkt.

00:32:44: Er denkt von einer Pressekonferenz zur nächsten.

00:32:46: Was kann er präsentieren, was kann er raushauen?

00:32:49: Vladimir Putin denkt in einer anderen Logik.

00:32:52: Er denkt in Jahrzehnten.

00:32:54: Er denkt in Geländegewinnen.

00:32:57: Er denkt als Imperialist in seiner sehr, sehr klaren Logik.

00:33:05: Insofern scheint er, so sieht es gerade aus, Trump für seine Ziele sehr, sehr gut zu instrumentalisieren.

00:33:15: Denn entweder erreicht er die Ziele mit Hilfe von Trump schneller oder er macht einfach

00:33:20: so weiter wie vorher.

00:33:21: Diese beiden Optionen hat er.

00:33:23: Und das, was die Ukraine versucht, ist nicht Vladimir Putin zu überzeugen, irgendwie Frieden

00:33:32: zu schließen.

00:33:33: Mit dem kann man sich sowieso nicht einigen.

00:33:35: Was die Ukraine versucht, ist, der Welt und gerade vor allem den USA zu zeigen, dass sie

00:33:41: mit Putin auf diesem Weg nicht weit kommen werden.

00:33:44: Dass sie nur dann weit kommen werden, wenn sie Putin unter Druck setzen.

00:33:47: Und ob das Erfolg hat oder nicht, das ist zum jetzigen Zeitpunkt noch schwer einzuschätzen.

00:33:52: Denn wir erleben ja zwei parallele Entwicklung.

00:33:55: Wir erleben die Schlagzeilen, die Dinge, die öffentlich werden.

00:33:59: Aber was da noch zwischen den Delegationen hinter den Kulissen besprochen wird, sehr

00:34:05: detailliert, das erfahren wir wahrscheinlich erst später.

00:34:09: Und das versuchen wir natürlich auch in Hintergrundgesprächen zu erfassen.

00:34:15: Aber viele, viele dieser Details sind noch hinter verschlossenen Türen.

00:34:21: Das heißt, ich will gar nicht ausschließen, dass wir in einigen Wochen und in einigen

00:34:25: Monaten schon viel weiter sind.

00:34:27: Ob das dann wirklich zu einem dauerhaften Frieden führt, Fragezeichen.

00:34:31: Ob der Frieden gerecht wird, noch größeres Fragezeichen.

00:34:35: Ob es überhaupt ein Frieden wird, hoffentlich ja.

00:34:38: Aber auch da ist die ehrliche Antwort.

00:34:42: Und ich glaube, jeder, der zum jetzigen Zeitpunkt etwas anderes sagt, lügt oder hat keine Ahnung.

00:34:47: Die ehrliche Antwort ist, wir wissen es nicht.

00:34:49: Wir können das nur abbilden.

00:34:51: Wir können nur versuchen, die Informationen zu bekommen, die wir gerade noch nicht haben.

00:34:56: Aber wir müssen da echt viel arbeiten, um daran zu kommen.

00:35:01: Und vor allem müssen wir aber auch in gewisser Weise abwarten und zuschauen.

00:35:05: Ja, und ich glaube, um da irgendwas rauszukriegen, habe ich so in Vorbereitung der Folge gedacht,

00:35:13: wahrscheinlich kommen wir am weitesten, wenn man sich die unterschiedlichen Interessenlagen

00:35:18: anschaut.

00:35:19: Wenn man rauskriegt, wer will hier eigentlich was und wer hätte an welchem, wie auch immer

00:35:26: noch auszugestaltenden Frieden, denn darüber sprechen wir ja ein echtes Interesse.

00:35:32: Und wenn ich mir anschaue, hätte Vladimir Putin ein echtes Interesse an Frieden, dann

00:35:39: komme ich zum Schluss.

00:35:40: Nee, hat er nicht.

00:35:41: Was hätte er davon?

00:35:43: Sowohl auch im übrigen Innenpolitisch.

00:35:46: Was die russische Gesellschaft angeht?

00:35:49: Es ist schwer. Die Frage nach der russischen Gesellschaft ist schwer,

00:35:52: weil sie schwer greifbar ist.

00:35:54: Viele Menschen dort arrangieren sich sehr gut,

00:35:56: indem sie unterscheiden zwischen sich und dem Staat.

00:35:59: Sie selbst haben nicht die geringste Verantwortung,

00:36:02: weder für den Krieg noch für irgendwelche anderen politischen Entscheidungen.

00:36:06: Sie leben einfach ihr Leben und trennen da sehr erfolgreich.

00:36:11: Natürlich gibt es die, die auch alles blind unterstützen.

00:36:14: Das ist auch eine große Menge.

00:36:15: Die sagen, Putin ist der Richtige.

00:36:17: Natürlich gehören die Gebiete alle uns.

00:36:20: Der Krieg soll enden.

00:36:21: Aber das, was in unserer Verfassung steht,

00:36:24: soll auch so bleiben.

00:36:27: Das heißt, die Ukraine sollte sich einfach

00:36:29: von ihrem Gebiet zurückziehen und uns die Regionen überlassen.

00:36:33: Wenn wir noch mehr Regionen wollen,

00:36:34: sollten sie sich auch davon zurückziehen.

00:36:37: Dieses imperiale Gedankengut ist sehr tief und sehr weit verbreitet.

00:36:42: Natürlich ist es aber schon eine Last

00:36:45: auch für die russische Gesellschaft dieser Krieg.

00:36:48: Es gibt Orte, Städte, die davon profitieren.

00:36:51: Diejenigen mit der Rüstungsindustrie überhaupt

00:36:55: ist die Wirtschaft auf Kriegswirtschaft umgestellt worden.

00:36:57: Das heißt, dass jetzt alles irgendwie zurückzudrehen

00:36:59: in eine normale Wirtschaft.

00:37:02: Das ist auch recht aufwendig.

00:37:03: Dieser Staat hat sich mit diesem Krieg arrangiert

00:37:07: und hat einen Umgang damit zu finden,

00:37:10: erfolgreich sogar damit zu leben.

00:37:12: Und wenn jetzt, so wie es aussieht, auch noch die USA sagen,

00:37:15: lasst uns doch mal unsere Wirtschaftsbeziehungen normalisieren

00:37:18: und überhaupt unsere politischen Beziehungen,

00:37:20: dann gibt es erst recht, noch weniger Gründe damit aufzuhören.

00:37:24: Wenn umgekehrt aber der Druck wachsen würde

00:37:26: und die Schrauben noch weiter zugedreht werden

00:37:29: und die eingefrorenen Gelder, die in Europa liegen,

00:37:32: die 300 Milliarden der Ukraine überwiesen werden

00:37:35: und die Ukraine plötzlich finanziell stärker dastehen würde

00:37:40: und dadurch auch in eine stärkere Position kommen würde,

00:37:44: das würde die Ausgangslage ändern, das würde den Druck erhöhen.

00:37:47: Aber davon sind wir zum jetzigen Zeitpunkt weit entfernt

00:37:51: und es geht eher in die andere Richtung.

00:37:54: Die Interessen der russischen Regierung,

00:37:56: du hast sie noch mal ausbuchstabiert, sind ja offenkundig

00:38:00: und Putin wiederholt das auch immer und immer wieder.

00:38:03: Er verlangt für ein mögliches Ende der Kampfhandlungen

00:38:06: in sehr hohen Preis.

00:38:08: Die Ukraine soll unter anderem auf ein NATO-Beitritt verzichten,

00:38:11: wie wohl sie das in ihrer Verfassung hat,

00:38:14: soll der Abtreitung von fünf russisch besetzten Gebieten zustimmen,

00:38:17: außerdem fordert Russland ein Regierungswechsel

00:38:20: und will, dass die Ukraine ihre Truppenstärke drastisch reduziert,

00:38:24: kurze Um. So hat es jetzt die EU-Außenbeauftragte Kaya Kallas,

00:38:27: wie ich fand, auf einen guten Punkt gebracht.

00:38:30: Die Bedingungen, die Russland stelle,

00:38:32: "zeigen, dass sie eigentlich keinen Frieden wollen,

00:38:35: sondern sie stellen alle Ziele, die sie mit dem Krieg erreichen wollen,

00:38:38: als Bedingungen."

00:38:39: Das sind natürlich dann ...

00:38:41: Dann bist du da.

00:38:43: Dann hat sich dieser ganz brutale Waffengang,

00:38:48: bei dem ja auch sehr viele russische Soldaten,

00:38:50: by the way, ums Leben gekommen sind,

00:38:52: hat sich auf eine Art gelohnt.

00:38:55: Ja, und vor allem, wie absurd ist das denn?

00:38:58: Wir fordern, dass ihr da irgendwie Neuwahlen macht

00:39:01: oder dass irgendjemand anders dahingesetzt wird.

00:39:03: Zeigt ja mit, was für einer Logik man da rangeht. Das ist eine Diktatoren-Logik. Es gibt ja auch

00:39:08: so ein Meme von 99 bis jetzt, irgendwie Putinskopf, da zwischen so einem kleinen Mit-Wedyev-Kopf in

00:39:14: Russland ähnlicher Zeitraum Lukaschenka in Belaroz und in der Ukraine immer wieder andere

00:39:22: Präsidenten. Der Einzige der wiedergewählt wurde war Kutschmar. Alle anderen Präsidenten wurden

00:39:25: abgewählt oder sind nicht wieder angetreten zur Wahnsinnigkeit. Das ist der Unterschied zwischen

00:39:30: einer Demokratie und einer Autokratie. Und natürlich in der Welt eines Autokraten kann man

00:39:37: einfach jemanden absetzen und jemand anderen dahin stellen. Das hat er in der Ukraine ja auch versucht

00:39:41: mit Viktor Janokowicz und ist damit gescheitert auf seine Art und hat es dann stattdessen versucht

00:39:49: mit maximaler militärischer Gewalt. Das ist das Prinzip Russland, das ist das Prinzip Putin.

00:39:54: Umso bitterer, ich komme zu dem anderen Kleinstkapitel. Was wollen die USA? Was will Trump? Umso

00:40:02: bitterer, dass er Trump genau in diese Verlangs zuletzt eingedrungen ist nach dem Großzusammenstoß

00:40:09: im Oval Office, dass er Selensky die Legitimität abspricht, dass er sagt, er will überhaupt

00:40:17: keinen Frieden. Er spielt mit einem Dritten Weltkrieg. Er hatte ihn vorher genannt, ein Diktator

00:40:23: ohne Wahlen, jemand also, der sich längst einer Wiederwahl hätte stellen müssen, denn die

00:40:28: Amtszeit, die Reguläre liefen nun mal im Mai des vergangenen Jahres ab. Aber es ist so, dass du,

00:40:33: wenn du in Kriegszeiten lebst, keine Wahlen durchführen kannst. Das leuchtet ja auch jedem

00:40:38: einen und entspricht so dann auch dem Kriegsrecht. Aber da reinzugehen und zu sagen, dieser Mann

00:40:44: ist kein legitimer Präsident. Die Menschen wollen ihn eigentlich gar nicht mehr. Das war schon krass,

00:40:50: fand ich eine extreme Demütigung. Das hat, glaube ich, aber das kannst du viel besser erzählen.

00:40:56: Wirklich was angerichtet und das war, glaube ich, auch genau so gedacht, oder? Ich würde genau deshalb

00:41:02: auch nicht von einem Großzusammenstoß sprechen, sondern ich würde sagen, da sind Leute mit Hörnern

00:41:07: voll auf jemanden losgelaufen und die Leute mit Hörnern waren JD Vance und Donald Trump und

00:41:12: Selensky ist einfach stehen geblieben. Der hätte sich irgendwie runter drucken können, der hätte

00:41:16: ertragen können, dass über ihn drüber gelaufen wird. Er ist stehen geblieben. So und dieses

00:41:20: stehen bleiben wurde ihm dann ja in Teilen vorgeworfen. Warum bleibst du stehen? Du musst

00:41:24: auch einknicken. Du setzt damit irgendwie das Schicksal deines Landes aufs Spiel. Du musst dich

00:41:29: entschuldigen. Das hat auch selbst der NATO-Generalsekretär gesagt. Genau, aber die Tatsache,

00:41:33: dass Selensky stehen geblieben ist, hat der Welt gezeigt, wie mit der Ukraine umgegangen wird,

00:41:38: wie mit dem angegriffenen Land umgegangen wird. Ich meine, ist es wirklich, also man kann sich

00:41:43: über Kleidungsstile grundsätzlich streiten und unterhalten, aber ist es wirklich das größte

00:41:48: Problem in einem Krieg, in dem größten Krieg seit dem Zweiten Weltkrieg in Europa, dass der

00:41:57: Präsident keinen Anzug trägt, sondern irgendwie ein Sweatshirt. Ist das, ist das so und so wird

00:42:04: es aber dargestellt. Und das ist das, was... Und dabei wird vergessen, ist Winston Churchill auch

00:42:09: genau so in Weißerhaus gegangen, ist zu Zeiten eines Krieges, nämlich das Zweiten Weltkrieg.

00:42:16: Genau, und das hat Selensky ja auch gesagt, so das Kostüm, den Anzug, das trage ich dann, wenn es

00:42:22: soweit ist, aber jetzt ist es noch nicht soweit. Und was mir am meisten Sorgen bereitet ist, genau

00:42:28: das, was du geschildert hast, dass Trump nicht nur keine Manieren hat oder aggressiv ist in seiner

00:42:36: Rhetorik, sondern dass er eins zu eins russische Propagandanarrative übernimmt, dass er Kreml

00:42:43: Sprache übernimmt. Das sieht man ja bei seinem Sohn auf X, das sieht man bei Elon Musk auf X,

00:42:49: das sieht man sozusagen in dem Trump-Umfeld. Und er macht das eben an vielen Stellen genau so.

00:42:56: Deshalb bin ich dann auch fasziniert, wenn, wie jetzt nach diesem Gespräch mit Selensky,

00:43:01: da so ein Statement kommt, was sich sehr sachlich liest und sehr diplomatisch. Und dann kommt aber

00:43:06: irgendwie eine halbe Stunde später ein anderes Statement, wo es heißt, ja, wir schlagen euch

00:43:10: als Sicherheitsgarantie vor, dass wir alle eure Energieinfrastrukturanlagen einfach übernehmen.

00:43:16: Das ist dann unseres. Und da kommt wieder dieses wirtschaftliche Interesse zum Vorschein. Und da

00:43:21: kommt auch so ein bisschen diese koloniale Logik wieder zum Vorschein. Und da sind sich Trump und

00:43:26: Putin an dieser Stelle, glaube ich, sehr nah, dass sie sich einfach in diesem Großmächte denken,

00:43:31: sehr ähnlich sind. Und die Ukraine so als kleines oder überhaupt Europa so als etwas empfinden,

00:43:36: was man einfach so hin und her schieben kann. Also was will Trump dann so denkst du im Kern

00:43:43: grundsätzlich? Dann, wenn Statements von ihm nicht nochmal schön glattgebürstet sind, sondern wenn

00:43:49: man wirklich in den Kopf von Herrn Trump schauen konnte. Was will er dann? Will er die schnelle

00:43:53: Kapitulation der Ukraine um das Land und seine Rohstoffe ausbeuten zu können und parallel noch

00:44:01: um sagen zu können, er habe aber diesen tollen Frieden erreicht und verdient dafür den Friedensnobelpreis?

00:44:07: Er will alles, er will gewinnen. Er will der Sieger sein. Er will derjenige sein, der einen

00:44:11: schnellen Erfolg erzielt. Wie dieser schnelle Erfolg aussieht, das scheint ihm relativ egal zu sein.

00:44:19: Deswegen finde ich den Begriff Dealmaker auch ungünstig und vielleicht sogar falsch, weil du

00:44:24: bist ja kein Dealmaker, wenn du dich auf jeden Deal einlässt, selbst wenn er schlecht ist. Der beste

00:44:30: Deal für Trump wäre, man hat irgendeinen Frieden. Die Kampfhandlungen sind eingestellt. Die Ukraine

00:44:37: hat irgendwie, es ist noch irgendwie ein souveräner Staat. Russland hat das, womit es sich irgendwie

00:44:45: zufrieden gibt. Man kann mit Russland Handel betreiben, man kann wirtschaftlich von Russland

00:44:50: profitieren, man kann weiter auch wirtschaftlich von der Ukraine profitieren. Aber was dann irgendwie

00:44:56: am Ende, wie lange das hält oder so, das ist dann egal. So scheint mir das. Ich sehe nicht die Vision,

00:45:02: dass er wirklich diese großen Gedanken hat, diese großen Vorstellungen, wie man die Lage

00:45:10: befriedet, wie man Frieden in Europa schafft, wie man überhaupt ein Europa hat, das friedlich

00:45:17: prosperierend lebt. Ich glaube, er hat gar kein Interesse an Europa. Das sollte unser Interesse

00:45:22: sein. Da sind wir eigentlich wieder bei dem zentralen Punkt. Es geht viel, viel mehr um uns als um

00:45:28: Donald Trump. Aber wir drehen uns in unseren Debatten total viel um Donald Trump und um Vladimir

00:45:32: Putin und sollten uns aber eigentlich viel mehr darum drehen, was ist unser Interesse, was können

00:45:37: wir dafür tun, um unsere Interessen durchzusetzen. Worauf verlässt sich die Ukraine noch? Die Frage

00:45:43: will ich ja mit dir klären und darauf rumdenken. Aber die Ukraine musste sich eben lange Zeit und

00:45:50: muss das glaube ich jetzt auch noch eben auch auf die Unterstützung und die militärische

00:45:54: Unterstützung der der USA verlassen. Deshalb ja, es sieht natürlich viel toller aus, auch wie wir es

00:46:01: eben von Pavlo gehört haben, nur auf sich selbst zu schauen und eben nur gelten zu lassen, was man

00:46:08: selber will und was man auch selbst ins Werk setzen kann. Aber das ist ja unter den gegenwärtigen

00:46:14: Bedingungen mit einer dann doch nicht vollumfänglichen europäischen Unterstützung für die Ukraine eher

00:46:22: nicht möglich, oder? Und auch das glaube ich darf man mitdenken. Es war sicherlich auch eine Art von

00:46:30: Verblüffungseffekt mit welcher Entschiedenheit, um nicht zu sagen brachialen Wortwahl und welchem

00:46:39: brachialen Vorgehen die US-Administration nach der Nachamtsantreter losgezogen ist. Wenn du dann

00:46:47: Hexas höresst den US-Amerikanischen Werteheidigungsminister beim NATO treffen, der erstmal alles

00:46:54: an Bedingungen abräumt, was man zu einem späteren Zeitpunkt eher mal auf den Tisch gelegt hätte.

00:46:59: Er hat gesagt, die Ukraine kriegt den NATO-Beitritt nicht, sie verzichtet darauf, es gibt keine

00:47:05: Wiederherstellung der territorialen Integrität in den Grenzen von vor 2014, also inklusive

00:47:12: Krim und Donbass. Das sei unrealistisch, das solle sich die Ukraine abschminken und dann

00:47:18: kommt es, es gäbe keine Beistandsverpflichtung, sondern die Europäerinnen und Europäer sollten

00:47:24: halt den Frieden selbst absichern, zack aus Ende, die USA wären nicht mehr mit dabei. Dass wir

00:47:29: dann zunächst mal darauf schauen, weil die Lage neu beurteilt werden muss, liegt ja auch auf der

00:47:36: Hand, oder? Ja und vor allem finde ich, sind da ja wahre Punkte dabei. Der Punkt mit die Ukraine

00:47:42: kommt nicht in die NATO, das ist die Position der Bundesrepublik Deutschland, sehr lange gewesen.

00:47:47: Das ist die Position, wenn er sich ehrlich macht, von Joe Biden gewesen, denn hinter verschlossenen

00:47:53: Türen hat Joe Biden zu Selensky gesagt, ihr kommt nicht in die NATO, das machen wir nicht. Wenn Joe

00:47:59: Biden das Ziel gehabt hätte, die Ukraine in die NATO aufzunehmen, dann wäre die Ukraine längst in

00:48:03: der NATO. Das ist Punkt eins. Der zweite Punkt ist, die Europäer müssen ihre Sicherheit selbst in die

00:48:10: Hand nehmen, traurig, dass es dafür ein US-Verteidigungsminister ohne große Berufserfahrung braucht,

00:48:17: das auszusprechen, das haben viele schlaue Menschen hier in Europa selbst längst verstanden, nur

00:48:23: wurde ihnen nicht ausreichend zugehört und man hat das immer so ein bisschen beiseite geschoben.

00:48:27: Das heißt, wenn man diesem Trump-Team und dieser US-Administration etwas Positives abgewinnen will,

00:48:34: dann, dass sie uns allen doch in gewisser Weise die Augen geöffnet hat. Die Situation im Oval Office,

00:48:39: so schlimm es für Selensky war, so schlimm es war, das sich anzuschauen, vielleicht hätte Europa

00:48:46: nichts Besseres passieren können. Vielleicht war das dieser Wegruf, den es gebraucht hat für eine

00:48:52: echte Zeitenwende, dass wir plötzlich nicht nur darüber reden, dass wir was machen müssen, sondern

00:48:56: dass wir in Deutschland sehr, sehr viel Geld in die Hand nehmen und konkret etwas machen. Das

00:49:01: Frankreich, was ohnehin sehr gut ist im Reden, plötzlich konkrete Vorschläge macht, was den

00:49:07: Atomschutzschirm für Europa angeht. Dass das Vereinigte Königreich mit Kerstama, der sonst eher

00:49:12: ein bisschen blass aufgetreten ist und nicht so sichtbar war, sich plötzlich zum Brückenbauer

00:49:19: aufbaut. Und auch, ja, ein sehr geschnitteter, sind wir wieder bei dem Umgang mit Trump, ein sehr,

00:49:25: sehr geschickten Weg findet, irgendwie Trump einzulohlen, dann irgendwie im Oval Office so ein

00:49:29: Brief rauszuholen von King Charles und sagt Trump so, oh, was für ein beautiful man mit einer

00:49:34: beautiful Unterschrift und Einladung nach Windsor, die kriegt auch nicht jeder, das ist alles, weil

00:49:40: ich so besonders bin. Also, das ist natürlich ein geschickter Schachzug da irgendwie, die Monarchie,

00:49:45: den König so einzubinden. Und das zeigt vielleicht, ich bin ja jemand, der das eher kritisch sieht und

00:49:50: auch dort gearbeitet hat, aber das zeigt, dass das vielleicht in dem Fall sogar ganz positiv

00:49:54: wirken könnte in unser aller Interesse, was unsere Sicherheit angeht. So, insofern unterm Strich,

00:50:01: das ist alles ganz schlimm und das wäre viel besser, wenn man genauso in Partnerschaft mit den

00:50:08: USA weiterleben könnte, wie es die vergangenen Jahrzehnte der Fall war. Aber vielleicht hat es

00:50:14: das auch gebraucht und vielleicht bringt es etwas, ein polnischer Kollege hat das neulich ausgedrückt,

00:50:21: hat die steile These aufgestellt, dass wir vor dem goldenen Jahrzehnte Europas stehen. Da haben

00:50:28: alle erstmal ein bisschen die Augenbrauen hochgezogen, aber im besten Fall hat er recht und

00:50:33: wir wissen es alle nur noch nicht. Worauf verlässt sich die Ukraine noch? Wir haben angeguckt,

00:50:40: was will die Ukraine, was will Putins Russland, was will Donald Trump? Aber lass uns genau gucken,

00:50:48: was könnte jetzt eigentlich noch helfen und wer handelt? Eventuell wirklich im Interesse der

00:50:58: Ukraine und dann wäre ich jetzt als nächstes auch gekommen auf genau den Vorstoß von

00:51:03: Präsident Macron und dem britischen Premierminister Kirsten Stammer. Du hast es angesprochen,

00:51:09: die eine sogenannte Koalition der Willigen bilden wollen, das gab es auch schon mal. Und

00:51:14: dieser Koalition ist das Ziel zu eignen, die Ukraine soweit zu stärken, dass sie ein Diktatfrieden

00:51:20: zu den Bedingungen Moskau erspart bliebe. Dazu gehöre eben auch mögliche Friedens-Truppen,

00:51:27: wie die immer heißen. Ich habe eben schon den ukrainischen Botschafter in Deutschland,

00:51:31: Markaya, vorangesprochen, der hat im Interview gesagt, er möchte nicht von Friedens-Truppen oder

00:51:36: einer Friedens-Mission sprechen, das sein Truppen zack aus Ende, die uns, also der Ukraine, Sicherheit

00:51:43: geben würden. Und sowohl Stammer als auch Macron sind ja erkennbar bemüht, sehr schnell ein

00:51:49: möglichst starkes europäisches Zeichen zu setzen, vor allem Washington zu zeigen, dass die

00:51:56: Europäerinnen eine Friedenslösung gegebenenfalls tatsächlich auch mit eigenen Truppen stützen

00:52:02: könnten. Interessant fand ich dabei, dass Macron jetzt gesagt hat, das gab ja am Wochenende noch

00:52:07: mal eine Videokonferenz und hinterher, da hat er gesagt, dass Russland dagegen übrigens kein

00:52:12: Veto habe. Das war ihm wichtig zu sagen. Finde ich auch wichtig und er führt aus, wenn die Ukraine

00:52:19: als souverainer Staat die Anwesenheit alliierter Streitkräfte auf ihrem Territorium wünscht,

00:52:25: dann liege es, Zitat, nicht an Russland das zu akzeptieren oder aber nicht. Anders hat sich

00:52:32: der deutsche Regierungsprächer Hebe Streit geäußert. Der russische Widerstand sei etwas,

00:52:37: also gegen eine solche Stationierung von Streitkräften ist gemeint, dieser russische

00:52:43: Widerstand sei etwas, das beachtet werden müssen. Was ist für dich von der Koalition der Willigen

00:52:50: zu erwarten? Hoffen bzw. verlassen sich die Ukrainer*innen darauf? Die Ukrainer*innen,

00:52:57: ich bleibe dabei, verlassen sich in allererster Linie auf sich selbst und versuchen auch die

00:53:04: Koalition der Willigen von den eigenen Positionen zu überzeugen. Der allererste Punkt und den hast

00:53:10: du gerade auch genannt, die Ukraine ist ein souverainer Staat mit souveränen Menschen,

00:53:15: eine Demokratie, eine Demokratie, die selber über ihr Schicksal entscheidet. Das muss gegeben

00:53:21: bleiben, das muss verteidigt werden, das muss geschützt werden. Darum dreht sich eigentlich

00:53:26: alles. Die Ukraine will nicht zu einem Staat werden, bei dem ein anderer Staat sagt, der Typ, den

00:53:34: finde ich cool, der soll jetzt euer Chef sein. Nein, das wollen und werden die Ukrainerinnen und

00:53:39: Ukrainer selbst entscheiden. Wenn sie Selenski wollen, wählen sie ihn. Wenn sie Selenski nicht

00:53:44: wollen, wählen sie ihn nicht. Das hat Poroshenko schon so erlebt, das haben andere Präsidenten

00:53:47: auch schon so erlebt. Oder Janu Kovic, der Dinge macht, die er vorher nicht macht,

00:53:52: die er eigentlich zugesagt hat und dann auf sein eigenes Volk schießen lässt, erzieht den Kürzeren.

00:53:58: Das ist das, was diese Gesellschaft hier stark macht. Und das ist, glaube ich, das, was ganz

00:54:03: oft in den Debatten, und du hast es ja auch gesagt, wenn wir dann über Trumps und Putins und so

00:54:08: sprechen, das geht verloren. Und deshalb kommen wir auf den Punkt der Sicherheitsgarantien. Die

00:54:14: Ukraine hat schon zu oft erlebt, da sind wir wieder bei dem Budapest, der Memorandum,

00:54:17: worüber wir auch ja nicht nur einmal gesprochen haben, hat zu oft erlebt, dass Dinge, die

00:54:23: ihr zugesagt werden, nicht eingehalten werden. Und deswegen... - Müssen wir vielleicht kurz sagen,

00:54:27: im Budapester Memorandum hat die Ukraine ihre Atomwaffen abgegeben, gegen Sicherheitsgarantien,

00:54:33: die sie dann nicht hatten. - Genau, und du hast ganz viele Leute in der Ukraine, die sagen,

00:54:37: ey, wenn wir die Dinger hier noch hätten, dann würde Russland niemals auf die Idee kommen,

00:54:41: uns anzugreifen. Dann würde niemand uns angreifen, weil Atommächte nicht angegriffen werden. Und

00:54:46: darum dreht sich alles. Die Kunst ist, Sicherheitsgarantien zu finden. Das ist ja irgendwie

00:54:52: ein abstraktes Wort, was kompliziert klingt. Aber am Ende geht es einfach nur darum,

00:54:57: irgendein Modell zu finden, was dafür sorgt, dass Russland nicht in einem, in zwei oder drei

00:55:03: Jahren nach einem möglichen Waffenstillstand, nach einem möglichen Frieden, wie auch immer

00:55:06: aussehen, kann weiter angreift. Und wie kommt man dahin? Natürlich will Russland, dass die

00:55:12: ukrainische Armee möglich dezimiert wird, dass die Ukraine keine Waffen herstellt,

00:55:17: damit man irgendwann ganz leicht dieses Land überrollen kann. Aber wieso stellt man nicht

00:55:22: die umgekehrte Frage? Wieso kann Russland so aufrüsten und einen Diktator haben, so abgesehen

00:55:28: davon, dass die Ukraine kein Diktator haben will, was man der Gesellschaft ja auch sehr stark

00:55:33: anmerkt. Aber ein souveräner Staat kann und muss über sein Schicksal entscheiden können.

00:55:42: Und ein Europa, das es ernst meint mit diesen Werten wie Freiheit, Unabhängigkeit, Demokratie,

00:55:48: muss alles dafür tun, damit ein souveräner Staat sich diese Rechte erhält. Und alles

00:55:53: dafür tun bedeutet auch militärisch zu unterstützen. Und zwar nicht irgendwie zu sagen, wir marschieren

00:56:00: jetzt auf Russland los. Nein, es geht ja einfach nur darum, dafür zu sorgen, dass Russland nicht

00:56:04: weiter marschiert, dass Russland Grenzen gesetzt werden. Denn bisher ist es niemandem gelungen,

00:56:09: Russland diese Grenzen zu setzen. Du hast vor gang eine Woche bei Hard Aber Fair gesagt,

00:56:15: die Zeitenwende vollziehe sich in Deutschland jetzt wirklich. Du hast da, wenn ich es richtig

00:56:22: beobachtet habe, beeindruckt und angetan gesprochen. Was ändert sich deiner Beobachtung nach

00:56:30: im Moment da gerade im deutschen Denken oder in der deutschen Herangehensweise auch an den Krieg

00:56:38: gegen die Ukraine, wenn ich gerade ja auch extra nochmal den Regierungssprecher Hebestreit

00:56:45: zitiert habe, der in meiner Wahrneimung dann doch wieder in die behauptete Zögerlichkeit zurückfällt,

00:56:53: die vielleicht die Regierungszeit Scholz gekennzeichnet hat, der zu sagen pflegte, es gäbe

00:57:00: die Unterstützung der Ukraine as long as it takes, also so lange wie nötig. Friedrich Merz, der sich

00:57:09: Hoffnungen darauf macht, der nächste Bundeskanzler zu werden, bringt es ja auf die andere Formel

00:57:13: whatever it takes, angelehnt an das, was Draghi damals gesagt hat, was immer es also brauchte. Ich

00:57:20: lese da und höre daraus einen Unterschied. Was nimmst du wahr? Das ist ein Unterschied. Man muss

00:57:27: aber auch dazu sagen, dass Boris Pistorius dieses whatever it takes auch schon mal verwendet hat

00:57:31: und auch sogar vor Friedrich Merz, aber da sieht man vielleicht auch, dass da eine Gemeinsamkeit

00:57:36: da ist in der Unterstützung der Ukraine. Was ich feststelle ist, dass sich das Bewusstsein

00:57:46: ändert. Und da schließe ich mich mit ein, du hast es am Anfang gesagt, ich habe mich da so ein

00:57:51: bisschen, weil ich überrascht war, darum rumgewurschtelt über diesen Fechterglei, aber die einzigen Waffen,

00:57:56: mit denen ich mich mein Leben lang beschäftigt habe, waren Floretz. So, Degen habe ich auch irgendwie

00:58:01: mal ausprobiert und Freunde von mir fechten Sebel, aber das ist ungefähr die Waffenkunde, die ich

00:58:05: beherrsche. Ich habe mich nie für die Bundeswehr interessiert, ich habe immer, meine Logik war

00:58:10: immer, dieses Geld sollte in Schulen gehen, sollte in Krankenhäuser gehen, braucht man alles nicht,

00:58:14: wozu überhaupt eine Armee war, was für ein Quatsch. Die Realität, mit der wir uns alle aber

00:58:21: konfrontiert sehen, die erste Realitätsschock für die große Mehrheit in Deutschland war,

00:58:28: glaube ich, nicht 2014, nicht der Beginn des Krieges, sondern der Beginn des Angriffskriegs,

00:58:33: 2022, dass man plötzlich gedacht hat, oh Gott, das, was wir aus Geschichtsbüchern kennen in

00:58:37: Europa, passiert jetzt gerade in Europa und lass mal 5.000 Helme hinschicken, so, weil wir haben ja

00:58:45: mit Waffen nichts am Hut. So, dann kam das, die Entwicklung dahin, okay, wir müssen uns damit

00:58:51: auseinandersetzen, weil das ist nicht gerecht, das ist schlimm, was da passiert und man kann das

00:58:57: Opfer nicht alleine lassen. Und mit Trumps Einzug ins weiße Haus ist das Verständnis gekommen,

00:59:03: okay, die Sicherheit, die wir immer hatten oder geglaubt haben zu haben, die ist auch gar nicht

00:59:09: mehr da, weil wenn der ukrainische Präsident so behandelt werden kann, warum nicht auch der

00:59:15: Bundeskanzler und was sind überhaupt diese Versprechung und Verträge wert, wenn da so jemand ist, der

00:59:20: transaktional denkt und einfach nur schaut, okay, das lohnt sich für mich, ich geb dir das, du gibst

00:59:25: mir das, das ist super und der gar nicht mehr in politischen Logiken, in Ethik, in Moral denkt.

00:59:32: Und das führt jetzt zu dem Bewusstsein dazu und das bewundere ich und das stelle ich in vielen

00:59:37: Gesprächen, wenn ich in Deutschland bin fest, von vielen Menschen, die sich als Pazifisten lange

00:59:43: bezeichnet haben oder das vielleicht immer noch so tun, dass sie sagen, okay, wir müssen umdenken,

00:59:47: weil nicht Pazifismus ist schlecht, aber die Realität ist eine andere. Es gibt Staaten und es gibt

00:59:53: Länder, die mit Gewalt ihre Ziele erreichen wollen. Und wenn wir das, wenn wir unsere Werte erhalten

00:59:58: wollen, wenn wir unser Leben und unsere Welt, so wie wir sie uns vorstellen, erhalten wollen, dann

01:00:04: müssen wir stark genug sein, dass die nicht uns angreifen, dass wir in der Lage sind, uns zu

01:00:09: verteidigen. Und das ist ja die ganze Diskussion darüber. Verteidigungsfähigkeit, Kriegstüchtigkeit,

01:00:15: wie auch immer man das nennt, es geht um dieses Bewusstsein und das ist aber auch ein Prozess,

01:00:19: da müssen wir drüber streiten, da müssen wir viel erklären, weil das sind ja auch schmerzhafte Themen.

01:00:24: Niemand redet gerne über Waffen, niemand redet gerne über Krieg, aber das Auszublenden ist noch

01:00:31: gefährlicher. Das Ausblenden führt dazu im schlimmsten Fall, dass du angegriffen wirst und

01:00:36: dich nicht verteidigen kannst. Und das haben Menschen in der Ukraine erlebt oder erleben Menschen,

01:00:42: die in besetzten Gebieten immer noch sind. Das bedeutet Terror, das bedeutet Unfreiheit und das

01:00:47: bedeutet ein Leben, was du eigentlich nicht leben willst. Ich denke wie du, dass ich da jetzt wahrscheinlich

01:00:55: nochmal durch die ganze Rhetorik der Administration Trump und der Mann ist aber zum zweiten Mal

01:01:03: im Abend, also man hat eigentlich 2.17 da auch schon mal aufgemerkt. Das hat sich offensichtlich

01:01:09: nicht verfestigt, auch der Eindruck des vollumfänglichen Angriffskriegs, den Russland 2022 beginnt.

01:01:19: Dieser Eindruck hat sich auch nach einer Zeit wieder ein bisschen verflüchtigt. Jetzt glaube ich

01:01:24: ist ein neuer Eindruck da, ich beobachte das wie du auch an mir selber, dass ich das Gefühl habe,

01:01:29: gut jetzt wird wirklich und eventuell auch dauerhaft, aber ich bin nicht sicher, wahrgenommen, dass auch

01:01:37: wir, wie wir es für die Ukrainerinnen und Ukrainer, wir als Deutsche, dass wir sagen müssen, wir

01:01:45: müssen uns selber helfen, wir müssen auf uns selber zählen. Da setzt was Neues ein. Was davon

01:01:52: kommt aber, weil wir über die Ukraine nachdenken, bei den Ukrainerinnen und Ukrainern anwürttes,

01:01:59: wahrgenommen, dass sich in Deutschland da gerade was verändert und mit Deutschland eben auch,

01:02:04: wir haben die Koalition der Willigen angesprochen, das ist ja noch ein Bündnis,

01:02:08: das über die EU hinausgreifen will, aber auch die EU selber versucht sich ja anders und neu und

01:02:16: jedenfalls unabhängiger aufzustellen. Kommt das an? Das kommt an, absolut. Es kommt an,

01:02:22: dass Deutschland anders spricht, anders auftritt. Es werden auch große Hoffnungen Friedrich-März

01:02:28: gelegt. Es passiert ja auch etwas, worüber wir gar nicht so viel sprechen, was aber ganz automatisch

01:02:34: der Fall ist. Auf zivilgesellschaftlicher Ebene gibt es einen totalregen Austausch. Du glaubst

01:02:39: gar nicht, wie viele Ukrainerinnen und Ukrainer aus der Zivilgesellschaft fantastisch gut informiert

01:02:46: sind über das, was in Deutschland passiert, bis in die letzten Details, bis in die einzelnen

01:02:50: Parteiprogramme. Da waren jetzt einige bei einer Veranstaltung in Berlin von ThinkTanks organisiert,

01:02:57: und ich lese dann hinterher lange Postings und sie schreiben mir, glaubt gar nicht, was in

01:03:02: Deutschland passiert, da ist ein großes Umdenken, große Solidarität und bei all den schlechten

01:03:06: Nachrichten aus den USA auf Deutschland können wir uns verlassen, das wird gesehen, das wird

01:03:12: wahrgenommen, das wird geschätzt, die Dankbarkeit ist enorm, dass die andere Ebene ist ja auch immer

01:03:17: noch die zivilgesellschaftliche, wie viele Familien in Deutschland leben. Zum Beispiel mein

01:03:23: Fechtrainer, seine Frau und seine Tochter leben in Berlin, der erzählt mir regelmäßig, was die

01:03:29: eben so erzählen über Deutschland und was sie dort so wahrnehmen. Also es gibt eine ganz,

01:03:33: ganz enge Verbindung zwischen Ukraine und Deutschland und das kann man übrigens auch auf

01:03:37: andere europäische Staaten übertragen, vielleicht nicht in der Größe, nicht in der Dimension,

01:03:41: aber diese Aktivität, die die ukrainische Zivilgesellschaft im eigenen Land hat,

01:03:48: die strahlt ja auch über, wenn wir uns anschauen, wie viele Vereine gibt es, die Ukrainerinnen und

01:03:52: Ukrainer gegründet haben, auch in Deutschland oder wie viele Ukrainerinnen und Ukrainer sind in

01:03:56: Vereine gegangen, um sich dort zu engagieren. Das heißt, da gibt es schon eine ganz aktive

01:04:01: Verflechtung und das ist ja auch das, als was sich die Ukrainer sehen, die sagen ja nicht,

01:04:07: wir sind Ukrainer oder Ukrainerinnen, die sagen, wir sind Europäer, wir wollen dieses Europa mitprägen

01:04:13: und mitgestalten und deswegen klingt das jetzt vielleicht fast euphorisch, die Realität ist

01:04:19: natürlich gerade, was die militärische Unterstützung angeht, noch eine andere, das ist

01:04:24: alles vielleicht mittelfristig oder langfristig gedacht, aber es wird sehr wohl erkannt und

01:04:29: wahrgenommen, dass die Weichen gestellt werden und es wird sehr wohl auch erkannt, dass Staaten

01:04:34: wie Ungarn eine Ausnahme bilden, dass das nicht für Europa steht und es wird auch überlegt,

01:04:41: wie man mit diesem Ungarn umgehen kann und wie man mit dieser Komplexität Europas klarkommt.

01:04:46: Dass das alles wird gesehen. Ich komme am Ende einer Folge ja immer ganz gerne zu

01:04:55: einem konstruktiven Teil und ich habe überlegt, wir haben ja jetzt schon ein paar mal gesprochen

01:05:00: und du hast immer wieder gesagt, was die Livenne bei uns war, es weder Deutschland noch die Europäerinnen

01:05:06: und Europäer hätten eine Strategie, wie der Krieg gegen die Ukraine auch mal wieder zu beenden sei.

01:05:13: Siehst du die jetzt? Ich sehe, dass an einer Strategie gearbeitet wird. Insofern haben wir

01:05:25: eine Entwicklung. Doch, ich glaube diese Entwicklung kann man auch würdigen. Es ist glaube ich noch

01:05:31: zu früh davon zu sprechen, dass diese Strategie fertig ist. Das hängt auch noch davon ab und

01:05:39: da sind wir wieder bei Deutschland. Die neue Bundesregierung muss sich erst bilden. Die

01:05:44: Ressorts müssen verteilt werden, die Zuständigkeiten müssen verteilt werden und dann muss der neue

01:05:48: Bundeskanzler, Verteidigungsminister, wer auch immer sein wird oder bleiben wird, die müssen die

01:05:57: konkreten Dinge umsetzen. Die müssen diese Strategie umsetzen gemeinsam, nicht alleine,

01:06:03: gemeinsam mit Großbritannien, gemeinsam mit Frankreich, gemeinsam mit Polen, mit anderen,

01:06:09: nennen wir es Koalition der Willigen oder wie auch immer, mit all den Staaten, die bereit sind,

01:06:14: Verantwortung zu übernehmen für die Sicherheit und für den Frieden in Europa. Und ich sehe den

01:06:20: Willen zur Strategie, ich sehe die Arbeit an einer Strategie und ich hoffe, dass wir sehr bald auch

01:06:28: eine fertige Strategie sehen. Denkst du eigentlich, dass die Ukrainerinnen und Ukrainer am Ende einen

01:06:36: fairen Frieden bekommen und in einem fairen Frieden nicht in einem Diktatfrieden werden leben können?

01:06:43: Ich bin skeptisch, weil es jetzt schon schwer vorstellbar ist, überhaupt von fair zu sprechen.

01:06:50: Alles was hier jeden Tag passiert, alles was seit mehr als elf Jahren hier passiert, ist unfair

01:06:56: diesem Land gegenüber, ist unfair den Menschen gegenüber. Diejenigen, die ihr Land verteidigt

01:07:02: haben und getötet worden sind, die kommen nicht mehr zurück. Diejenigen, die einfach zu Hause

01:07:12: geschlafen haben und von einer Drohne oder einer Rakete getötet wurden, kommen nicht mehr zurück.

01:07:17: Das ist nicht fair, dass dieser Begriff, wie will man diesen Begriff einer Familie beibringen,

01:07:25: die oder einem Familienvater beibringen, wie der drei Töchter und seine Frau verloren hat,

01:07:33: durch einen russischen Angriff. Insofern ist das schwer, aber ich habe weiterhin die Hoffnung,

01:07:39: dass es gelingen kann und vielleicht sogar gelingen wird, dass es einen dauerhaften Frieden gibt.

01:07:49: Einen Frieden gibt, der die Souveränität der Ukraine garantiert und der der Ukraine ermöglicht,

01:07:57: daran zu arbeiten, die vollständige Souveränität wieder herzustellen. Das ist vielleicht auch

01:08:03: eine Hoffnung, die aus mir spricht mit Blick auf die Menschen, die das verdienen, die jeden Tag für

01:08:12: ihre Freiheit kämpfen, mit Blick auf die Menschen, die im Kampf für die Freiheit ihr Leben verloren

01:08:17: haben. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass Europa stark genug ist, auch diplomatisch stark

01:08:26: genug ist, auch jetzt stark genug ist, auch auf die USA den Druck auszuüben, den es braucht,

01:08:32: um Druck auf Russland auszuüben, um diesem Ziel näherzukommen.

01:08:37: Letzte Frage ist immer, wo stehen wir bei der Frage, die wir gestellt haben, hier also worauf

01:08:44: verlässt sich die Ukraine noch in einem Jahr? Die Ukraine verlässt sich in einem Jahr weiterhin

01:08:51: in erster Linie auf sich selbst. Die Ukraine verlässt sich aber auch auf ihre europäischen Partner,

01:08:59: die dann eine Strategie haben und weiß auch, dass diese europäischen Partner gegenüber den USA,

01:09:08: die auch in einem Jahr relevant sein werden für die Sicherheit der Ukraine, dass diese europäischen

01:09:15: Partner die Ukraine unterstützen im Zusammenspiel mit den USA, dass diese europäischen Partner

01:09:22: zusammenhalten mit der Ukraine und dass man so geschlossen sich etwas nähert, was wir uns alle

01:09:29: wünschen und das ist einfach ein friedliches Leben, ein Leben, in dem wir alle unsere Zukunft planen können,

01:09:36: ohne Hindernisse, ohne Angriffe denken zu müssen.

01:09:42: Ach, das wäre echt schön, Wassily. Dann lehne ich mich gerne dran an, an die Perspektive und hoffe

01:09:51: tatsächlich auch sehr für die Ukraine und Ukraine, aber auch für die ganze Welt, dass wir da einen Schritt

01:09:59: in die richtige Richtung kämen und du hast total recht fairer Frieden, blödes Wort, dauerhafter

01:10:05: Frieden das wäre es, aber schon einer zu Bedingungen der Ukraine und kein Diktatfrieden, das finde ich

01:10:14: gilt die ganze Zeit, war immer richtig und bleibt auch richtig. Es kann nicht sein, dass der

01:10:21: Agreissor schließlich noch belohnt wird mit der Erfüllung der Bedingungen. Das könnte es so in

01:10:29: meinem Verständnis von Gerechtigkeit nicht sein. Wassily, hab vielen Dank, dass du dir die Zeit

01:10:37: genommen hast. Die Redaktionsschluss für diese Folge war der 19. März um 19.30 Uhr. Wir haben

01:10:42: gesprochen und du musst jetzt gleich noch weiter, weil du da noch glaube ich eine Schalte in die

01:10:46: Tagesthemen hast, oder? Genau, ich muss jetzt ziemlich genau in die Tagesthemen. Danke an.

01:10:51: Danke, Wassily. Wirklich toll, dass du dir die Zeit genommen hast. Redaktion hatte Gina Enstlin,

01:10:56: Executive Producer und Marie Schiller, Producer Lukas Hambacher und Patrick Zahn,

01:11:01: Sound Design Hannes Husten und wenn ihr Werbung bei uns schalten wollt,

01:11:05: dann könnt ihr euch bitte gerne an die mit Vergnügen GmbH benden. Die kümmern sich darum

01:11:09: und das Ganze ist eine Produktion der B-Media. Danke, Wassily. Dankeschön.

01:11:13: [Musik]

01:11:31: und wir schauen uns das nächste Mal wieder an die Schleife an.